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18.01.2013

Prof. Thorsten Polleit sieht goldene Zeiten für Edelmetallanleger


Gold und Silber als Topperformer 2013


Prof. Thorsten Polleit, Chefökonom der Degussa-Goldhandel, geht mit den derzeit kursierenden negativen Goldprognosen nicht konform. Er glaubt auch nicht daran, dass die Inflation niedrig bleibe. Damit ist er sogar in line mit Goldman-Sachs, die für Deutschland eine Inflationsgefahr sehen, da die Politik der EZB für Länder wie Deutschland unangemessen ist.
Im 25-seitigen DEGUSSA Ausblick 2013, der nicht umsonst den Titel „Goldene Zeiten für Edelmetallinvestoren“ trägt (http://www.goldseiten.de/bilder/upl... ), setzt er sich mit dem wirtschaftlichen Umfeld auseinander und analysiert dessen Konsequenzen für die vier Edelmetalle. Entgegen den Schreibereien vieler Medien sei die wirtschaftliche Lage besorgniserregend, keine Probleme seien gelöst, die Daten hätten sich nur scheinbar aufgrund zahlreicher marktverfälschender Staatseingriffe verbessert. In den USA, China, Japan und Europa stünden die Zeichen weiterhin auf Rezession.
Die Eurokrise werde sich weiter verschärfen, Geokonflikte (Iran etc.) sorgen für mögliche Instabilität und Japan verfolge einen Inflationskurs.

Aufgeblähter Bankenapparat in Europa als möglicher Krisenverschärfer

Der europäische Bankenapparat ist mit seiner Bilanzsumme von 360% des EU-BIPs extrem aufgebläht, in den USA beläuft sich dieser Wert nur auf 80%. Zudem ist die Eigenkapitaldecke der europäischen Banken teils sehr dünn. Die Staatsschuldenquote in Europa soll 2014 fast 100% erreichen, 1977 waren es noch deutlich unter 40%. Für die USA werden 114% geschätzt und für Japan gar 250%.
Problematisch ist auch die Umverteilung zugunsten der Peripherieländer in der EU: „Die Politik des EZB-Rates enteignet die Sparer, die Bundesanleihen halten, zu Gunsten derjenigen Anleger, die Peripherie-Anleihen besitzen. Diese Enteig­nung trifft nicht nur deutsche Sparer, sondern auch viele ausländische Sparer, die ja mehr als 50 Prozent der deutschen Staatsschuld halten.“
Die Marktzinsmanipulation hat durch die Aufkaufprogramme der EZB eine neue Dimension erreicht: „Der Zins hat seine Lenkungsfunktion verloren – und das wird zu Finanzmarkt-und Wirtschaftskrisen führen.“
Die Inflation wird kommen und sich zunächst in einer Vermögenswerte-Inflation äußern, indem Rohstoffe, Aktien und Immobilien steigen werden bzw. bereits damit begonnen haben.

Gold

Die derzeitige vorübergehende Goldschwäche sieht Polleit darin begründet, dass die Anleger erkannten, dass der Zusammenbruch nicht unmittelbar bevorstehe. Blase sei keine zu erkennen. Vergleicht man die Goldpreisentwicklung von 1968 bis 1980 mit der aktuellen, so hat Gold noch einen Weg von 200% nach oben vor sich, wie die Charts zeigen. Der bisherige Anstieg ist nicht überzogen, denn: „Vor allem aber deutet der langfristige Zusammen­hang zwischen monetärer Basis und Goldpreis darauf hin, dass die Goldpreissteige­rung seit etwa 2001 mehr oder weniger „im Einklang“ mit der Papiergeldmengen­ausweitung verlaufen ist.“

Nun zu den Prognosen:
Gold sieht Polleit bis Ende 2013 auf 2070 USD steigen, Silber auf 45, Platin auf 1700 und Palladium auf 850. Prozentuell gesehen hätte Silber damit mit fast 50% die beste Performance, besser als Palladium. Da Polleit zugleich mit einem Verlust des Euros zum Dollar rechnet, wären die Gewinne in Euro noch höher: Gold bei 1940 Euro, Silber bei 42 Euro, Platin 1590 und Palladium 800 Euro. Bei Gold entspräche dies einem Anstieg um über 50% und bei Silber um über 80%.

(cr)

Link zur Degussa Studie: http://www.goldseiten.de/bilder/upl...


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