Salzburg

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Flagge Salzburg
Flagge Salzburg
Mit rund 525.000 Einwohnern und einer Fläche von 7.154,5 km² zählt Salzburg zu den kleineren österreichischen Bundesländern. Groß geschrieben werden jedoch die Bereiche Tourismus, Kultur und Wirtschaft.

Obwohl Salzburg zu den kleineren Bundesländern in Österreich zählt, erwirtschaftet es einen beträchtlichen Teil der touristischen Wertschöpfung in Österreich.

Salzburgs Wirtschaft nimmt seit vielen Jahren in Österreich eine Spitzenstellung. Nach wie vor zählt das Bundesland europaweit zu den dynamischsten Regionen und zählt nach dem europaweiten Standort-Ranking zu den besten Investitionsstandorten. Das überdurchschnittliche Leistungsniveau der Wirtschaft zeigt sich in den Daten zur Wirtschafts- und Sozialstruktur. Das regionale Bruttoinlandsprodukt Salzburgs ist im Zeitraum von 1995 bis 2002 um durchschnittlich 3,5 Prozent gestiegen, das gesamtösterreichische Bruttoinlandsprodukt um 3,3 Prozent.


Hunderttausende Gäste aus aller Welt besuchen jährlich das Bundesland Salzburg, dass viele Naturschätze wie den Nationpark Hohe Tauern und zahlreiche Berge und Almen sowie Skigebiete und Sehenswürdigkeiten in der Landeshauptstadt bietet. Salzburg ist ein Land mit vielen Facetten und gleichermaßen als Winter- und Sommerurlaubsziel bekannt.

Quelle: www.statistik.at, Wirtschaftsatlas Österreich
Quelle: www.statistik.at, Wirtschaftsatlas Österreich
Neben der Natur wird vor allem auch die Kultur im Land hoch gehalten. In Wolfgang Amadeus Mozart, dem bekanntesten Sohn des Landes, findet die musikalische Tradition ihren Höhepunkt. Diese Tradition wird heute noch gepflegt - in den weltbekannten Salzburger Festspielen, die seit 1920 alljährlich Tausende Kunst- und Kulturliebhaber aus aller Welt nach Salzburg führen. Alljährlicher Anziehungspunkt ist natürlich auch die Freilichtaufführung des "Jedermann" vor der überwältigenden Kulisse des Salzburger Domes.



Inhaltsverzeichnis

Wussten Sie, dass ...

  • ... die Menschen im Land Salzburg etwas länger leben
    Festung Hohensalzburg
    Festung Hohensalzburg
  • ... die Salzburgerinnen etwas mehr Kinder als im österreichischen Durchschnitt bekommen.
  • ... die gewerbliche Selbständigenquote mit 53 aktiven Kammermitgliedern je 1.000 Einw. die höchste unter den Bundesländern ist (2006).
  • ... mit einer Wirtschaftsleistung von 31.800 € pro Kopf (2004) Salzburg nur von der Bundeshauptstadt Wien übertroffen wird.
  • ... Salzburg mit 3,1% (Mikrozensus 2006) die zweitniedrigste Arbeitslosenquote im Bundesländervergleich hat.
  • ... Salzburg 2005 auch zu den 5 EU-Regionen (von 252) mit der niedrigsten Arbeitslosenrate zählte.
  • ... bei der Steuerkraft (Steueraufkommen pro Kopf) nur Wien Salzburg übertrifft .
  • ... statistisch gesehen jede Salzburgerin und jeder Salzburger 2006 rd. 10 Personen aus aller Herren Länder beherbergte.
  • ... Salzburg Platz 2 im Nächtigungsranking der Bundesländer (durchschnittlich 44 Nächtigungen pro Einw.) belegt.
  • ... Salzburg die meisten Spitzenrestaurants hat, mehr als jedes andere Bundesland!
  • ... im Wintersport Salzburg immer wieder Sportgeschichte schreibt.
  • ... Salzburg in den letzten 26 Jahren die stärkste Bevölkerungsdynamik von allen neun Bundesländern hatte: Seit dem 1.1.1981 ist die Bevölkerung um 1/5 angewachsen.

Quelle: Statistik Austria Zahlen.Daten.Fakten Österreich 2007

Wirtschaftsstandort Salzburg

Die Region Salzburg liegt bei Wachstum und Beschäftigung im europäischen Spitzenfeld. Das kontinuierlich steigende Wirtschaftswachstum des Bundeslandes Salzburg liegt an zweiter Stelle hinter jenem Wiens, wobei sich die Wirtschaftskraft des gesamten Bundeslandes vor allem im bestens erschlossenen Zentralraum um die Landeshauptstadt selbst und dem (im Flachgau und Tennengau gelegenen) so genannten Speckgürtel rings um die Stadt Salzburg ballt.

