Wiener Börse
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Die Wiener Börse wurde 1771 als eine der ersten Börsen der Welt von Kaiserin Maria Theresia gegründet und entwickelte sich zum zentralen Kapitalmarkt der Habsburger-Monarchie. 1818 wurde in Wien erstmals mit Aktien gehandelt.In der Gründerzeit kamen zahlreiche neue Aktien auf den Markt, die das Kapital für Industrie- und Bankgründungen beschafften. Einen empfindlichen Rückschlag erlebte die Wiener Börse 1873, als von Österreich eine weltweite Wirtschaftskrise ihren Ausgang nahm. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Wiener Börse vor allem ein Handelsplatz für Forderungspapiere und für Devisen.
In den 90er-Jahren wurde erkannt, dass eine lange und glorreiche Geschichte nicht ausreicht, um am Markt bestehen zu können. In rascher Folge wurden wichtige Veränderungen durchgeführt: Kassa- und Terminmarkt wurden in einer neu gegründeten Aktiengesellschaft zusammengeführt. Seit 1999 ist die Wiener Börse AG nicht mehr im staatlichen Besitz, sondern gehört zu 100 % österreichischen Banken und börsenotierten Unternehmen.

