Oberösterreich

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Flagge Oberösterreichs
Flagge Oberösterreichs
In Oberösterreich leben rund 1,4 Millionen Einwohner. Nach Wien und Niederösterreich ist Oberösterreich bezogen auf die Einwohnerzahl das drittgrößte Bundesland Österreichs.

Oberösterreich ist das Industrieland Nummer 1, ca. 23 % der Beschäftigten waren 2006 im produzierenden Bereich tätigt. Auch eine niedrige Arbeitslosenquote und ein sehr hoher Anteil an Facharbeitern zeichnen die Wirtschaft Oberösterreichs aus.

Das Land und dessen wirtschaftliche Entwicklung sind stark geprägt von Salz, Eisen, Landwirtschaft, Technologie und Gastwirtschaft. Bis 450 v.Chr. war Salz Lebensquelle der ansässigen Kelten. Im Mittelalter wurden die aus der Landwirtschaft gewonnenen Lebensmitteln gegen Eisen getauscht. Damit begann das Zeitalter der Hämmer und Schmieden im Ennstal. In Steyr, wo sich während der Kaiserzeit die Waffenschmiede des Reiches befand, werden heute BMW-Motoren erzeugt. In Linz, mit einem der größten Binnenhafen Mitteleuropas, fasste die Stahlproduktion mit den Voest-Werken Fuss.

Quelle: www.statistik.at, Wirtschaftsatlas Österreich
Quelle: www.statistik.at, Wirtschaftsatlas Österreich
Auch der Tourismus nimmt einen wichtigen Stellenwert in Oberösterreichs Wirtschaft ein. Es ist ein abwechslungsreiches Ferienziel mit Brauchtumspflege, kulinarischen Köstlichkeiten und einer sehr großen landschaftlichen Vielfalt: von sanften Granit-Hügeln des Mühlviertels über romantische Flusstäler bis hin zu den majestätischen Gebirgen und den glasklaren Seen des Südens.


Inhaltsverzeichnis

Wussten Sie, dass ...

  • … die meisten kinderreichen Paare in Oberösterreich leben (2006: 36.800).
    Linzer Wahrzeichen - Pöstlingberg
    Linzer Wahrzeichen - Pöstlingberg
  • … die Frauen-Teilzeitquote mit 44,6% (2006) die zweithöchste nach Vorarlberg ist.
  • … Oberösterreich im Jahr 2006 mit 72,6% die höchste Erwerbstätigenquote bezogen auf die 15- bis 64-Jährigen verzeichnet.
  • Facharbeit geschätzt wird: Rund 97.500 der männlichen Erwerbspersonen arbeiten als Facharbeiter, Vorarbeiter oder Meister (2006).
  • … Oberösterreich den höchsten Rinder- (590.761) und Schweinebestand (1.145.778) in Österreich (1.12.2006) hat.
  • … Oberösterreichische Haushalte die höchsten Verbrauchsausgaben aller Bundesländer haben: Rund 2.730 € werden monatlich ausgegeben (2004/05).
  • … das Oberösterreich österreichweit die höchsten Schülerzahlen aufweist (2006/07: 220.467).
  • … in Oberösterreich in 152 Musikschulen 1.535 Lehrende 57.000 angehende Musikantinnen und Musikanten unterrichten.

Quelle: Statistik Austria Zahlen.Daten.Fakten Österreich 2007


Wirtschaftsstandort Oberösterreich

Oberösterreich hat sich wegen der offensiven Wirtschaftspolitik in den letzten Jahren hervorragend entwickelt und bringt die besten Voraussetzungen mit, sich nachhaltig in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus unter den Top-Regionen Europas zu platzieren.

Österreichs führende Industrieregion ist durch eine sehr starke Dynamik und wirtschaftliche Stabilität gekennzeichnet. Starkes Beschäftigungswachstum und niedrige Arbeitslosigkeit sind das Ergebnis der Wettbewerbsstärke der Region und ihrer Unternehmen.

In Oberösterreich herrschen ideale Rahmenbedingungen für Unternehmen und Investoren, hohe Kreativität, Leistungsbereitschaft und Produktivität der Menschen, in Kombination mit der zentralen Lage, der gemeinsamen Grenze mit Bayern und Tschechien macht die Infrastruktur Oberösterreichs zu einem interessanten Produktions- und Logistikstandort.

