Vermögenszuwachssteuer

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Neu geplante Steuer der grossen Koaliton aus SPÖ und ÖVP auf den Zuwachs von Vermögen. Bis dato ist noch nicht ganz klar wie die Details aussehen sollen. Nur soviel, dass Kursgewinne unabhängig von der Behaltedauer mit 25 Prozent versteuert werden sollen. Es ist dies als ideologischer Kompromiss der grossen Parteien zu verstehen, seitens der Sozialdemokraten wurde ja in der Vergangenheit immer stärker gefordert, das Kapital mehr zu besteuern und die Arbeit weniger. Finanziert werden soll damit das Gesundheitssystem. Die Auswirkungen auf den Kapitalmarkt und die Aktienkultur in Österreich sind noch nicht absehbar, könnten aber durchaus negativ sein.


Die Wiener Börse sieht die Attraktivität des Finanzplatzes Wien gefährdet.

Eine deutliche Schlechterstellung des österreichischen Kapitalmarktes sei zu befürchten, so die Wiener Börse. Man sehe darüber hinaus eine politische Widersprüchlichkeit. Nicht zuletzt aufgrund politischer Bemühungen - Stichwort staatlich geförderte Zukunftsvorsorge und Privatisierungen über die Börse - sei das Aktiensparen in Österreich in den vergangenen Jahren zunehmend populärer geworden. Eine Einführung der Vermögenszuwachssteuer könnte die Attraktivität der Aktienveranlagung gefährden und damit die bisherigen politischen Bemühungen und die Aktivitäten aller Kapitalmarktteilnehmer schwächen. Dabei habe Österreich nach wie vor enormen Aufholbedarf beim Aktiensparen: In Österreich seien rund 17 % des Gesamtvermögens in Aktien und Investmentzertifikate investiert, der europäische Durchschnitt sei mit 32 % fast doppelt so hoch.

Die Einführung einer Vermögenszuwachssteuer galt schon einmal als fix. Ab 1. Jänner 2000 sollten Kursgewinne besteuert werden. Doch Widerstand der Banken und die Nicht-Rentabiliät (Stichwort: Bagatell-Steuer) stoppten das Vorhaben.


Liste gegen V-Steuer

Der Börse Express hat sich dazu entschlossen, eine "Öffentliche Namensliste gegen die Vermögenszuwachssteuer" zu starten. Innerhalb des ersten Nachmittags gab es bereits mehr als 300 Einträge, darunter Erste Bank-Vorstand Elisabeth Bleyleben-Koren und Börsechef Heinrich Schaller.

"Wir freuen uns, wenn unser Link http://www.boerse-express.com/liste grosse Kreise zieht", sagt Christian Drastil, Herausgeber Styria Börse Express. Jede mediale Präsenz sei eine wichtige Unterstützung. Der Börse Express hatte bereits Anfang April eine PDF-Sondernummer unter http://www.boerse-express.com/v-steuer verfasst. Diese ist mittlerweile mehr als 20.000 Mal downgeloadet worden.


Links zur V-Steuer

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