Quantitatives Easing
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Ein quantitatives Easing ist ein Geldmengeninstrument, welches die Notenbanken anwenden, wenn die Zinsen bei 0 % oder nahezu bei 0 % liegen, aber diese Massnahmen nicht ausreichen, um die Wirtschaft zu stimulieren.
Dabei weitet die Notenbank ihre Bilanzsumme aus, um Vermögenswerte aufzukaufen. Diese Vermögenswerte (toxische Wertpapiere) kommen in der Regel von Banken und somit werden diese entlastet. Die Notenbank hofft daraufhin, dass die Banken in der Kreditvergabe wieder expansiver und daher grosszügiger werden, damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommt. Die zweite Möglichkeit ist, dass die Notenbank direkt Staatsanleihen aufkauft, um die Verzinsung dieser zu drücken. Damit wird eine Veranlagung in Staatsanleihen unattraktiver, was wiederum die Kredit- und Kapitalaufnahme von Firmen erleichtert bzw. verbilligt.
Das Geld, welches die Notenbank dafür verwendet, wird von ihr „geschaffen“. Umgangssprachlich spricht man davon, dass Geld gedruckt wird. Die Gefahr des quantitativen Easings liegt vor allem darin, dass es einerseits eines der letzten expansiven Möglichkeiten der Geldpolitik ist, andererseits dieses „neugeschaffene“ Geld früher oder später wieder aus dem Markt abgezogen werden muss, denn sonst würde Inflation bzw. die nächste Blase entstehen. Dieses Abziehen des Geldes ist aber sehr schwierig, da es in der Regel eine Wirtschaftsabschwächung nach sich zieht.
Die Notenbanken Japans haben diese Methode Anfang 2001 eingesetzt. Die FED und die Bank of England wenden dieses quantitative Easing seit geraumer Zeit an. Die EZB seit der ersten Jahreshälfte 2009.
Quelle
http://www.be24.at/blog/entry/622101/was-ist-ein-bail-out-was-ist-ein-quantitatives-easing

