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18.01.2013

Gold, Banken und Basel - Aufklärung tut not (Teil 1)


Im Frühsommer 2012 trieben es - vor allem englischsprachige - einschlägige Gold-Börsenbriefe sowie Kommentare und Blogs auf Gold-Internetseiten bunt und sahen bereits gigantische Preisanstiege beim Goldpreis auf sich zukommen. Allein, der Tatsachen gab und gibt es wenige, an Spekulationen fehlt es nicht.

Warum dieser Aufruhr? “Gold könnte in den nächsten Monaten einen großen Impuls erhalten durch Erhöhung der zulässigen Quote für die Berechnung des haftenden Bankkapitals. Das Basel Committee for Bank Supervising (BCBS) trifft sich in den nächsten Tagen, um Bewertungen für die Berechnung des haftenden Kapitals der Banken zu verändern. ...Bislang durfte Gold in den Bonitätsbewertungen wegen des dem Gold unterstellten innewohnenden Risikos offenbar nur zu 50% angesetzt werden. Sollte der Beschluss so wie vorgeschlagen neu gefasst werden, dann wäre es künftig zu100 % anzurechnen.”. Dies wurde damals in einem Artikel auf den goldseiten.de aus dem Brief einer, wie es hiess “Stütze zur Meinungsbildung” zitiert.

Das Zitat lautete weiter: “Der Golderwerb für die davon betroffenen Institutionen würde nicht mehr einen Liquiditätsverlust im Vergleich zur Höhe der Anerkennung des Wertes dieser Anlageklasse in den Bilanzen darstellen, denn die kaufenden Institute hatten ja für den Kauf ihre erstrangige Liquidität zu 100% belastet, aber nur die Hälfte davon wurde bisher bei der Ermittlung der Werthaltigkeit der Assets angerechnet. ....Mit einer Anrechnung zu 100% würde sich deren Beurteilung völlig ändern. Ein Tausch von Bankguthaben gegen Gold würde einerseits zwar die Liquidität kosten, aber diese von der EZB zu billigen Zinsen geborgte Liquidität würde zu einer erheblichen Aufwertung des Instituts hinsichtlich der Qualität seiner Assets und damit seiner Bonität führen....”.

Damals notierte der Goldpreis um die 1600er Marke. In den Monaten darauf bewegte er sich aufwärts - bis zum Höchst 2012 bei 1790 US-Dollar je Unze im Oktober, was einem Anstieg von ca. 12 Prozent entspricht und nicht unbedingt “ein grosser Impuls” ist. Seither ist das wertvolle Metall auf dem Weg nach unten und hat mehr als fünf Prozent im Preis verloren.

Und warum sind dann diese alten Sachen jetzt überhaupt relevant? Weil derzeit Gold und Basel III wieder durch die Spekulationsküche geistert und die neuen Eigenkapital- und Liquiditätsregeln für Banken ebenfalls von sich reden machen.

Unser Berichterstatter und EU-Parlamentarier Othmar Karas - nach seiner Ansicht können die Vorschriften mit 1. Jänner 2014 in Kraft treten - unterstützt übrigens die Bedeutung von Gold. Natalie Dempster, Direktorin für Regierungsangelegenheiten beim World Gold Council, schrieb in der Juli-Ausgabe des “Alchemist” (Publikation der London Bullion Market Association), er hätte "Gold explizit als einen Vermögenswert miteingeschlossen, den die Europäische Bankenaufsicht in Betracht ziehen sollte".

Was an Basel I-III und seinem Einfluss auf Gold tatsächlich dran ist, darüber mehr in Teil 2 nächsten Freitag.

(cg)


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