Seit dem Jahr 2002 ist das Land Oberösterreich ohne Schulden und verfügt über ein Finanzvermögen, das die Finanzierung des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur und Zukunftsinvestitionen in F&E und Bildung ermöglicht. Die oö. Technologie- und Bildungsoffensive wurde Ende der 90er Jahre eingeleitet und wird mit dem durch Verkauf von Beteiligungen an Banken, der Energie AG und aus Wohnbaudarlehen gewonnenen finanziellen Spielraum fortgesetzt.

Quelle: Landesregierung Oberösterreich


Wichtige Wirtschaftszweige in Oberösterreich

Rund ein Viertel der österreichischen Industrieproduktion und der Exporte wird von oberösterreichischen Unternehmen erwirtschaftet. Damit ist Oberösterreich das führende Export-, Industrie- und Technologiebundesland. Vor allem der produzierende Sektor und insbesondere die Industrie verleihen dem "Land ob der Enns" seine wirtschaftliche Dynamik.

Die Wirtschaftsstruktur Oberösterreichs ist geprägt von einigen großen Leitunternehmen und einer Vielzahl von Klein- und Mittelbetrieben. Die meisten davon haben sich in "Nischen" auf ihre besonderen Stärken spezialisiert. Viele zählen bezüglich ihres Marktanteils und der Technologie zu den führenden Unternehmen Europas und der Welt. Weiter führende Informationen zu den Top 500 Oberösterreichischen Unternehmen sind unter den Weblinks zu finden.
Quelle: www.statistik.at, Wirtschaftsatlas Österreich
Quelle: www.statistik.at, Wirtschaftsatlas Österreich


Wichtige Branchen in Oberösterreich Fahrzeuge und automotive Komponenten (z.B.: Motorenwerk von BMW, LKW-Produzent MAN, KTM, Rosenbauer, Bombadier-Rotax, MIBA)

  • Maschinen-, Anlagenbau, Umwelttechnik (ENGEL, Trumpf Maschinen Austria, VATECH, Scheuch)
  • Metallerzeugung und -bearbeitung (voestalpine, AMAG)
  • Kunststoff, Chemie, Papier (DSM, Lenzing AG, FACC)
  • Holzbau, Möbel (Wiesner Hager, EWE, HAKA, HALI, JOSKO)
  • Lebensmittel, Brauereien (Brauunion in Grieskirchen, Ried, Freistadt, Schlägl, Elfin)
  • Informations- und Kommunikatinstechnologie (LIWEST, Fabasoft, BMD Systemhaus, SAP Österreich)
  • Ökoenergie (Energie AG, LINZ AG)
  • Gesundheitstechnologie (Gespag, BWT AG)
  • Tourismus und Gastronomie (Salzkammergut, Mühlviertel, Linz - Kulturhauptstadt

Quelle: Landesregierung Oberösterreich


Börsenotierte oberösterreichische Unternehmen

  • Böhler-Uddeholm (Stahlprodukte) in Wien
    Quelle: www.ftd.de
    Quelle: www.ftd.de
  • BWT (Wassertechnologie) in Mondsee
  • Christ (Anlagenbau Reinstwasseraufbereitung) in Mondsee
  • Fabasoft (Softwareproduzent für Electronic Government) in Linz
  • Gericom (Computerproduzent) in Linz
  • KTM (Motorsportfahrzeuge) in Mattighofen
  • Lenzing (Kunststoffprodukte) in Lenzing
  • Polytec (Kunsstoffteile für Automobilindustrie) in Hörsching
  • Rosenbauer (Spezialfahrzeuge für Flughäfen etc.) in Leonding
  • Teak Holz Int. AG (Teakholzindustrie) in Linz
  • Voestalpine (Stahlverarbeitung) in Linz


Künftige Projekte / Strategische Entscheidungen

Innovatives Oberösterreich 2010

"Die Zukunft gemeinsam gestalten!" ist das Motto des Strategischen Projektes Innovatives Oberösterreich 2010. Das Programm wurde vom Land Oberösterreich iniziert und wird in enger Zusammenarbeit mit dem Rat für Forschung und Technologie für OÖ (RFT OÖ) durchgeführt. Verantwortlich für die Umsetzung ist die OÖ Technologie- und Marketinggesellschaft mbH (TMG).

