MULTI-TWIN-WIN-Zertifikat

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MULTI-TWIN-WIN-Zertifikaten liegen mehrere Basiswerte zugrunde. Der Clou dabei ist, dass hierdurch bessere Konditionen in Form von niedrigeren PROTECT-Leveln oder höheren Hebelfaktoren möglich sind. Dies geht jedoch einher mit einem erhöhten Risiko, da die Kursverläufe aller Basiswerte den Zertifikatspreis beeinflussen können.


Grundlagen

Das Prinzip der MULTI-TWIN-WIN-Zertifikate unterscheidet sich nur geringfügig von dem der klassischen Variante der TWIN-WIN-Zertifikate. Das Produkt wird mit Basispreisen in Höhe der Emissionsniveaus der jeweiligen Basiswerte und PROTECT-Level, die den prozentual gleichen Abstand zu den jeweiligen Emissionsniveaus aufweisen, ausgestattet. Sollten alle Basiswerte am Bewertungstag oberhalb ihres jeweiligen Basispreises schließen, erhält der Anleger zusätzlich zum Nennbetrag die positive Differenz zwischen Basispreis und Schlusskurs des Basiswertes am Bewertungstag, der die schlechteste Performance bezogen auf den Zeitpunkt der Emission aufweist, multipliziert mit dem Hebelfaktor.

Falls ein oder mehrere Basiswerte unterhalb ihres Basispreises schließen, so erleiden Sie keinen Verlust, wenn kein Basiswert während der Laufzeit seinen individuellen PROTECT-Level berührt hat. In diesem Fall würde das Zertifikat sogar zusätzlich zum Nennbetrag die positive Differenz zwischen Basispreis und Schlusskurs des Basiswertes unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses auszahlen, der bezogen auf den Emissionskurs die schlechteste Performance aufweist.

Die Chance auf eine Outperformance bei Kursanstiegen der Basiswerte oberhalb der individuellen Basispreise bleibt wie bei den klassischen Varianten selbst dann bestehen, wenn ein PROTECTLevel erreicht wurde. Sollte in diesem Fall allerdings nur ein Basiswert unterhalb seines Basispreises schließen, so richtet sich die Rückzahlung des Zertifikates nach der Entwicklung des Basiswertes mit der bezogen auf den Emissionszeitpunkt schlechtesten Performance.

Das Auszahlungsprofil eines MULTI-TWIN-WIN-Zertifikates gleicht dem der klassischen TWIN-WIN-Zertifikate. Zu berücksichtigen ist lediglich, dass für die Höhe der Rückzahlung immer nur der Schlusskurs des Basiswertes maßgeblich ist, der am Bewertungstag bezogen auf den Emissionszeitpunkt die schlechteste Entwicklung aufweist.

  Beispiel: MULTI-TWIN-WIN-Zertifikat
  Nennbetrag: EUR 100,00
  Laufzeit: 3 Jahre
  Hebelfaktor: 2,5
  Protect-Level: 70&% des Startniveaus
Szenarioanalyse eines MULTI-TWIN-WIN-Zertifikates
Szenarioanalyse eines MULTI-TWIN-WIN-Zertifikates

In der Szenarioanalyse wird deutlich, dass bei einem Anstieg aller Basiswerte das Zertifikat überproportional partizipiert. Der PROTECT-Level schützt bis zu einem gewissen Grad vor fallenden Kursen und wandelt wie bei den klassischen Varianten Kursverluste in Gewinne um. In diesem Fall profitiert der Anleger sogar doppelt, da auch hier für die Rückzahlung der Basiswert mit der schlechtesten Performance herangezogen wird und sich so der Rückzahlungsbetrag entsprechend erhöht. Im Szenario 3 wird allerdings das erhöhte Risiko dieser Zertifikatsvariante deutlich, da der Anleger hier einen Verlust einfährt, obwohl sich ein Basiswert positiv entwickelt hat.





















Weitere Varianten von TWIN-WIN-Zertifikaten


Quelle

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