Polen
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Allgemein
Polen (amtlich auf poln. Rzeczpospolita Polska) ist ein Staat in Mitteleuropa. Das Land grenzt im Norden an die russische Exklave Kaliningrad (210 km) und an Litauen (103 km), im Osten an Weißrussland (416 km) und die Ukraine (529 km), im Süden an die Slowakei (539 km) und Tschechien (790 km) sowie im Westen an Deutschland (467 km). Des Weiteren hat das Land eine 528 km lange Ostseeküste. Insgesamt sind Polens Grenzen 3.582 km lang. Die längste Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 649 km, die längste Ost-West-Ausdehnung 689 km.[3]
Polen ist Mitgliedstaat der Europäischen Union seit dem 1. Mai 2004 (siehe EU-Erweiterung 2004).
Der Name Polen kommt vom westslawischen Stamm der Polanen (pln. Polanie, vom Wortstamm pol=Feld), die sich im 5. Jahrhundert im Gebiet der heutigen Wojewodschaft Großpolen um Posen (pln. Poznań) und Gniezno, zwischen den Flüssen Oder und Weichsel, niederließen.
Quellenverweis [1]
Fläche: 312.685 km² Staatsform: Parlamentarische Republik
Bevölkerung: 38,1 Mio.
Hauptstadt/Ew.: Warschau / 1,70 Mio.Ew.
Geschäftssprache: Polnisch, Englisch
Staatsform: Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt: Lech Kaczyński
Regierungschef: Donald Tusk
Wirtschaft
Bedeutende Wirtschaftssektoren: Verarbeitende Industrie (Nahrungs- u. Genussmittel, Maschinenbau, Elektrotechnik, chemische Industrie, Fahrzeug- u. Metallindustrie, Möbelindustrie), Schwerindustrie - Abbau mineralischer Rohstoffe (Steinkohle, Schwefel, Kupfer, Silber), Bauwirtschaft, Handel und Finanzdienstleistungen, Landwirtschaft. Wachstumsbereiche sind zB IT, Automobilsektor, Umwelttechnologien, Infrastruktur, Dienstleistungen, Verpackungen, hochwertige Lebensmittel.
Wirtschaftswachstum: 2007: 6,6%; 2008: 5,4% (Prognose)
BIP-pro-Kopf (nominell) : 2007: 8.089 EUR; 2008: 9.942 EUR (Prognose)
BIP nominell: 2007: 308,2 Mrd. EUR; 2008: 378,8 Mrd. EUR (Prognose)
Inflation: 2007: 2,5%; 2008: 4,4% (Prognose)
Arbeitslosigkeit: 2007: 12,8 %; 2008: 9,9% (Prognose)
Staatsverschuldung (in % des BIP) : 2006: 47,6%; 2007: 45,2%; 2008: 44,3% (Prognose)
Währung: PLN – Polnische Zloty Devisenreserven: 41,72 Mrd. EUR (09/08)
Wechselkurs (zum EUR) : 2007: 3,79; 2008: 3,40 (Prognose) S&P-Rating: A- (Stand: 09/08)
AUSSENHANDEL
Exporte: 2007: 101,1 Mrd. EUR (+11,7%); I-VI 2008: 57,2 Mrd. EUR (+6,9%)
Wichtigste Exportmärkte: EU (Deutschland, Frankreich, Italien, Vereinigtes Königreich (UK), Russland)
Bedeutendste Warengruppen/Export: Pkw, Kfz-Teile, Dieselmotoren, Sitzmöbel, Elektrogeräte (v.a. Fernseher, Computer), Kupferdraht, Schiffe und Boote, Möbel, Kupfer und -legierungen, Baukonstruktionen
Importe: 118,8 Mrd. EUR (2007), + 14,4%; I-VI 2008: 68,1 Mrd. EUR (+8,8%)
Wichtigste Herkunftsländer/Import: Deutschland, Russland, China, Italien, Frankreich
Bedeutendste Warengruppen/Import: Erdöl, Kfz-Teile, Pharmazeutika, Teile für Elektrogeräte (Fernseher, Computer), Teile für Motoren, Schiffe und Boote, Telekom-Zubehör
Österreichische Exporte: 2007: 3,01 Mrd. EUR ( +25,9%); I-VI 2008: 1,64 Mrd. EUR (+12,9%)
Bedeutendste Exportprodukte: Schaltgetriebe, Karosserieteile, Karosserien, Lkw, Kolben-verbrennungsmotoren, elektr. Maschinen u. Apparate, Bleche>600mm, Kunststoffbeschläge, Verpackungen aus Papier und Pappe, Arzneimittel, Metallbeschläge u. Scharniere, Eisen- u. Stahlrohre, Aluminiumfolien u. Behälter, Möbelteile
Österreichische Import: 2007: 1,82 Mrd. EUR (+ 12,3%); I-VI 2008: 1,02 Mrd. EUR (+18,5%)
Bedeutendste Importprodukte: mineral. Brennstoffe (Kohle, Koks), Kupferdraht, Kfz-Teile, Möbel u. –teile, Lkw, Pkw, Sitzmöbel, Teile f. Krane u. Erdbewegungsmaschinen, Computer, Frucht- u. Gemüsesäfte
Quellenverweis [2]
Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich
Polen ist ein sehr wichtiger Handelspartner
Österreichs. Im Jahr 2007 hat Polen Waren im
Wert von über 1,81 Mrd. Euro nach Österreich
verkauft und im Gegenzug dafür Waren im
Wert von fast 2,93 Mrd. Euro aus Österreich
eingekauft.
Zu den Waren, die Österreich aus Polen
einkauft, zählen zB Frucht- und
Gemüsesäfte, mineralische Brennstoffe
(Kohle, Koks), Kupferdraht, Möbelteile, Lkw,
Kfz-Teile, Pkw, Halbzeug aus Eisen und Stahl,
Sitzmöbel.
Umgekehrt schätzt Polen österreichische
Waren wie Maschinen und Anlagen für den
Industriebedarf, Kfz-Teile, Lkw und Pkw,
Bleche, Beschläge aus Kunststoffe und
Polymere, Verpackungen aus Papier und
Pappe, Arzneimittel, Metallbeschläge,
Scharniere und Möbelteile.
Österreich ist aber auch der achtgrößte
Investor in Polen. Wichtige Branchen sind der
Energiebereich, der Bausektor, der
Lebensmittelbereich, der produzierende
Bereich, die Telekommunikation und der
Handel. Ein großes Projekt im Umweltbereich ist zB
jenes von Wienstrom GmbH, dem
burgenländischen Stromversorger BEWAG und
Raiffeisen: gemeinsam mit einer polnischen
Gesellschaft (Polska Sila Wiatru sp. z o.o.)
werden Windparks in Polen entwickelt.
Quellenverweis [3]


