Niederösterreich

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Niederösterreich ist, bezogen auf die Einwohnerzahl das zweitgrösste, gemessen an der Fläche das grösste Bundesland Österreichs. Niederösterreich wird in 4 Viertel unterteilt. Die Gebiete nördlich der Donau, das Waldviertel und Weinviertel, grenzen an Tschechien. Die Gebiete südlich der Donau werden in das Industrieviertel und das Mostviertel unterteilt. Als Landeshauptstadt wurde 1986 nach einer Volksabstimmung St.Pölten gewählt. Davor waren die Landesregierung und Verwaltungsbüros in Wien untergebracht.


Inhaltsverzeichnis

Wirtschaft

Industrieviertel

Schon 1783 bildete das Viertel unter dem Wienerwald, das Industrieviertel, den Schwerpunkt der Wirtschaft. Günstige Standortfaktoren wie die Nähe zu den Rohstoffvorkommen von Holz, Eisen und Kohle, sowie der vorhandenen Energiequellen wie Wasserkraft und Holz und des vorhanden Absatzmarktes der Großstadt Wien führten zu einer vermehrten Ansammlung von Unternehmen. Vor allem entlang der Thermenlinie sind nach 1955 viele kleine und größere Industriezentren, wie das Industriezentrum Niederösterreich Süd von Eco Plus, aufgebaut worden. So sind auch Betriebe aus der Stadt Wien als erstes in diesen Bereich übersiedelt. Das führte dazu, dass der Bezirk Mödling, obwohl der kleinste Bezirk im Bundesland, das höchste Steueraufkommen in Österreich besitzt.

Mostviertel

Das Mostviertel ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt, die wirtschaftliche Stärke der Eisenwurzen liegt noch immer in der eisen-, stahl sowie der holzverarbeitenden Industrie. Im Mostviertel liegen einige große und viele kleine Sägewerke, die das Holz der Wälder ringsum verarbeiten. Der Hauptanteil der Wirtschaft sind klein- und mittelständische Betriebe. Die größten Arbeitgeber im Kernland sind: Böhler-Uddeholm (Stahl), Mondi (früher: Neusiedler) (Papier), Umdasch/Doka (Holz/Stahl), Stora Enso Timber (Holz), Welser (Stahl), Mosser (Holz), Bene Büromöbel (Holz/Stahl), Miller Messer (Stahl), Busatis (Stahl), Riess (Stahl).


Waldviertel

Das Waldviertel ist von jeher ein strukturschwaches Landwirtschaftsgebiet. Neben der Landwirtschaft (Teichwirtschaft, Karpfen) entstand hier sehr zeitig eine Textilindustrie, die sich aus den zahlreichen Kleinwebereien entwickelte. Speziell Bandwebereien und Flechtereien entstanden hier, die dem Waldviertel auch den Beinamen "Bandlkramerlandl" gaben. Erst durch die Öffnung des Eisernen Vorhangs konnte das Waldviertel durch das neue Hinterland wirtschaftlich aufholen. Einen wichtigen Faktor stellt auch der Fremdenverkehr dar. Hier wird vor allem auf sanften Tourismus und Wellnesstourismus gesetzt.


Weinviertel

Neben dem Weinbau und der Agrarindustrie tragen auch andere Branchen zur Wirtschaft des Weinviertels bei: Die Nahrungsmittelindustrie, Baustoffindustrie, sowie Chemie und die Förderung von Erdöl und Erdgas durch die OMV im Osten des Weinviertels in den so genannten Erdölgemeinden Neusiedl an der Zaya, Zistersdorf, Matzen, Auersthal und Prottes. Aufgrund der Nähe zu Wien spielt auch der Ausflugsverkehr eine Rolle in der Wirtschaft des Weinviertels. Durch das Pannonische Klima und die Lößböden eignet sich das Weinviertel besonders für den Weinbau. Die Großlagen für den Weinbau sind die Retzer Weinberge, die Falkensteiner Weinberge, das Matzner Hügelland, Wolkersdorfer Hochleithen, Hagenbrunn und Bisamberg.

Folgende Rebsorten werden hauptsächlich angebaut:

   * Grüner Veltliner
   * Weißburgunder
   * Welschriesling
   * Zweigelt
   * Blauer Portugieser

Neu ist der Weinviertel-DAC. Er steht für gebietstypisch ausgebauten „Grünen Veltliner“ mit pfeffrigem Geschmack.

Unternehmen


Wussten Sie, dass....

  • Beim Einkommen aller unselbstständig Erwerbstätigen lag Niederösterreich 2006 mit 24.377 € (jährlich, brutto) an der Spitze der Bundesländer.
  • Die niederösterreichische Wirtschaft wuchs im ersten Halbjahr 2007 um 3,8% (WIFO Prognose). Das ist das zweitgrößte Wirtschaftswachstum aller Bundesländer. Damit liegt Niederösterreich eindeutig über dem österreichischen Durchschnitt (3,6%).
  • Mit jährlich rund 6.000 Unternehmensneugründungen (Ø 2004–2006) liegt Niederösterreich
  • nach Wien an zweiter Stelle.
  • Niederösterreich ist ein Agrarland – mit ca. 30% leistet es den größten Beitrag zur Wertschöpfung in der österreichischen Landwirtschaft.
  • 6 von 10 Litern des österreichischen Weines stammen aus Niederösterreich.
  • Von den in Österreich geernteten Kartoffeln stammen über 80% aus Niederösterreich.
  • Das in Österreich geförderte Erdöl stammt fast zur Gänze und das Erdgas zu 2/3 aus Niederösterreich.
  • Windenergie – von 607 Anlagen in Österreich stehen 333 in Niederösterreich (2006).
  • In 1.049 Kindergärten werden 39.321 Kinder flächendeckend mit kostenlosen Betreuungsplätzen versorgt (2006/07).
  • Von 1.000 Personen nehmen in Niederösterreich 120 an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teil. Das ist ein Spitzenwert.


Weblinks


Quelle: Statistik Austria Quelle: Wikipedia

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