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29.01.2013

Einer wird gewinnen - aber wer räumt den Pott ab?

(c)


Wachstumsmarkt Smartphones - mit der Commerzbank ist der Sieger hoffentlich dabei

Auch wenn alles von Apple spricht, die Machtverhältnisse am Markt für Smartphones haben sich verschoben: 2011 hatte Samsung noch 97 Mio. Smartphones abgesetzt, knapp dahinter rangierte Apple mit 93 und Nokia mit 77 Millionen. 2012 setzte Samsung mit 213 Millionen mehr ab als Apple (135) und Nokia (35) in Summe.

2013 werden die Würfel natürlich neu gemischt - doch die Voraussetzungen an sich haben sich nicht wesentlich verändert: Apple scheint trotz des jüngsten Quartalsgewinns von beachtlichen 13 Milliarden US-Dollar ein Opfer der hohen Erwartungen zu werden und braucht einen Überraschungscoup wie z.B. Apple TV, über das schon lange spekuliert wird, um an der Börse wieder zum Highflyer zu werden.

Samsungs Margen sind zwar nur halb so hoch wie jene von Apple, dafür ist der Konzern deutlich breiter aufgestellt und scheint ein gutes Momentum zu besitzen - auf die Investitionsbremse wird aber auch hier getreten.

Nicht zu vergessen ist Nokia. Die Finnen kämpfen an der Seite von Microsoft um ein Comeback. Die Verbreitung von Windows Phones ist Marktforschern zufolge in einigen europäischen Ländern im Schlussquartal 2012 jedenfalls bereits signifikant gestiegen. Als am Markt dritte Kraft, neben Android und IOS, hat sich Windows aber noch nicht wirklich durchgesetzt. Und was passiert mit RIM? Angeblich interessiert sich Lenovo für die Kanadier, jene Chinesen, die IBMs Computersparte kauften.

Doch welchem System gehört die langfristige Zukunft? Diese Frage wird seriös wohl kaum ein Marktbeobachter beantworten können. Fix scheint einzig, dass der Markt an sich wächst. Abhilfe schafft für dieses Problem zumindest theoretisch ein Index, der die Branchenmitglieder bündelt, der Nasdaq OMX CEA Smartphone Index.

Natürlich haben sich dieses Index bereits einige Emittenten angenommen. Ein Indexzertifikat mit endloser Laufzeit gibt es etwa von der Commerzbank (ISIN DE000CK79BJ3). First Trust ist ein anderer Emittent - für Europäer bietet sich aber eher die Commerzbank-Variante an.

Die Top 5-Indextitel sind derzeit Sony, RIM, Sanmina, Wistron und Benchmark Electronics - danach kommt Nokia. Der Index wird übrigens halbjährlich (März und September) ob einer Änderung der Mitglieder untersucht. Mitentscheidend für die Aufnahme sind auch die Marktkapitalisierung sowie ein tägliches Mindesthandelsvolumen.

(gill)