Der Gesamtumsatz 2005 des Bundeslandes wurde zu 90 % durch die Betriebe der Stadt (60 %) und jenen des Flachgaus (30 %) erzielt. Die restlichen Prozente verteilen sich auf die Gebirgsgaue (Tennengau 3 %, Pongau 3 %, Pinzgau 3 %, Lungau 1 %). Die kleinen Unternehmen sind nach wie vor das Rückgrat der Salzburger Wirtschaft. Vor allem in den Regionen sind sie die zuverlässigsten Arbeitgeber und die Motoren der regionalen Wirtschaft.

Die hohe Standortqualität ist Salzburg bereits mehrmals von internationalen Institutionen, die weltweite Standortbewertungen durchführen, bestätigt worden.

Faktoren dafür sind u.a.:

  • die günstige geographische Lage
  • gut ausgebaute überregionale Verkehrsträger
    Quelle: www.statistik.at, Wirtschaftsatlas Österreich
    Quelle: www.statistik.at, Wirtschaftsatlas Österreich
  • ein leistungsfähiges Schienennetz
  • der nach Wien bedeutendste Länderflughafen sowie
  • eine ausgezeichnete Lebensqualität
  • eine moderne Telekommunikationsinfrastruktur

Dazu kommt noch eine attraktive Wirtschaftsstruktur, getragen von weitsichtigen innovativen Unternehmen und hoch qualifizierten motivierten Mitarbeitern. Die unverwechselbaren Standortvorteile haben Salzburg nicht nur zu einer bedeutenden Handelsdrehscheibe in Österreich gemacht. Salzburg ist darüber hinaus auch einer der wichtigsten Plätze Österreichs für Banken, Versicherungen, Vermögens- und Finanzdienstleistungen sowie andere Wirtschaftsdienste. In Salzburg befinden sich das älteste Bankhaus und die größte Bausparkasse Österreichs.

Das Bild Salzburgs als internationaler Wirtschaftsstandort wird auch von weiteren weltweit agierenden Firmen geprägt, wie

  • Palfinger (Krantechnik)
  • Atomic (Skihersteller)
  • Red Bull (Energydrink)
  • Wiberg (Gewürze)
  • Liebherr (Kühl- und Gefriergeräte)
  • EvoBus (Omnibusse)
  • Kaindl (Holzindustrie)
  • Dentalwerke Bürmoos (Zahntechnik)
  • König (Mozart-Likör)
  • u.v.m.


Die Betriebsansiedlungspolitik des Landes legt besonderen Wert auf die Ansiedlung von Hightech-Unternehmen, Produktionsbetrieben mit qualitätsvollen Arbeitsplätzen und industrienahen Dienstleistungs- sowie Logistikbetrieben.

Die Wirtschaftspolitik des Landes setzt vor allem auf die kleinen und mittleren Unternehmen und unterstützt die Wirtschaftsentwicklung insbesondere durch den weiteren Ausbau moderner Infrastruktureinrichtungen, Investitionen in ein attraktives, den wirtschaftlichen Erfordernissen der Zukunft Rechnung tragendes Bildungsangebot, die Förderung von Kompetenz- und Forschungszentren sowie eine effiziente und transparente Wirtschaftsförderung.


Börsenotierte Unternehmen aus Salzburg

  • Palfinger (Krantechnik) in Bergheim/Salzburg


Künftige Projekte / Strategische Entwicklungen

Euro 2008

Die Fußball-Europameisterschaft 2008 bietet für Österreich große Chancen, nicht nur in sportlicher, sondern auch in wirtschaftlicher und touristischer Hinsicht. Von den Investitionen in Infrastruktur, Tourismus und Wirtschaft gehen unmittelbare Impulse auf die Wirtschaft aus. Vor allem durch die Verzahnung dieser Branchen mit Unternehmen aus anderen Wirtschaftskategorien entsteht eine enorme multiplikative Wirkung auf die österreichische Wirtschaft.

Besonders die Tourismuswirtschaft kann langfristig durch den steigenden Bekanntheitsgrad der Region profitieren. Der Werbewert für Österreich und die einzelnen Austragungsregionen ist bei der weltweit drittgrößten Großsportveranstaltung ein enormer, den es auch wirtschaftlich zu nutzen gilt.


