Dänemark

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Bild:Flag of Denmark.PNG Flagge Bild:COA of Denmark.png Wappen

Allgemein

Das Königreich Dänemark (dänisch Kongeriget Danmark) ist ein Staat, dessen Staatsgebiet zwischen der Skandinavischen Halbinsel und Mitteleuropa etwa 43.000 km² Fläche umfasst, von denen ungefähr ein Drittel auf die insgesamt 443 namentlich genannten Inseln (davon: 72 bewohnte)entfällt (insgesamt: 1419 Inseln über 100 m² Fläche).

Dänemark gehört seit 1973 zur Europäischen Union. Neben dem eigentlichen Staatsgebiet gehören die innenpolitisch autonomen Gebiete Grönland und die Färöer zum Königreich Dänemark und der NATO, jedoch nicht zur EU. Sie führen eigene Flaggen und haben eigene Amtssprachen.

Die einzige Landgrenze hat Dänemark zu Deutschland. Im dortigen, ehemals dänischen Südschleswig lebt eine relativ starke dänische Minderheit. In Dänemark gibt es dagegen im ehemals deutschen Nordschleswig eine deutsche Minderheit.

Quellenverweis: [1]



Fläche: 43.098 km²
Bevölkerung: 5,5 Mio. Einwohner
Hauptstadt/Ew. : Kopenhagen/672.218
Geschäftssprache: Dänisch, Englisch
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
Staatsoberhaupt: Königin Margrethe II
Regierungschef: Anders Fogh Rasmussen
Mitglied in wirtschaftlichen Organisationen: EU, OECD, WTO, Weltbank, IWF, EBRD

Quellennachweis: [2]


Wirtschaft

Dänemark wird von Reformern gerne als Beispiel für einen deregulierten Arbeitsmarkt angeführt, weil das Land über keinen mit der deutschen Regelung vergleichbaren Kündigungsschutz verfügt. Allerdings liegt der Anteil der öffentlich Beschäftigten mit ca. 28 % (800.000) (2006) aller Erwerbstätigen (ca. 2.800.000) etwa doppelt so hoch wie in Deutschland. Umgerechnet nach Vollzeitbeschäftigung steigt diese öffentliche Anteil auf über 38 % von insgesamt über 2,3 Millionen Vollzeitbeschäftigten. Unter dem Motto „Flexicurity“ werden liberale Beschäftigungsregelungen, hohe soziale Absicherung und eine aktive Arbeitsmarktpolitik miteinander kombiniert. Arbeitslose erhalten eine wesentlich höhere Arbeitslosenhilfe als in Deutschland und werden umfassend für neue Stellen qualifiziert.

Der gewerkschaftliche Organisationsgrad ist extrem hoch (über 75 %). Tarifverhandlungen finden zentralisiert zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften statt. Zwar besitzt Dänemark keinen gesetzlich festgelegten Mindestlohn, aber Mindestentgelte werden in der Regel durch Tarifverträge normiert und von den Betrieben eingehalten. Die Gewerkschaften haben das Recht, zum Boykott gegen Arbeitgeber aufzurufen, die sich nicht an die Tarifregelungen halten. Obwohl das dänische System den Arbeitgebern hohe Zugeständnisse abverlangt, wird es im Allgemeinen von allen Beteiligten akzeptiert, weil es sich in den vergangenen 100 Jahren als sehr erfolgreich erwiesen hat.

In internationalen Vergleichen schneidet Dänemark zumeist sehr gut ab. Die Beschäftigungsquote - auch bei älteren Arbeitnehmern - ist die höchste in der EU. Trotz der extrem hohen Steuer- und Abgabenquote (der Mehrwertsteuersatz beträgt 25 %, dies gilt ebenfalls für Bücher und Lebensmittel, der Spitzensteuersatz der Einkommensteuer liegt bei 63 %) gilt das Land als sehr flexibel und wettbewerbsfähig. Der Lebensstandard der Dänen ist einer der höchsten in der Welt, die Staatsverschuldung vergleichsweise niedrig. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Dänemark einen Index von 126 (EU-27:100) (2006). Mit Haushaltsüberschüssen von 4,9 % und 4,2 % des Bruttosozialprodukts war Dänemark in den Jahren 2005 und 2006 Spitzenreiter in der EU.

Quellenverweis: [3]


Bedeutende Wirtschaftssektoren: Landwirtschaft, Maschinen-, Elektronik-, Pharmaindustrie
Wirtschaftswachstum: 1,8 % (2007)
BIP-pro-Kopf: 41.684 EUR (2007)
BIP real: 227,55 Mrd. EUR (2007)
Inflation: 1,5 % (2007)
Arbeitslosigkeit: 3,4 % (2007)
Rating (Inst. Investors C.R.) : AAA
Auslandsverschuldung: 8,3 Mrd. EUR (2007)
Währung: Dänische Krone
Devisenreserven (09/08) : 21,48 Mrd. EUR
Wechselkurs (zum EUR) : 7,4523 (10/2007)

AUSSENHANDEL 2007
Exporte: EUR 74,45 Mrd. (2007)
Wichtigste Exportmärkte: Deutschland, Schweden, GB, USA, Norwegen
Bedeutendste Warengruppen/Export: Maschinen, landwirtschaftliche und pharmazeutische Produkte
Importe: EUR 72,23 Mrd. (2007)
Wichtigste Herkunftsländer/Import: Deutschland, Schweden, Niederlande, China, GB, Italien
Bedeutendste Warengruppen/Import: Maschinen, Fertigwaren, chemische Erzeugnisse
Österreichische Exporte (*): EUR 789,96 Mio. (2007)
Bedeutendste Exportprodukte: Mikroelektronik, Spezialmaschinen, Damenunterwäsche
Österreichische Importe (*): EUR 508,58 Mio. (2007)
Bedeutendste Importprodukte: Maschinen, Apparate, medizinische und pharmazeutische Produkte

(*)Statistik Austria

Quellenverweis: [4]

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