Ziel des Programmes ist die Förderung des Wachstums und der Beschäftigung im Bundesland. Für die Realisierung stehen von 2005 bis 2010 rd. 600 Millionen Euro, davon 200 Millionen Euro vom Land OÖ zur Verfügung. 250 Expertinnen und Experten waren an der Programmerstellung beteiligt und haben den Schwerpunkt des Projektes auf nachfolgende 5 Themenbereiche gelegt:

5 Themenbereiche Schwerpunkte je Thema
Forschung & Entwicklung Mechatronik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Life Sciences, innovative Werkstoffe, Logistik
Berufliche Qualifikation Frauen in die Technik, Weiterbildung, Anpassung von Bildungsstrukturen, Förderung von Spitzenkräften
Netzwerke Stabilisierung, Weiterentwicklung und Förderung der internationalen Beziehungen in den Bereichen Humanressource, Logistik, Design & Medien
Wirtschafts- und Technologiestandort Vorraussetzungen für die unternehmerischen Tätigkeiten verbessern, Unterstützung der Technologie- und Mobiliätsförderung
EU-Networking Verstärkung der Austauschbeziehungen und Partnerschaften mit neuen EU-Mitgliedsstaaten, besser Nutzung der Förderprogramme der EU


EU-Förderprogramme

Wirtschaftsprogramme wie das Ziel-2-Programm und sein Nachfolgeprogramm "Regionale Wettbewerbsfähigkeit" sind auf eine Steigerung der Wertschöpfung, die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Verbesserung der regionalen Entwicklung ausgerichtet. Und sie treffen diese Zielsetzungen punktgenau.


Regio 13 - Regionale Wettbewerbsfähigkeit OÖ 2007 - 2013 Die Schwerpunkte des EU-kofinanzierten Programms Regio 13 liegen in den Bereichen Wissensbasis und Innovation sowie nachhaltige Entwicklung. Ziel ist es die offensive Regionalpolitik des Landes Oberösterreich erfolgreich weiterzuentwicklen.

Der Standort und die Wirtschaft Oberösterreichs sollen wirksame Impulse für eine dynamische und nachhaltige Entwicklung erhalten, die auch strukturschwächere und peripher gelegene Landesteile einschließt.

Im Unterschied zum Ziel 2-Programm 2000-2006, wo besondere Gebiete Oberösterreichs als förderfähig ausgewiesen wurden, kann in der neuen Förderperiode ganz Oberösterreich vom EU-Programm Regio 13 profitieren. Dafür stehen dem Bundesland Oberösterreich 95,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung zur Verfügung!


Nachfolgende Bereiche werden nach Prioritäten gefördert:

Priorität 1: Wissensbasis und Innovation

  • Außeruniversitäre Forschungs- und Technologieinfrastruktur
  • Kompetenzzentren, Unterstützung angewandter Forschung
  • Innovative Investitionen in Betrieben
  • Netzwerke
  • Betriebliche Forschung & Entwicklung
  • Unternehmensgründungen, Betriebsübergabe, Risikokapital


Priorität 2: Attraktive Regionen

  • Nachhaltige Standort- und Regionalentwicklung
  • Förderung von innovativen Energieprojekten
  • Betriebliche Umweltinvestitionen
  • Innovative Kulturleitprojekte
  • Stadtentwicklung Linz


Ziel 2-Programm Oberösterreich 2000-2006

Die Teilnahme am Ziel 2-Programm 2000-2006 hat sich für Oberösterreich gelohnt: Für mehr als 2.000 umgesetzte Projekte konnten Fördermittel in Höhe von 233 Millionen Euro lukriert werden. Die Programmziele wurden anhand der folgenden vier Schwerpunkte umgesetzt:

  • Ausbau und qualitative Weiterentwicklung der wirtschaftsnahen Infrastruktur, inklusive Tourismus
  • Qualitative und quantitative Weiterentwicklung von Gewerbe, Industrie, Dienstleistungen und Tourismus
  • Nachhaltige regionale Wirtschaftsentwicklung
  • Technische Hilfe


Weblinks

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