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22.02.2013

Open Interest fällt auf Tief, Umsätze leiden

(c)


Zertifikate Forum Austria veröffentlicht den Marktbericht für Jänner 2013

Der österreichische Zertifikatemarkt ist „nur“ noch 13,4 Milliarden Euro schwer (Gesamtmarktvolumen). Das ist ein Minus von 1,7 Prozent bzw. 228 Mio. Euro im Vergleich zum Dezember. Im gesamten Jahr 2012 wurde ein solch niedriger Wert nicht erreicht (das Tief lag bei 13,5 Mrd. Euro, das Hoch bei 13,8 Mrd. Euro).

Beliebter Kapitalschutz

Der Open Interest ohne Zinsprodukte von Raiffeisen Centrobank, Volksbank, Erste Group Bank, Bank Austria und Royal Bank of Scotland, die sich auf einen geschätzten Marktanteil von 75 Prozent summieren, lag im Jänner bei 5,52 Mrd. Euro, was einem Rückgang um 1,7 Prozent (bzw. 96 Mio. Euro) entspricht.

Sowohl Anlage- als auch Hebel-Produkte haben ihren Anteil am Rückgang. Dabei bleibt die Aufteilung des Volumens mit 99,4 zu 0,6 Prozent zu Gunsten der Anlage-Zertifikate weiterhin sehr einseitig. Anlageprodukte mit vollständigem Kapitalschutz bleiben weiterhin der Renner bei den Anlegern. 79,6 Prozent des Open Interest ist in diese Produkte investiert. Nur 19,9 Prozent setzten auf Teilschutzprodukte.

Um das Gesamtmarktvolumen zu kommen, fehlen noch die strukturierten Zinsprodukte. Auch hier ging das Volumen zurück - und zwar um 1,7 Prozent (bzw. 76 Mio. Euro) auf 4,5 Mrd. Addiert man die 5,52 Mrd. der ZFA-Mitglieder und die 4,5 Mrd. Euro der strukturierten Zinsprodukte, erhält man 10,02 Mrd. Euro. Diese Summe entspricht laut ZFA rund drei Viertel des Marktes. Entsprechend wird der Open Interest der restlichen Marktteilnehmer auf 3,38 Mrd. Euro geschätzt (rein rechnerisch wären es 3,34 Mrd. Euro - hier wurde bei den Rechnung wohl gerundet).

Umsätze fallen weiter

Wie schon im Dezember 2012 ist auch zum Jahresauftakt ein Rückgang bei den Umsätzen zu messen. Im Monatsvergleich (Dez 12 vs. Jan 13) sinkt der Umsatz um 6,2 Prozent (bzw. 12 Mio. Euro) auf 184 Mio. Euro. Im Gegensatz zum Open Interest ist die Verteilung zwischen Anlage- und Hebel-Produkte nicht dermaßen einseitig. So entfielen auf Anlageprodukte 78,4 Prozent der Umsätze und auf Hebelprodukte 21,6 Prozent.