Josef Ackermann

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Dr. Josef Ackermann
Dr. Josef Ackermann
Dr. Josef Ackermann wurde 1948 in Mels im Sarganserland in der Schweiz geboren. Seit Mai 2001 ist er Vorstandschef der Deutschen Bank.


Karriere

Nach der Promotion im Jahre 1977 war Herr Ackermann in mehreren Führungspositionen in New York, Lausanne und London bei der SKA (Schweizerischen Kreditanstalt) tätig. Im Jahre 1993 wurde er Vorsitzender der SKA, die zur Muttergesellschaft Credit Suisse gehört.

Im Juli 1996 verließ er schließlich nach Meinungsverschiedenheiten mit dem Verwaltungsrat die Credit Suisse und ging zur Deutschen Bank. Nach kurzer Zeit wurde er bereits Vorstandsmitglied und übernahm dort zuerst die Bereiche Kreditrisiken, später die Ressorts Marktrisiken, Treasury und Volkswirtschaft. Ab 1998 zeichnete er sich für den Bereich Globale Unternehmen und Institutionen verantwortlich. Herr Ackermann verantwortete innerhalb kürzester Zeit jenes Ressort, das in den vergangenen Jahren den größten Teil der Gewinne beherrschte. Weiters kann er die Integration der 1999 übernommenen US-Investment-Ban Bankers Trust als Erfolg für sich zählen.

Im Jahre 2002 wählte dann der Vorstand der Deutschen Bank Herrn Ackerman zum neuen Vorstandschef.

Die Wirtschafts- und Boulevardpresse stilisierte Ackermann zum Star einer neuen Ära und hieß ihn mit Titeln wie „Low-Key-Joe“ willkommen. Parallel dazu vollzog sich der Umbau der Deutschen Bank: Der Jahresüberschuss 2003 stieg von 397 Millionen auf 1,37 Mrd. Euro bei einer Bilanzsumme von 803,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 758,4 Mrd. Euro). Seitdem konnte die Deutsche Bank weitere Steigerungen vermelden: von 2.472 Mrd. Euro im Jahr 2004 auf 3.529 Mrd. Euro im Jahr 2005.


Mannesmann-Prozess und Subprime-Krise

Im Rahmen der sogenannten Mannesmann-Affäre musste sich Ackermann ab Januar 2004 vor dem Landgericht Düsseldorf verantworten. Die Anklage gegen ihn und fünf weitere Beteiligte lautete auf Untreue. Sie standen unter dem Verdacht, den Düsseldorfer Mannesmann-Konzern um rund 110 Millionen Mark (ca. 58 Millionen Euro) geschädigt zu haben. In einem ersten Prozess wurden Josef Ackermann und die fünf Mitangeklagten am 22. Juli 2004 freigesprochen. Nach einem Revisionsurteil des Bundesgerichtshofs kam es schließlich zu einem zweiten Prozess, der gegen Geldauflagen in Höhe von insgesamt 5,8 Millionen Euro eingestellt wurde.


Seine Popularität stieg erheblich, als er sich im September 2007 als erster deutscher Bankmanager zur sogenannten „Subprime-Krise“ äußerte und dabei auch Fehler der Deutschen Bank eingestand. Seine Offenheit wurde in dieser Situation gelobt.

Seine Karriere möchte Josef Ackermann 2010 beenden. In einem Interview erklärte er, danach seine Erfahrungen weitergeben zu wollen, „an der Uni oder vielleicht auch im gesellschaftlichen Bereich“


Quelle

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