Stärker als erwartet gestiegene US-Preise haben den Anlegern am Mittwoch die Kauflaune verdorben. DAX und Co drehten kurzfristig sogar ins Minus. Im Jänner stiegen die US-Verbraucherpreise zum Vorjahr um 2,1 Prozent, bei einer Prognose von 1,9 Prozent. In der Kernrate - ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Nahrungsmittel - legten die Preise um 1,8 (Prognose: 1,7) Prozent zu. Vielleicht passend dazu eine aktuelle Prognose von Goldman Sachs AM – siehe hier.

Dafür hat sich das Weltwirtschaftsklima im ersten Quartal 2018 nach einer Erhebung des Ifo Instituts stark verbessert. Der Indikator stieg von 17,1 auf 26,0 Punkte, der höchste Stand seit Herbst 2007. 

Und nachdem sich herausstellte, dass selbst den US-Börsen die Zinsangst egal ist, legte man auch in Europa wieder einen Gang zu. Einen ordentlichen sogar. Das Gasgeben kam für Wien leider etwas spät - hier ging sich nur noch ein Mini-Plus aus.

Die Telekom Austria präsentierte ihr Jahresergebnis 2017 – siehe hier – und verlor 1,46 Prozent. Morgen gibt's Zahlen von Valneva - heute Top-3-Gewinner -, ein Ausblick darauf hier.

Bei Semperit kürzte die Erste Group das von 23,6 auf 17,0 Euro. Die Aktie verlor 0,56 Prozent auf 17,62 Euro.

Tagesgewinner wie auch -Verlierer kommen aus der Strombranche: der Verbund führte die Kurslisten an - die EVN beendete diese.

Übrigens – um am Schluss wieder zum Thema Zinssorgen zu kommen: Der Wohnimmobilien-Entwickler Instone schafft es nur mit Mühe an die Börse Frankfurt. Statt geplanter 23,4 Millionen Aktien wurden 19,9 Millionen platziert. Der Ausgabepreis lag mit 21,50 Euro am unteren Ende der Preisspanne, die bis 25,50 Euro reichte. Die Aktien werden morgen erstmals gehandelt.

Passend dazu: Der IATX legte heute 'nur' 0,01 Prozent zu