Aktienanleihen
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Aktienanleihen sind Wertpapiere für tendenziell sicherheitsorientierte Anleger, die in steigenden oder seitwärts tendierenden Märkten auf überdurchschnittliche Zinszahlungen setzen und dafür bereit sind, Aktienrisiko einzugehen.
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Grundlagen
Aktienanleihen beziehen sich in der Regel auf Aktien und sind damit an die Kursentwicklung des Basiswerts gekoppelt. Sie sind wie Anleihen mit einem Kupon ausgestattet, der Zinszahlungen garantiert, allerdings wird die Rendite einer Aktienanleihe deutlich über der einer Anleihe liegen. Am Ende der Laufzeit wird dem Anleger der Emissionspreis entweder in bar zurückgezahlt oder er erhält eine zuvor festgelegte Zahl von Aktien. Die Zinsen werden vom Emittenten in jedem Fall ausbezahlt.
Bei Aktienanleihen müssen Sie zwischen der Zahlung der Zinsen und der Rückzahlung des Kapitals unterscheiden. Die überdurchschnittlich hohen Zinsen erhalten Sie in jedem Fall. Die Rückzahlung des Kapitals ist jedoch an eine bestimmte Aktie gebunden: Liegt der Kurs dieser Aktie am Stichtag auf oder über einem bei Emission festgelegten Niveau, dem sogenannten Basispreis, erhalten Sie den Nennbetrag der Anleihe in Geld zurück, das heißt, die Anleihe wird zu 100 % in bar getilgt. Liegt der Kurs der Aktie darunter, erhalten Sie eine vorher festgelegte Zahl von Aktien. Da aber der aktuelle Kurswert dieser Aktien niedriger ist als der Nennbetrag der Anleihe, verringert sich Ihre Rendite. Sie erleiden nur dann einen Verlust, sofern der Kaufpreis, den Sie für die Anleihe gezahlt haben, höher ist als die Zinszahlung und der aktuelle Kurswert der Aktien.
Beispiel: 12,50%-Aktienanleihe auf die XY AG. Basispreis 20,00 Euro, Anleihekurs 100%. Im Vergleich dazu: Rendite klassische Anleihe zu 2,50% p.a. und Rendite aus Kauf Aktie zu 21,00 Euro zuzüglich 1,00% Dividendenrendite.
Schlussfolgerung: Eine Aktienanleihe schneidet besser als eine klassische Anleihe oder eine Aktie ab, wenn sich die Aktie bei Fälligkeit innerhalb eines bestimmten Korridors rund um den Basispreis bewegt.
Was zu beachten ist
Der Zinssatz ist nicht alles. Wichtig ist es, eine Anleihe auf eine Aktie auszuwählen, der Sie Stabilität zutrauen. Wenn Sie dagegen eine Aktie als Highflyer oder als Wackelkandidaten einschätzen, sollten Sie sich für eine Aktienanleihe auf eine andere Aktie entscheiden. Ideal ist es, wenn der Kaufpreis der Anleihe knapp unter oder um 100% des Nennbetrages notiert. Sollten Sie übrigens bei Fälligkeit Aktien erhalten, bleibt Ihnen eine wichtige Chance: Sie können die Aktien in Ihr Depot nehmen und damit auf eine spätere Kurserholung setzen.
Der Höchstbetrag wird bei Fälligkeit ausgezahlt, wenn der maßgebliche Aktien- oder Indexkurs am Ausübungstag auf oder über diesem Wert schließt. Notiert der Bezugswert darunter, liefert Ihnen der Emittent für jedes Zertifikat eine Aktie. Solange der Basiswert über dem Kaufpreis des Zertifikats schließt, bleiben Sie also in der Gewinnzone. Erst wenn der Kurs des Basiswerts bei Fälligkeit unter dem Kaufpreis notiert, stellt sich ein Verlust ein.


