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14.02.2013

Warren Buffetts Reich: Von Eisenbahnen bis Coca-Cola - und nun Heinz


Warren Buffett ist einer der reichsten Menschen der Welt. Sein Sinn fürs Geldverdienen ist legendär. Er hat binnen eines halben Jahrhunderts aus dem unbedeutenden Textilhersteller Berkshire Hathaway eines der wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht - mit einem Gesamtwert von annähernd 250 Mrd. Dollar (185,5 Mrd. Euro).

Zu dem Imperium gehören rund 80 eigene Tochterfirmen vom Textilhersteller Fruit of the Loom über die Frachteisenbahn BNSF bis zum Partyartikel-Händler Oriental Trading Company. Überdies hält Berkshire Hathaway große Aktienpakete an Konzernen wie Coca-Cola, IBM oder dem weltgrößten Rückversicherer Munich Re.

Die wichtigen Entscheidungen trifft Warren Buffett auch mit 82 Jahren immer noch selbst. Das Magazin "Forbes" führt ihn auf seiner Rangliste der Superreichen mit einem Vermögen von geschätzt 44 Mrd. Dollar auf Platz drei, nur geschlagen von seinem Freund und Microsoft-Gründer Bill Gates und dem mexikanischen Telecom-Tycon Carlos Slim Helu.

Buffett hat sich mit seiner bodenständigen Art und seinem trockenen Humor eine große Fangemeinde geschaffen. Seine Anhänger nennen ihn wegen seines fast untrüglichen Riechers für die richtige Geldanlage das "Orakel von Omaha" - nach seiner Heimatstadt in Nebraska, wo er noch heute wohnt.

Nun kommt die berühmteste Ketchup-Marke der Welt dazu: Der US-Lebensmittelmulti H.J. Heinz wird vom US-Starinvestor und dem Finanzinvestor 3G Capital übernommen. In einem 28 Mrd. Dollar (20,8 Mrd. Euro) schweren Geschäft wollen die beiden finanzkräftigen Partner das Unternehmen schlucken und anschließend von der Börse nehmen, wie sie am Donnerstag völlig überraschend verkündeten. Es gebe bereits eine Vereinbarung mit dem Heinz-Aufsichtsrat.

H.J. Heinz ist ein Riese der Lebensmittel-Branche mit einem Jahresumsatz von annähernd 12 Mrd. Dollar und rund 32.000 Mitarbeitern. Pro Jahr verkauft der Konzern allein 650 Millionen Flaschen Ketchup. Hinzu kommen unter anderem Saucen ("Jack Daniel's"), Fertiggerichte und sogar eine eigene Restaurantkette ("T.G.I. Friday's").

Die Ursprünge der Firma reichen bis ins Jahr 1869 zurück. Gründer war Henry John Heinz, ein Sohn deutscher Einwanderer. Das erste Tomatenketchup stellte er 1876 her. Schon 1907 produzierte die Firma 12 Millionen Flaschen pro Jahr und lieferte sie bis nach Australien, Südamerika, Japan und Großbritannien.

(APA/dpa)


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