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17.01.2013

Deutscher Markt schrumpfte um 1,2 Mrd. Euro

(c)


Deutscher Derivate Verband veröffentlicht Marktvolumenstatistik für November

Wie der Deutsche Derivate Verband berichtet, ist das ausstehende Volumen des deutschen Zertifikatemarktes im November gesunken. Der Rückgang des Open Interest beträgt 825 Mio. Euro bzw. 0,9 Prozent.

Dies belegen die aktuellen Daten, die von der European Derivates Group (EDG) im Auftrag des DDV monatlich bei 16 Banken erhoben werden. Als Grund wird vom Verband „eine Vielzahl ausgelaufener Produkte, deren Volumen offenbar nicht reinvestiert wurde“ genannt.

Wenn man berücksichtigt, dass die Kurse im November über alle Zertifikate betrachtet um 0,3 Prozent gestiegen sind, ergibt sich beim Open Interest gar ein Minus von 1,2 Prozent. Das sind 1,2 Mrd. Euro.

Damit sinkt das Gesamtvolumen des deutschen Zertifikatemarktes per Ende November unter die 100 Mrd. Euro-Grenze. Rechnet man die von der EDG erhobenen Zahlen auf alle Emittenten hoch, ergibt sich ein Wert von 99,6 Mrd. Euro.

Kapitalschutz bleibt Trumpf

Was das Größenverhältnis zwischen Anlage- und Hebel-Produkten betrifft, bleibt alles beim alten. Auf Anlage-Produkte entfielen 98,7 Prozent (bzw. 93,33 Mrd. Euro), auf Hebel-Produkte 1,3 Prozent (1,28 Mrd. Euro).

Bei den dominanten Anlage-Produkten war Kapitalschutz weiterhin Trumpf. Mit 68,2 Prozent vereinten die „Anlage-Produkte mit vollständigem Kapitalschutz“ mehr als zwei Drittel des gesamten Open Interest der Anlageprodukte auf sich. Diese Kategorie setzt sich aus Strukturierten Anleihen (52 Prozent) und Kapitalschutz-Zertifikaten (16,2 Prozent) zusammen. Die nächst-beliebteste Anlage-Zertifikate-Gattung waren Index-/Partizipations-Zertifikate mit einem Anteil von 6,2 Prozent am Gesamtmarktvolumen der Anlage-Produkte.
Bei den Hebel-Produkten machten Knock-Out-Produkte 58 Prozent des Marktvolumens aus, Optionsscheine 42 Prozent.

Die Basiswerte

Als beliebtester Basiswert konnten sich bei den Hebel-Produkten Indizes (36,7 Prozent) knapp gegen Aktien (35,8 Prozent) durchsetzen. Dahinter folgten Rohstoffe (22,1 Prozent).

Bei den Anlage-Produkte waren nicht zuletzt aufgrund der Dominanz der Anlage-Produkte mit vollständigem Kapitalschutz die Zinsen (58,3 Prozent) sehr klar vorne. Dahinter konnte sich Indizes (20 Prozent) und Aktien (18,7 Prozent) einordnen.

Rohstoffe (1,9 Prozent) und Fonds (1 Prozent) spielten als Basiswerte bei den Anlage-Produkten keine große Rolle.