Die Wiener Börse hat am Montag ihre Verluste der drei vorangegangenen Handelstage eingedämmt und mit Gewinnen geschlossen. Der ATX stieg 25,85 Punkte oder 0,88 Prozent auf 2974,72 Einheiten.

Das europäische Börsenumfeld schaffte keine großen Sprünge. Wichtige Konjunkturdaten standen nicht im Programm. Im Fokus der Anleger liegt die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Der EZB-Chef Mario Draghi habe vor vier Wochen die Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen bekundet, kommentiert der Helaba-Experte Ulrich Wortberg. Mehr Hinweise könnten die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone am Mittwoch geben. Die Daten werden für den wirtschaftlichen Ausblick der EZB herangezogen.

Bei den Einzelwerten freuten sich die Anleger über ein sattes Plus von mehr als sechs Prozent der Schoeller-Bleckmann-Aktien. Sie waren die klaren Spitzenreiter im ATX Prime.

Für Aufsehen sorgten die Aktien von Marinomed. Die Papiere des Biotech-Konzerns hatten erst am vergangenem Freitag bei 86,00 Euro ihr Allzeithoch erreicht, dieses haben sie zwischenzeitlich auf 89,00 Euro ausgebaut. Am Ende gingen sie zum Wochenstart bei 88,00 Euro aus dem Handel.

Ebenfalls mit kräftigen Aufschlägen zeigten sich die Werte von FACC (plus 4,17 Prozent) und AT&S (plus 3,62 Prozent). Die OMV-Titel stiegen um 1,05 Prozent. Der Öl- und Gaskonzern plant eine Diskont-Tankstellenkette in Westungarn.

Daneben gewannen Strabag 1,34 Prozent. Die Hotelkette Motel One übernahm ein von dem Baukonzern errichtetes Hotelgebäude im Zentrum von Warschau. Zum finanziellen Volumen des Projektes machte die Strabag keine Angaben.

Hingegen gaben Zumtobel um 0,28 Prozent leicht nach, obwohl der Lichttechnikspezialist einen Auftrag der mongolischen Regierung in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrags für die Installation von rund 11 000 LED-Leuchten erhielt.

Außerdem legten die Aktien von Voestalpine trotz neuer Stahlzölle in China um 1,88 Prozent zu. Die Werte der Stahlschmiede waren seit Juli unter Druck geraten. Voestalpine ist von den Einfuhrzöllen auf Edelstahlprodukte aus der EU nur geringfügig im Bereich von Spezialblechen berührt. "Der aus derzeitiger Sicht betroffene Umsatzanteil beläuft sich auf maximal 8 Millionen Euro", heißt es vom Unternehmen./mad/mik/APA/men

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AXC0211 2019-07-22/18:34

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