Burgenland
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Das Burgenland zählt 281.327 Einwohner (1. Quartal 2008) und ist gemessen an der Bevölkerungszahl das kleinste Bundesland Österreichs. Es ist auch das östlichste Bundesland und grenzt im Osten an Ungarn und im Westen an Niederösterreich und die Steiermark.Burgenland ist das jüngste Bundesland und erst seit 1921 Teil der Republik Österreich. Der Tourismus und der Weinanbau sind im Burgenland neben der treibenden Kraft der zahlreichen Klein- und Mittelbetriebe wichtige Wirtschaftfaktoren. Das Burgenland ist mit Niederösterreich das wichtigste Weinbaugebiet Österreichs. Über 16.000 Hektar werden im Burgenland bewirtschaftet.
Der Tourismus im Burgenland wurde in den letzten Jahren kontinuierlich besser. So stiegen die Nächtigungszahlen von 2004 bis 2006 jährlich um ca. 1,5% bis 2% an. Zugpferde des Tourismus im Burgenland sind der Neusiedler See, die ausgezeichente Kulinarik die zahlreichen Weinbaugebiete und die Thermen, die jeden Besucher zum entspannen einladen oder das besonders beliebte lange Radwegnetz.
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Wussten Sie, dass …
- … verschiedene Volksgruppen im Burgenland seit Jahrhunderten neben- und miteinander leben und ihre Sprachen und Traditionen bis heute wahren konnten.
- …Eisenstadt die einzige Stadt des Burgenlands mit mehr als 10.000 Einwohnern ist.
- … im jüngsten und östlichsten Bundesland Österreichs mit zum Teil pannonischen Klima es sonniger, wärmer und trockener als im übrigen Österreich ist.
- … die burgenländischen Festspiele in den Sommermonaten eine halbe Million Menschen anziehen.
- … die Nächtigungszahlen in den letzten zehn Jahren (1996-2006) um 28% stiegen.
- … für den Fahrradtourismus ein ausgebautes Radwegenetz von 1.730 km bereitsteht.
- … 31% der Landesfläche Natur- und Landschaftsschutzgebiete sind, wie z.B. der Nationalpark Neusiedler See.
- … ein Drittel der Erwerbstätigen als Pendler bzw. Pendlerin in einem anderen Bundesland arbeitet, über 23.000 davon in Wien.
- … ca. fast ein Drittel des österreichischen Weines im Burgenland erzeugt wird.
- … 6 Technologiezentren regionalwirtschaftliche Impulsgeber sind und die Attraktivität des Standortes Burgenland erhöhen.
- … Burgenland in den letzten zehn Jahren ein überdurchschnittlich hohes nominelles Wirtschaftswachstum von 4,2% pro Jahr vorweisen konnte.
Quelle: Austria Zahlen.Daten.Fakten Österreich 2007
Wirtschaftsstandort Burgenland
Eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens ist die Wahl des richtigen Standortes. Das Burgenland ist ein dynamisch wachsender Wirtschaftsraum, dessen Basis eine gesunde Wirtschaft darstellt und dadurch die Lebensqualität der Menschen einer Region wesentlich erhöht. Nur gesunde Betriebe können langfristig Arbeitsplätze, hohe Standards im Umweltschutz und ein umfassendes und gerechtes Sozialsystem sichern. Im Burgenland sind das neben den Leitbetrieben vor allem die Klein- und Mittelbetriebe.Das Burgenland ist auf Grund seiner wirtschaftlichen und politischen Stabilität, seiner ausgezeichneten Bildungseinrichtungen, seines unternehmerfreundlichen Klimas sowie seiner Lage im Herzen Europas ein attraktiver Wirtschaftsraum. Das Burgenland als unmittelbarer Nachbar zur Slowakei, Ungarn und Tschechien, bietet so als Drehscheibe zwischen Ost und West neue Perspektiven und ermöglicht grenzüberschreitende Partnerschaften und Kooperationsmöglichkeiten. Auch die Nähe zum größten heimischen Flughafen Wien schafft geeignete infrastrukturelle Rahmenbedingungen.
Wichtige Wirtschaftszonen im Burgenland
Vienna Region
Die Vienna Region - die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland bilden einen bedeutenden Wirtschaftsraum an der Südostgrenze Österreichs. Gemeinsam mit Südböhmen, Südmähren, Westslowakei und Westungarn bildet die Vienna Region ein europäisches Zentrum, das zur wirtschaftlichen Drehscheibe zwischen Ost und West wurde. Die Vienna Region ist ein Treffpunkt neuer Interessen und neuer Märkte, ein Standort mit Tradition in Industrie, Wissenschaft und Forschung, überdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum und hervorragenden Rahmenbedingungen, der in Zukunft durch die EU-Erweiterung noch mehr Bedeutung erlangen wird.
