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20.02.2013

Mit Volkswagen Vorzügen zu 4,6 Prozent jährlich

(c)


Deutsche Bank db-X markets emittiert Kupon-Zertifikat auf VW-Vorzugsaktien

Was kann man sich unter einem „Kupon-Zertifikat bezogen auf Volkswagen Vorzugsaktien“ mit einer Laufzeit von sechs Jahren vorstellen? Im Grunde das gleiche wie von einem Memory Express Zertifikat. Denn eine vorzeitige Rückzahlung ist genauso möglich, wie das Nachholen von Kupons.

Die Punkte 1, 2 und 3

Als Basiswert dient die Volkswagen Vorzugsaktie. Der Schlusskurs ebendieser wird am 26. Februar 2013, dem Ausgabetag, betrachtet. In den Produktunterlagen wird das auch als Anfangsreferenzpreis, kurz ARP, bezeichnet.

Von jetzt an kennt man auch die Zinsschwelle, welche 60 Prozent des ARP entspricht. Und auch die Tilgungsschwelle ist bekannt - sie entspricht nämlich, zumindest in den ersten fünf Laufzeitjahren - dem Anfangsreferenzpreis.

Mit diesen Grundbegriffen ausgestattet, kann man sich nun den drei Kernpunkten des Produktes widmen.

1) Die Zinszahlungen. Diese finden in jedem Jahr statt, in welchem der Basiswert innerhalb der jeweiligen Zinsbeobachtungsperiode (im ersten Jahr dauert diese vom 27. Februar 2013 bis zum 21. Februar 2014) mindestens ein mal über der Zinsschwelle schließt. Das ist vor allem im ersten Jahr äußerst wahrscheinlich. Ist dies jedoch nicht der Fall, gibt es auch keine Zinszahlung (welche 4,6 Euro entspricht). Verpasste Zinszahlungen können nachgeholt werden, wenn die Aktie zu einem späteren Zeitpunkt irgendwann über der Zinsschwelle geschlossen hat.

2) Die vorzeitige Rückzahlung. Diese findet statt, sobald die Volkswagen Vorzugsaktie an einem der jährlichen Beobachtungstermine (der erste findet am 21. Februar 2014 statt) über der Tilgungsschwelle schließt. Hinzu kommen natürlich die Zinszahlung für die aktuelle Zinsperiode bzw. nachzuholende Zinszahlungen.

3) Rückzahlung zum Laufzeitende. Wenn das Zertifikat die maximale Laufzeit von sechs Jahren erreicht (die Volkswagen Vorzugsaktie also fünf Mal nicht über der Tilgungsschwelle schließt), gelten angepasste Regeln. Denn die Tilgungsschwelle sinkt auf das Niveau der Zinsschwelle, also auf 60 Prozent des ARP. Schließt die Aktie über diesem Kursniveau, erfolgt die Rückzahlung des vollen Nominalbetrags. Hinzu kommen natürlich potenzielle Zinszahlungen.

Schließt die Aktie jedoch unterhalb der neuen Tilgungsschwelle, orientiert sich die Rückzahlung an der negativen Aktienperformance. Natürlich können auch in diesem Fall Zinszahlungen erfolgen, sofern die Voraussetzungen hierfür erfüllt werden (also wenn in diesem Jahr zumindest ein Schlusskurs über der Zinsschwelle lag).

Listing an deutsche Börsen

Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 26. Februar 2013, der anfängliche Verkaufspreis beträgt 100 Euro (hinzu kommt ein Ausgabeaufschlag von 1,5 Prozent). Die ISIN lautet DE000DB9ZWG2. Das Listing erfolgt in Stuttgart und Frankfurt.