Wirtschaftsleitbild Salzburg

Zielsetzung des Leitbildes ist die Stärkung der Salzburger Wirtschaft sowie die Koordination der Maßnahmen und Strategien verschiedener Entscheidungsbereiche um dadurch eine nachhaltige Entwicklung gewährleisten zu können. Die entwickelten Strategien und Maßnahmen sollen nachfolgende Bereiche fördern und eine nachhaltiges Wirtschaftswachstum sicherstellen:

  • Innovation und wirtschaftsbezogene Forschung
  • Arbeit und Bildung
  • Innovationsumfeld und infrastrukturelle Rahmenbedingungen
  • Spezifische Entwicklungen in einzelnen Wirtschaftssektoren
  • Förderung der Entwicklung in den Regionen des Landes


EU–Förderprojekte

Die Europäischen Förderprogramme sind wichtige Instrumente zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Salzburgs. Regionen, Unternehmen, Institutionen, Forschungseinrichtungen und viele andere mehr profitieren davon.

Regionalentwicklung

Von 2007 bis 2013 erhält Salzburg durch das EU-Programm "Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit" Förderungen in der Höhe von 13,8 Mio Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie nationale Mittel (Bund und Land) in der gleichen Höhe von 13,8 Mio. Euro. Zielsetzung ist die Stärkung des Wirtschaftsstandortes durch Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und die Verankerung einer innovations- und wissensorientierten Wirtschaft.

Grenzübergreifende Zusammenarbeit

Die Programme "Europäische Territoriale Zusammenarbeit Österreich – Deutschland/Bayern" und "Europäische Territoriale Zusammenarbeit Österreich – Italien" verfolgend das Ziel, in der Periode 2007 bis 2013 mit grenzübergreifenden Projekten zur Entwicklung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes und zur Erhöhung der Lebensqualität beizutragen sowie noch bestehende grenzbezogene Barrieren abzubauen. Für das Land Salzburg sind im Programm " Österreich - Deutschland/Bayern" rund zehn Millionen Euro und für das Programm „Österreich – Italien“ 2,79 Mio Euro aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vorgesehen.

Transnationale Kooperation "ALPENRAUM"

Salzburg ist Teil des territorialen Kooperationsprogramms "Alpenraum", das mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) in der Höhe von € 97 Mio ausgestattet ist. Folgende Programmschwerpunkte wurden von den Partnerstaaten festgelegt:

  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität
  • Verbesserung der Erreichbarkeit und Erschließungsqualität
  • Umweltschutz und Risikominimierung


Salzburg setzt auf Technologie

Die Entwicklung des Salzburger Technologiezentrums seit dem Jahr 1988 stellte den Beginn einer strategischen Technologiepolitik des Landes dar. Mittlerweile ist der Techno-Z-Verbund zu einem Netzwerk von sieben Technologie- und Gründerzentren mit verschiedenen regionalen Schwerpunkten geworden. Ergänzend wurde die Fachhochschul-Ausbildung in den Bereichen „Informationstechnik & Systemmanagement“, "MultiMediaArt“, "Betriebswirtschaft & Informationsmanagement“, "Entwicklung & Management touristischer Angebote" und "Digitales Fernsehen", "Holztechnik & Holzwirtschaft“, „Design & Produktmanagement“ und „Baugestaltung Holz“ massiv forciert. Mit der Errichtung der Fachhochschule Puch-Urstein, die im Oktober 2005 ihren Betrieb aufnahm, erfolgte ein weiterer wichtiger Schritt zum Ausbau des Technologiestandortes.


Forschungsschwerpunkt Biowissenschaft

Einen forschungspolitischen Akzent setzt die Salzburger Landespolitik mit der Förderung der Biowissenschaften in Salzburg. Neben zwei Professuren für Protein-Engineering und Bioinformatik beherbergt das neu geschaffene Forschungszentrum der Universität Salzburg eine Stiftungsprofessur des Landes Salzburg für Strukturbiologie, die erste nur von einem Bundesland finanzierte Stiftungsprofessur. Christian Doppler, einer der großen Naturwissenschaftler, war Salzburger und ist Namenspatron des gleichnamigen Landespreises. Seinen Namen führt auch das Christian-Doppler-Labor „Biomechanics and Skiing“ in Hallein-Rif. Hier besteht eine äußerst wettbewerbsfähige Schnittstelle zwischen der anwendungsorientierten Grundlagenforschung in der Biomechanik und den für die Wirtschaft erforderlichen und verwertbaren Forschungsleistungen. So wird zum Beispiel geforscht, um die technische Ausstattung von Schiern und Bindung zu optimieren und die Gefahr von Verletzungen zu reduzieren.


Weblinks / Quelle

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