Alle drei Bundesländer bieten gemeinsam optimale Bedingungen für die Ansiedlung von Betrieben: von verstärkten EU-Wirtschaftsförderungen über hohe Wirtschaftsdynamik bis hin zu hochqualifizierten Mitarbeitern dank international anerkannter Universitäten und Akademien.
Technologiezentren
Technologiezentren sind ein sichtbares Zeichen für Innovation und wirtschaftliche Impulsgeber für eine Region. Als Kompetenzknoten mit modernster Ausstattung vernetzen sie Wirtschaft, Forschung und Lehre und erhöhen die Attraktivität eines Standortes.Insgesamt wurden 100 Mio. Euro bis 2006 in die nachfolgenden sechs burgenländischen Technologiezentren investiert:
- Neusiedl am See
- Eisenstadt
- Neutal
- Pinkafeld
- Güssing und
- Jennersdorf
Sie bieten den angesiedelten Unternehmen auf insgesamt rund 55.000 m² Mietfläche beste Infrastruktur und zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten zu attraktiven Konditionen. Die Entwicklung zweier europaweit zukunftsweisender Kompetenzzentren beweist den Erfolg: So konnte die WiBAG die beiden Technologiezentren Güssing und Jennersdorf auf ihrem Weg zu einzigartigen Know-How-Führern in den Bereichen „Erneuerbare Energie“ und „Optoelektronik“ kompetent und nachhaltig unterstützen.
Weinbauregionen
Rund ein Drittel des in österreich produzierten Weines werden im Burgenland hergestellt. Es ist neben Niederösterreich mit 16.000 Hektar bewirtschaftetem Gebiet eines der wichtigsten Weinbaugebiete Österreichs. Es wird untergliedert in die Weinbauregionen:
- Neusiedlersee (7303 Hektar)
- Neusiedlersee-Hügelland (3923 Hektar)
- Mittelburgenland (2326 Hektar) und
- Südburgenland (507 Hektar)
Thermenregion
Das umfangreiche Urlaubs- und Erlebnisangebot macht das Burgenland mit seinen Thermen und Wellnessresorts zu einer bedeutenden Wirtschaftsregion. Die stufenweise Entwicklung unterschiedlicher Konzepte – mit Schwerpunkten von Wellness, Beauty, Golf bis hin zu familien- und babygerechten Programmen – an den vier Standorten Bad Sauerbrunn, Lutzmannsburg-Frankenau, Bad Tatzmannsdorf und Stegersbach, erhöhen die wirtschaftliche Attraktivität des Sonnenlandes.Um die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandortes Burgenland auch in Zukunft gegenüber den Mitbewerbern zu sichern, setzt die WiBAG weiterhin auf eine Vielfalt des Angebotes. Aus diesem Grund wird in der Region Seewinkel eine neue Therme gebaut.
Börsenotierte Burgenländische Unternehmen
- HTI (Kunststoff, Metall, Maschinenbau) in Neudörfl
- Sanochemia (Arzneimittel) in Wien
Künftige Projekte / Strategische Entscheidungen
EU-Förderungen
Als wirtschaftlich unterentwickeltes jüngstes Bundesland Österreichs wurde das Burgenland 1995 zur Gänze zum Ziel-1-Gebiet der Europäischen Union erklärt. Diese Förderungen laufen in einer „Phasing Out“ Phase bis 2013 weiter. In den zehn Jahren hat sich das Burgenland wirtschaftlich weiter entwickelt.
Nach wie vor herrscht im Burgenland ein Nord-Südgefälle in der Wirtschaftskraft, welche nur sehr langsam ausgebaut und angeglichen werden. Je nach Entfernung pendeln täglich ca. 23.000 Burgenländer als Tages- oder Wochenpendler zur Arbeit nach Wien.
Neue Therme im Seewinkel
Neue Leitprojekte, wie der Bau einer Therme im Seewinkel in unmittelbarer Nähe zum Neusiedlersee und seinen Naturschutzgebieten, fördern die Entwicklung des Burgenlandes in Richtung Ganzjahresdestination, stärken die lokale Tourismuswirtschaft und stellen wichtige Impulse für Klein- und Mittelbetriebe der Region dar. Die Seewinkel-Therme soll am Standort Pimez-Lacke zwichen Frauenkirchen und St. Andrä gebaut werden. Der Bau des Thermenressorts Seewinkel ist - inklusive Projektierungs- und Erschließungskosten - mit 77 Millionen Euro veranschlag und soll weiteres Potential an 70.000 Übernachtungen und die Schaffung von rd. 200 neuen Arbeitsplätzen ermöglichen. Die Finanzierung der Therme soll über Kredite, Fördermittel und die Beteiligung von zahlreichen Gemeinden erfolgen.Das Heilwasser kann für Badekuren im Speziellen bei Rheuma, Gelenkserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Regulationsstörungen verwendet werden.



