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01.02.2013

Silberpreis - China als Antriebsfaktor Nummer Eins?


Wealth Daily, ein englischsprachiger Börsenbrief, und deren neuester Research Report titelten kürzlich grossspurig “2013: Das Jahr in dem der Silberpreis ausbricht.” Der angegebene Hauptgrund klingt ebenso reisserisch: Wenn das Wachstum unserer derzeitigen Silbernachfrage anhält, dann geht uns das Edelmetall aus. Nein, natürlich nicht schon 2013, sondern erst in acht Jahren. Was aber ist wirklich dran an der Prognose. dass der Silberpreis steigt?

Nach Money Mornings Rohstoffspezialist Peter Kreuth wird 2013 für Silber ein gutes Jahr. Sein konkretes Kursziel heisst 54 US$. Wenigstens zitiert der Analyst zur Begründung aus dem im November erschienen Zwischenbericht von Thomson Reuters GFMS. Die Experten des Research Instituts sehen den Silberpreis 2013 auf einem Niveau zwischen 40 und 50 US$, was immerhin einem Anstieg von bis zu 60 Prozent entspräche. Der wichtigste Faktor für diese Prognose sei die erhebliche Investmentnachfrage nach Silber als alternativem Investment in einem unsicheren weltwirtschaftlichen Umfeld.

Als überzeugendes Argument für den Preisanstieg nennen die GFMS-Analysten die Nachfrage aus China. Das Land sei für Silber inzwischen zu einer bedeutenden Kraft sowohl auf der Bedarfs- als auch auf der Angebotsseite geworden. Chinas industrieller Hunger nach Silber hat die Nachfrage zwischen 2000 und 2011 von knapp 50 auf fast 160 Mio. Unzen getrieben. Das durchschnittliche jährliche Wachstum von 12 Prozent steht dabei in krassem Kontrast zur übrigen Welt, wo die Industrienachfrage mit zweistelliger Rate zurückging. Aber auch Chinas Investoren zeigen laut Report ein steigendes Interesse an Silber, es sei derzeit der führende Markt für sowohl physisches Silber wie Münzen und Barren als auch für Papiersilber. Solange also die chinesische Wirtschaft wachse, werde das so bleiben.

In ihrer Jänner-Analyse prognostizieren auch die Commerzbank-Analysten, dass der Silberbedarf Chinas für industrielle Anwendungen auf hohem Level anhalten wird. Insbesondere dürfte die dortige Nachfrage nach Automobilen, Heimelektronik und Solarzellen, doch auch die Schmucknachfrage weiter stark zulegen. Silberpreissteigerungen sehen daher auch sie: „Zwar hat sich auch Silber der kurzfristigen Preisschwäche bei Gold nicht entziehen können und ist zwischenzeitlich bis auf 30 US-Dollar je Feinunze gefallen. In den kommenden Monaten sehen wir angesichts der robusten Nachfrage in China deutliches Aufwärtspotenzial, so dass der Silberpreis in diesem Jahr auf mehr als 40 US-Dollar je Feinunze steigen wird.“

Wo Chancen sind, gibt es auch Risiken. Während die Spezialisten von GFMS dem Silberpreis für 2013 eine hohe Volatilität bescheinigen, könnte ein Faktor Preissteigerungen den Garaus machen: ein angesichts weltweit steigender Minenproduktion möglicher Angebotsüberschuss.

Die hohe Volatilität ist schon jetzt Tatsache: Mit einer historischen 20-Tage-Vola von aktuell 25,5 Prozent übertrifft Silber die Risikokennzahl von Gold, Platin und Palladium mitunter recht deutlich. Starke Nerven sind also angesagt.

(cg)


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