Der Sportartikelriese aus Herzogenaurach trägt aktuell die unrühmliche "Rote Laterne" im DAX und kämpft massiv um eine Bodenbildung. Doch plötzlich zieht der Kurs leicht an – allerdings nicht aus eigener Kraft, sondern getrieben von wilden Spekulationen beim direkten Erzrivalen. Handelt es sich hier um den Beginn einer echten Trendwende oder tappen Anleger gerade in eine gefährliche Falle?

Übernahme-Fantasie beim Nachbarn

Die jüngste Kursbewegung ist nicht hausgemacht. Der dominierende Treiber der letzten Stunden kommt aus der direkten Nachbarschaft: Massive Übernahmegerüchte um den Konkurrenten Puma sorgen für Furore. Marktberichte, wonach asiatische Größen wie Anta Sports oder Li Ning ein Auge auf den Wettbewerber geworfen haben könnten, ließen dessen Bewertung explodieren.

Dieser Effekt schwappt nun als sogenanntes "Sector Play" auf Adidas über. Investoren wetten darauf, dass eine Konsolidierung die Bewertungen der gesamten Branche neu justieren könnte. Doch Vorsicht ist geboten: Für Adidas selbst liegen keine konkreten Nachrichten vor. Der Kurs profitiert lediglich vom Windschatten des Konkurrenten.

Alarmstufe Rot im Chart

Ein Blick auf die nackten Zahlen holt Anleger schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Trotz der leichten Erholung zum Wochenausklang auf 160,35 Euro bleibt das charttechnische Bild hochgradig fragil. Erst vor wenigen Tagen markierte die Aktie bei 149,70 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Der Abstand zum Jahreshoch ist mit fast 39 Prozent dramatisch.

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Technische Analysten identifizierten zudem ein spezifisches „1234er Short“-Signal. Dies deutet darauf hin, dass die Bären weiterhin die volle Kontrolle haben. Solange keine signifikanten Widerstände fallen, droht der aktuelle Anstieg als bloße "Bärenmarktrallye" zu verpuffen.

Hier die Fakten zur aktuellen Lage:

  • Dramatischer Jahresverlauf: Mit einem Minus von 32,06 % seit Jahresanfang ist Adidas das Schlusslicht im deutschen Leitindex.
  • Analysten-Optimismus: Trotz der Talfahrt sehen Experten ein durchschnittliches Kursziel von rund 229 Euro – eine massive Diskrepanz zum aktuellen Preis.
  • Günstige Bewertung? Das KGV für 2026 wird auf 14,7 geschätzt, was im Vergleich zum US-Rivalen Nike (38,9) fast schon wie ein Schnäppchen wirkt.
  • Trendstärke: Der Kurs notiert immer noch deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt (194,67 Euro), was den langfristigen Abwärtstrend bestätigt.

Fazit: Das Risiko bleibt akut

Die Situation bei der Adidas Aktie gleicht einem Tanz auf der Rasierklinge. Die Übernahmefantasie bei Puma liefert zwar eine willkommene Atempause, löst aber die strukturellen Probleme in Herzogenaurach nicht. Solange das technische Short-Signal nicht negiert wird, ist die Gefahr eines Rückfalls auf das 52-Wochen-Tief keinesfalls gebannt. Nun entscheidet das anlaufende Weihnachtsgeschäft darüber, ob aus der Hoffnung Realität wird oder die Talfahrt weitergeht.

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