Index-Zertifikate

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Index-Zertifikate eignen sich für Investoren, die mittel- bis langfristig mit einem Steigen des Marktes rechnen. Sie wollen sich aber nicht auf Einzelwerte festlegen, sondern ihr Risiko streuen und investieren daher ihr Geld in einen diversifizierten Index.

Statt in Einzelaktien zu investieren, nehmen Anleger bei einem Index-Zertifikat 1:1 und unbegrenzt an der Wertentwicklung eines Index teil. Entscheidet sich der Anleger zum Beispiel für ein ATX-Zertifikat, fällt und steigt der Kurs des Zertifikates im gleichen Ausmaß, in dem sich auch der Wiener-Börse-Index ATX auf- und abbewegt. Mit einem Index-Zertifikat können Anleger ihre Markterwartung direkt umsetzen. Durch die breite Zusammensetzung des Index streuen Anleger gleichzeitig ihr Risiko. Im Vergleich zu einer Investition in eine einzelne Aktie können bei einem Index-Zertifikat Verluste bei einer Aktie innerhalb des Index durch Gewinne bei einer anderen Aktie ausgeglichen werden. Index-Zertifikate haben in der Regel eine unbeschränkte Laufzeit (open-end).

Beispiel: Bei einem ATX-Zertifikat mit einem Bezugsverhältnis von 100:1 kostet das Zertifikat bei einem ATX-Stand von 2.800 Punkten 28 Euro. Steigt der Index auf 3.600 Punkte, so erhöht sich der Wert des Zertifikates ebenfalls auf 36 Euro. Fällt der ATX auf 2.200 Punkte, so ist auch das Zertifikat nur noch 22 Euro wert.

Index-Zertifikate verfügen über keinen Schutzmechanismus. Sie sind daher dem Marktrisiko zur Gänze ausgesetzt. Wichtig für die Kaufentscheidung des Anlegers ist darüber hinaus die Frage, ob das jeweilige Zertifikat in einen Performance-Index oder einen Kurs-Index investiert. Bei einem Performance-Index werden sämtliche Dividenden in den Index reinvestiert. Der Investor wird an den Dividendenzahlungen beteiligt. Bei einem Kurs-Index-Zertifikat ist dies nicht der Fall.

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