OUTPERFORMANCE-Cap-Zertifikate

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Bei den Outperformance-Zertifikaten kommt der Dividende eine zentrale Rolle zu, doch viele, vor allem schnell wachsende Unternehmen, schütten nur sehr wenig aus.Bei diesen Aktien fehlt deshalb die Basis für attraktive Outperformance-Zertifikate. Es wären lediglich Zertifikate mit sehr geringen Hebelfaktoren oder mit sehr langen Laufzeiten denkbar.

Dennoch werden auch Outperformance-Zertifikate auf Aktien mit niedrigen Dividendenrenditen an, zum Beispiel auf die Adidas-Aktie. Weil die Dividendenrendite für einen attraktiven Hebelfaktor nicht ausreicht, muss der Emittent eine neue Lösung finden. Sie heißt Outperformance-Cap-Zertifikat.















Inhaltsverzeichnis

Das Ertragsprofil

Wie es der Name schon andeutet, weist dieser Zertifikatetyp einen wesentlichen Unterschied zu klassischen Outperformance-Zertifikaten auf: Die Gewinnmöglichkeiten sind begrenzt. Der Anleger nimmt zwar zunächst überproportional an den Kurssteigerungen des Basiswertes teil, aber nur bis zu einer vorher festgelegten Kursgrenze, dem Cap. Die folgende Grafik zeigt das Auszahlungsprofil eines Outperformance-Cap-Zertifikates. Das Beispiel bezieht sich diesmal auf die YZ AG, die nur eine niedrige Dividende ausschüttet. Das Zertifikat hat wieder einen Basisbetrag von 100,00 Euro und eine Laufzeit von zwei Jahren. Der Hebelfaktor beträgt 1,4. Die Kursgrenze (Cap) liegt bei 125,00 Euro. Daraus errechnet sich ein Höchstbetrag von 135,00 Euro.

Aufgrund der Hebelwirkung zeigt das Outperformance-Cap-Zertifikat genau wie die beiden anderen Varianten eine überlegene Kursentwicklung, sobald die YZ-Aktie den Basisbetrag von 100,00 Euro übersteigt. Allerdings ist die überproportionale Partizipation auf einen Korridor begrenzt. Nur bis zum Cap von 125,00 Euro wirkt der Outperformance-Mechanismus. Sobald die YZ-Aktie den Höchstbetrag von 135,00 Euro übersteigt, ist das Direktinvestment in die Aktie die bessere Alternative.

Der Aufbau

Natürlich ist eine Struktur mit einer Gewinnbeschränkung nicht optimal. Ohne diesen Zusatz wäre es allerdings bei Aktien mit niedrigen Dividendenrenditen nicht möglich, ein Outperformance-Zertifikat mit akzeptablem Hebelfaktor zu konzipieren. Wenn die Dividende niedrig ausfällt, steht ein geringerer Geldbetrag für den Kauf der Call-Optionen zur Verfügung. Somit ist eine weitere Einnahmequelle nötig. Einen zusätzlichen Ertrag zur Finanzierung der Outperformance-Struktur bringt der Verkauf von Call-Optionen. Bei diesen Optionen liegt der Basispreis in Höhe des Caps.

Outperformance-Cap-Zertifikat = Zero-Strike-Call
                              + Call-Optionen
                              – Call-Optionen (Basis = Cap)

Bei Outperformance-Cap-Zertifikaten verzichtet der Investor zugunsten eines höheren Hebelfaktors auf die unbegrenzten Gewinnmöglichkeiten, die klassische Outperformance-Zertifikate bieten.

Weitere Varianten von OUTPERFORMANCE-Zertifikaten

Quelle

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