Österreich

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Allgemein

Österreich ist eine bundesstaatlich organisierte parlamentarische Republik in Mitteleuropa. Sie grenzt im Norden an Deutschland und Tschechien, im Osten an die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien und im Westen an die Schweiz und Liechtenstein.

Die Bundeshauptstadt ist Wien. Österreich besteht aus neun Bundesländern, die Verfassung ist föderal aufgebaut. Das Land ist seit 1955 Mitglied der Vereinten Nationen und seit 1995 Mitglied der Europäischen Union.

Quellenverweis: [1]


Stand: Mai 2008
Fläche: 83.871 km2
Bevölkerung: 8,3 Mio. Einwohner
Hauptstadt/Einw. : Wien; 1,66 Mio.
Geschäftssprache: Deutsch
Staatsform: Republik
Staatsoberhaupt: Dr. Heinz Fischer
Regierungschef: Werner Faymann (Stand: 2009)
Mitglied in wirtschaftlichen Organisationen: Europäische Union, GATT/WTO, OECD, IMF, UN, UNCTAD, WHO, EBRD, IDB, AfDB, World Bank Group

Quellenverweis: [2]

Wirtschaft

Die Wirtschaft Österreichs ist nach den Prinzipien einer Sozialen Marktwirtschaft geregelt. Seit 1995 ist Österreich Vollmitglied in der Europäischen Union. Das Soziale Klima ist mit geringen Streikminuten je Arbeitgeber als gut zu bezeichnen, ein Umstand, der auf das österreichische Modell der Sozialpartnerschaft zurückgeführt wird. Der Tourismus spielt mit Pro-Kopf-Einnahmen von € 1.516,- (2004) in Österreich eine weltweit einzigartige Rolle.

Quellenverweis: [3]

Stand: Mai 2008
Bedeutende Wirtschaftssektoren: Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Maschinen- und Stahlbau, Fahrzeugindustrie, Chemie, Elektro- und Elektronikindustrie, Bauwirtschaft, Fremdenverkehr
Wirtschaftswachstum: 3,4 % (2007)
Arbeitslosigkeit: 4,4 % (2007)
BIP pro Kopf: 31.800 EUR (2007)
BIP nominell: 272,7 Mrd. EUR (2007)
Inflation: 2,2 % (2007)
Währung: EURO - 1 Euro = 100 Cent
Devisenreserven: 6.648 Mio. EUR (März 2008)
Rating (Inst. Investors Country Credit) : Rang 9 (September 2007)

AUSSENHANDEL
Exporte: 114,2 Mrd. EUR (2007)
Wichtigste Exportmärkte: Deutschland, Italien, USA, Schweiz, Frankreich, UK, Tschechische Republik, Ungarn, Spanien, Polen
Bedeutendste Warengruppen/Export: Maschinen, Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile, Eisen und Stahl, Apparate und mechanische und Geräte, elektrotechnische Waren, medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse, Papier und Pappe, Kunststoffe und Waren daraus, Holz und Waren daraus etc.
Importe: 113,8 Mrd. EUR (2007)
Wichtigste Herkunftsländer/Import: Deutschland, Italien, China, Schweiz, USA, Frankreich, Tschechische Republik, Niederlande, Ungarn, Russische Föderation
Bedeutendste Warengruppen/Import: Maschinen, Pkw und andere Kfz, mineralische Brennstoffe, Mineralöle, chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, elektrische Geräte, Metallwaren, Kunststoffe und Waren daraus, Mess- und Prüfinstrumente, Eisen und Stahl, Bekleidung etc.

Quellenverweis: [4]

Konjunkturtrends

Prognose für 2009 und 2010:
Europas Wirtschaft in der Rezession – heimische Wirtschaftspolitik dämpft den Abschwung

Ausgehend von den USA hat der Abschwung mittlerweile die gesamte Weltwirtschaft erfasst. Die damit einhergehende Krise auf den Finanzmärkten verschärft die Rezessionstendenz beträchtlich. In Europa ist 2009 mit einer Abnahme der Wirtschaftsleistung um 1,2 % zu rechnen. Auch für Österreich ist trotz massiven Gegensteuerns der Fiskalpolitik im Jahr 2009 ein Rückgang des BIP um real 0,5 % zu erwarten. Der Wachstumsprognose von + 0,9 % für das Jahr 2010 liegt die Annahme zugrunde, dass sich die Wirtschaft nach einer Schwächephase von für Rezessionen üblicher Länge langsam erholt.

Die Unternehmensumfragen des WIFO zeigen einen heftigen Einbruch der Auftragseingänge aus dem Ausland. 2009 ist daher erstmals seit 1993 mit einem Rückgang des Exports zu rechnen. Bereits seit einigen Quartalen verliert der österreichische Warenexport an Dynamik. Mit der Verstärkung des Konjunkturabschwungs im Euro-Raum verschärfte sich diese Tendenz jedoch erheblich. Für die kommenden Monate ist mit einer beschleunigten Abwärtsbewegung zu rechnen, sodass das Niveau 2009 unter jenem von 2008 liegen wird.

Angesichts der ungünstigen Wirtschaftsaussichten und der rasch sinkenden Kapazitätsauslastung werden die Unternehmen ihre Investitionen beträchtlich kürzen.

Neben der Sachgüterproduktion ist 2009 das Beherbergungs- und Gaststättenwesen erheblich von der Konjunkturverschlechterung betroffen. Im internationalen Reiseverkehr sind deutliche Einbußen zu erwarten, aber auch die Nachfrage aus dem Inland wird zurückhaltend sein. Auf der Verwendungsseite wird neben den Investitionen der Tourismus am stärksten gedämpft.

Der Rückgang der Wirtschaftsleistung schlägt sich nun auch auf dem heimischen Arbeitsmarkt nieder. Nachdem die Zahl der Arbeitslosen zwischen 2005 und 2008 insgesamt um mehr als 40.000 gesenkt werden konnte, steigt sie seit einigen Monaten im Vormonatsvergleich wieder. Dieser Trend wird sich durch den deutlichen Konjunkturabschwung in denn kommenden Monaten verstärken. Die geplanten Beschäftigungsmaßnahmen, wie eine mögliche Subventionierung von Kurzarbeitszeitmodellen und eine Ausweitung von Schulungsprogrammen, dürften den Anstieg jedoch begrenzen. So kann verhindert werden, dass wichtige Qualifikationen verloren gehen. Dies würde in einem folgenden Aufschwung eine Knappheit an qualifizierten Arbeitskräften bewirken. Das WIFO prognostiziert für das Jahr 2009 einen Ans-tieg der vorgemerkten Arbeitslosenzahl um 27.000 bei gleichzeitiger Erhöhung der Zahl der Schulungsteilnehmer um 7.000 Personen.

Bei der Inflation die sich bis Mitte 2008 auf fast 4 % beschleunigte ist nun eine Trendumkehr zu erkennen.

Quelle: [5]

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