Diskontsatz

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Der Diskontsatz ist eines der beiden wichtigsten geldpolitischen Instrumente der US-Zentralbank Fed. Zu diesem Satz können die Geschäftsbanken kurzfristig Geld bei der Federal Reserve leihen. Er kommt vor allem in schwierigen Zeiten zum Tragen, wenn die Banken Probleme haben, sich anderweitig zu refinanzieren. Auf dem Höhepunkt der Krise im Herbst 2008 lag das tägliche Ausleihvolumen zum Diskontsatz in den USA bei 110 Mrd. Dollar(81,1 Mrd. Euro).

Als wichtigster Leitzins in den Vereinigten Staaten wird die Fed Funds Rate angesehen. Sie beschreibt den Zinssatz für Leihgeschäfte der Finanzinstitute untereinander zur Deckung ihrer Mindestreserveverpflichtung bei der Zentralbank. Braucht eine Geschäftsbank Kapital, zum Beispiel für einen größeren Kredit, und würde damit ihre Mindestreserveverpflichtungen unterschreiten, muss sie sich von einer anderen Bank, die einen Überschuss aufweist, dieses Geld leihen.

Im Gegensatz zur Fed Funds Rate ist der Diskontsatz ein fester Nominalzins. Eine Änderung der beiden Sätze hat große Auswirkungen auf die Kapitalmärkte

Auf die Verhältnisse des Euroraums übertragen entspricht der Diskontsatz dem Spitzenrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank (EZB). Der wichtigste Leitzins in Europa ist der Hauptrefinanzierungssatz. Daneben spielt noch der Einlagesatz eine Rolle in der europäischen Geldpolitik. Zu diesem Satz können Geschäftsbanken nicht benötigte Liquidität kurzzeitig, meist über Nacht, bei der EZB "parken".

QUELLE: APA

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