Auftragseingänge

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Quelle: Eurostat

Erscheinung: monatlich

Zeitpunkt: vierte Woche

Verzögerung: + 2 Monate

Darunter versteht man den Wert der Auftragseingänge von Gütern des verarbeitenden Gewerbes innerhalb des Berichtsmonats. Zu diesen Gütern zählen vor allem Textilwaren, Bekleidung, Papierwaren, Metallerzeugnisse, chemische Waren, Maschinen, Datenverarbeitungsgeräte, elektronische Güter, Transportmittel und Fahrzeuge. Die Auftragseingangsdaten können wie die Produktionsdaten stark schwanken und unterliegen zusätzlich oft Revisionen.

Auftragseingänge ermöglichen Rückschlüsse über die anstehende Industrieproduktion, welche wiederum Aufschlüsse über den Konjunkturverlauf gibt. Die Auftragseingänge stellen somit einen guten Vorlaufindikator für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes dar. Zusätzlich wird noch zwischen inländischen und ausländischen Aufträgen unterschieden. Von den Auftragseingängen für dauerhafte Güter (durables) getrennt, werden monatlich für Deutschland zusätzlich noch die "Factory Orders" veröffentlicht, die auch Verbrauchsgüter (non-durables) beinhalten. Des Weiteren erfassen einige Länder (z. B.: Deutschland) Auftragseingänge im Baugewerbe (Unterscheidung: Hochbau/Tiefbau).

Bild: Auftragseingänge.jpg

Relevanz für Finanzmärkte: Da die Information dieses Vorlaufindikators (Verzögerung von zwei Monaten) schon in den Ergebnissen von Konjunkturumfragen enthalten ist, reagieren die europäischen Rentenmärkte nur im Fall unerwartet starker/schwacher Zahlen mit entsprechenden Kurverlusten/Kursgewinnen.

siehe auch im Internet: http://europa.eu.int/comm/eurostat/ http://www.destatis.de


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