REVERSE-PROTECT-Discount-Zertifikate

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Bei REVERSE-PROTECT-Discount-Zertifikaten geht der Anleger von einer Seitwärtsbewegung oder fallenden Notierungen aus, dies steht im Gegensatz zu Classic-, PROTECT-, DOPPEL- oder ROLLING-Discount-Zertifikaten, hier erwarten die Anleger stets eine Seitwärtsbewegung oder steigende Notierungen des Basiswertes.


Inhaltsverzeichnis

Grundlagen

Auszahlungsprofil (Bei Fälligkeit)
Auszahlungsprofil (Bei Fälligkeit)

Die Reverse-Protect-Discount Zertifikate verhalten sich umgekehrt proportional zu klassischen PROTECT-Discount-Zertifikaten. Zum Emissionszeitpunkt liegt der PROTECTLevel oberhalb des Kurses des Basiswertes. Ein Investor, der auf fallende Notierungen setzt, geht das Risiko ein, dass der Basiswert steigen könnte.

Falls der Basiswert während der gesamten Laufzeit nie auf oder über den PROTECT-Level steigt, bekommt der Inhaber des Zertifikates den Höchstbetrag ausgezahlt. Diesen zahlt das Zertifikat ebenfalls aus, wenn der Basiswert auf oder unter den Basispreis (Cap) fällt. Kommt es stattdessen zu einer Verletzung der PROTECT-Schwelle, geht der Teilschutz verloren. Der Inhaber partizipiert dann umgekehrt proportional 1:1 an der Performance des Basiswertes bis zum Basispreis (Cap).

Die folgende Grafik verdeutlicht die Wirkungsweise eines REVERSE-PROTECT-Discount-Zertifikates auf die Aktie. Zum Zeitpunkt der Emission notiert die Aktie bei 100,00 Euro. Das Zertifikat besitzt dagegen einen Discount und kostet 95,00 Euro. Der PROTECT-Level liegt bei 130,00 Euro, der Basispreis (Cap) bei 90,00 Euro. Das Zertifikat zahlt also maximal den Höchstbetrag von 110,00 Euro aus.

Wenn die Aktie permanent unterhalb der Marke von 130,00 Euro notiert, erhält der Inhaber bei Fälligkeit den Höchstbetrag in Höhe von 110,00 Euro ausbezahlt. Diesen Betrag erhält er auch, wenn die Aktie am Bewertungstag auf oder unter 90,00 Euro notiert.

Wird die PROTECT-Barriere berührt oder überschritten, geht der Teilschutz verloren. Der Anleger nimmt dann umgekehrt proportional 1:1 an der Performance des Basiswertes teil. Zu Verlusten kommt es, wenn die Aktie auch bei Fälligkeit über ihrem Ausgangskurs steht (und vorher den PROTECT-Level verletzt hat). Notiert sie bei 150,00 Euro, erhält der Investor nur 50,00 Euro zurück. Steht die Aktie über 200,00 Euro, erleidet der Anleger einen Totalverlust.


Aufbau

Ein REVERSE-PROTECT-Discount-Zertifikat besteht aus einer Put-Option mit einem Basispreis, der 100% über dem Ausgangskurs des Basiswertes liegt, einem Up-and-Out-Call mit einem Basispreis in Höhe des Basispreises (Cap) und einer Up-and-Out-Schwelle in Höhe des PROTECT-Levels sowie einem verkauften Put mit einem Basispreis in Höhe des Basispreises (Cap) des Zertifikates.


Risiko

Das Risiko ist bei REVERSE-PROTECT-Discount-Zertifikaten im Übrigen höher als bei klassischen Discount-Zertifikaten. Zwar kann auch bei diesen der Totalverlust des eingesetzten Geldes eintreten. Doch der Basiswert müsste hierzu auf null sinken. Das passiert an der Börse selten, beispielsweise wenn die betreffende Aktiengesellschaft Insolvenz anmelden muss. Bei REVERSE-Zertifikaten kommt es zum Totalverlust, wenn sich der Kurs des Basiswertes verdoppelt, was beispielsweise in der Zeit von 2003 bis 2006 zahlreichen Aktien gelang.


Weitere Varianten von Discount-Zertifikaten


Quelle

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