Kim rühmt in Brief Fortschritt bei Beziehungen zu den USA

Washington - Dreieinhalb Wochen nach dem historischen Gipfel in Singapur hat der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un in einem persönlichen Brief an US-Präsident Donald Trump einen "epochalen Fortschritt" in den Beziehungen beider Länder konstatiert. Das bei dem Treffen von beiden Staatenlenkern am 12. Juni unterzeichnete Dokument sei "in der Tat der Beginn einer bedeutsamen Reise" gewesen, heißt es in dem vom 6. Juli datierenden Schreiben. Trump veröffentlichte das in koreanischer Sprache verfasste und mit der Unterschrift Kims versehene Schreiben am Donnerstag auf seinem Twitter-Konto.

Trump bekennt sich trotz scharfer Kritik zur NATO

Brüssel - Trotz seiner scharfen Kritik an der NATO hat sich US-Präsident Donald Trump grundsätzlich zum transatlantischen Bündnis bekannt. Die USA fühlten sich der Allianz verpflichtet, sagte Trump zum Abschluss des zweitägigen NATO-Gipfels in Brüssel am Donnerstag. Zuvor war eine Krisensitzung einberufen worden, nachdem der US-Präsident bei Gesprächen erneut höhere Verteidigungsausgaben gefordert hatte.

May empfing Trump zu Galadinner in Blenheim Palace

Oxford - Überschattet von der Regierungskrise in Großbritannien hat die britische Premierministerin Theresa May am Donnerstagabend US-Präsident Donald Trump zu einem Galadinner empfangen. Trump reiste per Hubschrauber aus London an und wurde mit großem Zeremoniell im Hof des Schlosses von einer Kapelle rotuniformierter Gardesoldaten in Empfang genommen. May legt viel Wert darauf, die "besondere Beziehung" zwischen London und Washington zu beschwören. Von Trump erhofft sie sich baldige Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen für die Zeit nach dem Brexit.

Spaniens Justiz wird auf Auslieferung Puigdemonts verzichten

Schleswig - Das Oberste Gericht Spaniens wird eine Auslieferung des Separatisten-Führers Carles Puigdemont durch Deutschland, die ein Prozess gegen den 55-Jährigen nur wegen Untreue gestattet, nach spanischen Medienberichten nicht akzeptieren. Der zuständige Richter Pablo Llarena habe sich bereits für eine Rücknahme des europäischen Haftbefehls gegen Puigdemont entschieden, berichtete die Zeitung "El Mundo" am Donnerstag unter Berufung auf "dem Gericht nahestehende Quellen". Eine offizielle Stellungnahme gab es zunächst nicht.

EU erlaubt Übernahme von Laudamotion durch Ryanair

Schwechat/Dublin/Wien - Die EU-Wettbewerbshüter haben die geplante Übernahme der österreichischen Fluglinie Laudamotion durch die irische Billigfluggesellschaft Ryanair genehmigt. Das Vorhaben gebe keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken und werde ohne Auflagen erlaubt, teilte die zuständige EU-Kommission am Donnerstagabend mit. Laudamotion fliegt vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Urlaubszielen am Mittelmeer und auf den Kanarischen Inseln.

EU-Innenminster drängen auf Asylverschärfungen

Innsbruck - Ohne Beschlüsse, aber mit veränderter Prioritätensetzung für Verschärfungen in der EU-Asylpolitik ist am Donnerstag ein informelles Treffen der EU-Innenminister in Innsbruck über die Bühne gegangen. Österreich, das derzeit den EU-Vorsitz führt, rückte den Fokus dabei einmal mehr in Richtung Außengrenzschutz, eine intensivere Bekämpfung von Schleppern sowie effizientere Rückführungen von Migranten. Unterstützt wurde es von Deutschland und Italien, die Europa zunehmend abschotten möchten.

Frankreich nimmt 78 Flüchtlinge von der "Aquarius" auf

Paris - Frankreich hat 78 Flüchtlinge aufgenommen, die das Rettungsschiff "Aquarius" ins spanische Valencia gebracht hatte. Sie stammten hauptsächlich aus Eritrea und dem Sudan und wurden vom französischen Flüchtlingsamt als schutzbedürftig eingestuft, wie das Innenministerium am Donnerstag mitteilte. Die Menschen werden nun in verschiedenen französischen Regionen untergebracht.

USA haben laut China einen Handelskrieg begonnen

Genf - China wirft den USA im Handelsstreit Kriegstreiberei vor. Die Volksrepublik und die USA hätten Gespräche geführt und diese seien gut vorangekommen, doch die Regierung in Washington habe das ignoriert und einen Handelskrieg angezettelt, sagte Vize-Handelsminister Wang Shouwen am Donnerstag. "Die Vereinigten Staaten haben den Krieg begonnen." Die USA seien ein Rüpel ("bully"), dem man "die Waffe" abnehmen müsse. China werde sich verteidigen, kündigte der Minister an.

tki/hel

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