Rohstoff-Saisonalität

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Ähnlich wie Kurssteigerungen an Aktienmärkten zu Jahresende oft mit Käufen von Indexfonds, die ihre Jahresperformance aufpolieren möchten, begründet werden, gibt es auch bei Rohstoffpreisen mitunter eine Saisonalität. Eine Prognose für die Zukunft sollte daraus aber nicht 1:1 abgeleitet werden.

  • Öl (Brent Crude Oil): Der Rohölpreis ist besonders stark dem Einfluss der Heizperiode auf der Nordhalbkugel ausgesetzt. Ab August werden die Heizöl-Vorräte für den Winter gefüllt.
  • Gold: Die Saisonalität ist bei Gold vergleichsweise gering, da es keine Abhängigkeit von Wettereinflüssen gibt. Dass dennoch oft die 2. Jahreshälfte stärker ist, wird dem Weihnachtsgeschäft im Schmuckhandel zugeschrieben.
  • Weizen: Mit der Ernte erreichen die Preise in der Regel im Juni bzw. Juli ihre Tiefstpunkte und im Winter ihren Höchststand. Da dies allgemein bekannt ist, sind die Entwicklungen an den Terminbörsen bereits eingepreist. Ein Dezember-Kontrakt liegt preislich über einem Juni-Kontrakt. Unvorhergesehene Naturereignisse, wie Ernetausfälle, sind aber Risikofaktoren.
  • Kaffee: In der Vergangenheit wies Kaffee starke Aufwärtstrends im April und Mai und im November auf. Ende Mai/Anfang Juni kam es dafür verhältnismäßig oft zu Kurseinbrüchen.
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