REVERSE PROTECT Bonus Zertifikate
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Sämtliche PROTECT Bonus Zertifikate haben eines gemeinsam: Der Anleger erwartet stets eine Seitwärtsbewegung oder steigende Notierungen des Basiswertes. Allerdings will er sich gegen mögliche Kursrücksetzer schützen und abgesichert sein, wenn seine Markterwartung doch nicht eintritt.
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Grundlagen
Bei REVERSE-PROTECT-Bonus-Zertifikaten geht der Anleger dagegen von einer Seitwärtsbewegung oder fallenden Notierungen aus. Diese Zertifikate funktionieren genau umgekehrt wie klassische PROTECT-Bonus-Zertifikate. Zum Zeitpunkt der Emission liegt der PROTECT-Level oberhalb des Kurses des Basiswertes. Ein Investor, der auf fallende Notierungen setzt, geht das Risiko ein, dass der Basiswert steigen könnte.
Falls der Basiswert, beispielsweise eine Aktie, während der gesamten Laufzeit nie auf oder über den PROTECT-Level steigt, bekommt der Inhaber des Zertifikates mindestens den Bonuslevel. Fällt der Basiswert unter die Bonusschwelle, erzielt der Inhaber des REVERSE-PROTECT-Bonus-Zertifikates eine noch höhere Rendite. Kommt es stattdessen zu einer Verletzung der PROTECT-Schwelle, gehen der Teilschutz und die Bonuschance verloren. Der Inhaber partizipiert dann umgekehrt proportional 1:1 an der Performance des Basiswertes.
Beispiel: Die Grafik verdeutlicht die Wirkungsweise eines REVERSE-PROTECT-Bonus-Zertifikates auf die Aktie der XY AG. Zum Emissionszeitpunkt notiert die Aktie bei 100,00 Euro. So kostet auch das Zertifikat 100,00 Euro. PROTECT-Level = 130,00 Euro Bonusschwelle = 60,00 Euro Bonuslevel = 140,00 Euro.
Wenn die XY-Aktie permanent unterhalb der Marke von 130,00 Euro notiert, erhält der Inhaber bei Fälligkeit mindestens 140,00 Euro ausbezahlt. Dieser Betrag erhöht sich, wenn die Blue Chip-Aktie unter die Bonusschwelle von 60,00 Euro fällt. Notiert sie am Bewertungstag beispielsweise bei 25,00 Euro, kassiert der Investor 175,00 Euro.
Wird die PROTECT-Barriere berührt oder überschritten, gehen Bonuschance und Teilschutz verloren. Der Anleger nimmt dann umgekehrt proportional 1:1 an der Performance teil. Zu Verlusten kommt es, wenn die Aktie auch am Bewertungstag über ihrem Ausgangskurs steht (und vorher den PROTECT-Level verletzt hat). Notiert sie bei 150,00 Euro, erhält der Investor nur 50,00 Euro zurück. Steht die Aktie über 200,00 Euro, erleidet der Anleger einen Totalverlust.
Aufbau
Ein REVERSE-PROTECT-Bonus-Zertifikat besteht aus einer Put-Option mit einem Basispreis, der 100% über dem Ausgangskurs des Basiswertes liegt, und einem Up-and-Out-Call mit einem Basispreis in Höhe der Bonusschwelle und einer Up-and-Out-Schwelle in Höhe des [[PROTECT-Level]s.
Die beschriebene Struktur führt dazu, dass für REVERSE-PROTECT-Bonus-Zertifikate andere Basiswerte als für PROTECT-Bonus-Zertifikate geeignet sind. Während bei diesen vor allem dividendenstarke Aktien und Indizes wie die Deutsche Telekom oder der DJ EURO STOXX 50 als Basiswerte taugen, sind bei REVERSE-PROTECT-Bonus-Zertifikaten Aktien mit geringen oder ohne Dividenden geeignet. Auch der DAX ist als Basiswert attraktiv. Denn in diesen Performanceindex werden die Ausschüttungen mit eingerechnet.
Risiko
Das Risiko ist bei REVERSE-Zertifikaten im Übrigen höher als bei klassischen PROTECT-Bonus-Zertifikaten. Zwar kann auch bei diesen der Totalverlust des eingesetzten Geldes eintreten. Doch der Basiswert müsste hierzu auf null sinken. Das passiert an der Börse selten, beispielsweise wenn die betreffende Aktiengesellschaft Insolvenz anmelden muss. Bei REVERSE-Bonus-Zertifikaten kommt es zum Totalverlust, wenn sich der Kurs des Basiswertes verdoppelt, was beispielsweise in der Zeit von 2003 bis 2006 zahlreichen Aktien gelang.
Varianten von PROTECT Bonus Zertifikaten
- PROTECT Bonus Zertifikate
- PROTECT Bonus Cap Zertifikate
- PROTECT Bonus Index Quanto Zertifikate
- Lock in Bonus Zertifikate
- PROTECT MULTI Bonus Zertifikate

