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16.01.2013

Allianz Invest: Europäische Aktien günstig bewertet


Mit 2,3 Prozent verzeichnete die Weltwirtschaft 2012 die drittniedrigste Wachstumsrate der letzten zehn Jahre, an den Finanzmärkten bietet sich hingegen ein erfreulicheres Bild als in der Realwirtschaft. Im kommenden Jahr sollte sich die Staatsschuldenkrise in der Eurozone weiter beruhigen, für 2013 bieten Aktien weiteres Aufwärtspotenzial, meinen die Allianz Invest Experten.

"Die aktuelle Aktienbewertung ist vergleichbar mit jener zu Beginn 2012: Trotz der Kursgewinne im letzten Jahr sind Aktien nach wie vor sehr attraktiv", erklärt Martin Bruckner, Vorstandsmitglied der Allianz Investmentbank und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich.

2013: Globales Wachstum über dem Niveau 2012

Wirft man einen Blick auf die volkswirtschaftlichen Prognosen, so sollte das globale Wachstum im kommenden Jahr - angetrieben von den Emerging Markets - leicht über jenem des Jahres 2012 liegen. Die Konjunktur in den USA bleibe stabil und die Eurozone arbeite sich langsam aus der Rezession hinaus, so Bruckner. Die von den Notenbanken initiierte Verlangsamung der Volkswirtschaften in den Emerging Markets hat laut Einschätzung der Allianz Experten die Talsohle durchschritten und könnte daher 2013, ausgehend von China, das globale Wachstum wieder stärker unterstützen. Die EU-Staatsschuldenkrise sollte sich 2013 aufgrund der Maßnahmen der EZB und der Politik weiter entspannen, in den USA stehe eine nachhaltige Einigung zur Fiskalklippe noch aus und berge die Gefahr einer Wachstumsbremse: "Auch die USA werden sich 2013 mit dem Thema der Schuldenreduktion verstärkt auseinander setzen müssen", erklärt Mag. Christian Ramberger, Geschäftsführer der Allianz Invest KAG. Die Allianz geht davon aus, dass Notenbanken ihre expansive Politik beibehalten und die Inflation auch 2013 unter Kontrolle bleiben wird.

Langfristig: Aktien attraktiv bewertet

Wie zu Beginn des Vorjahres scheinen die Rahmenbedingungen sehr ähnlich, nach den massiven Eingriffen der Notenbanken und der Flucht der Investoren in sichere Anlagen bietet der Großteil an Staatsanleihen bereits negative reale Renditen. Innerhalb der Eurozone sind mittlerweile auch Anleihen der Core Länder teuer. "Trotz der negativen Gewinnrevisionen und der Kursgewinne in 2012 sind die Bewertungen der Aktienmärkte im längerfristigen Vergleich attraktiv", so Ramberger. Investoren sind 2012 noch nicht im großen Stil an die Aktienmärkte zurückgekehrt, die Kursgewinne waren nicht von Zuflüssen begleitet. "Wir erwarten in diesem Jahr eine Rückkehr der Investoren an die Märkte, zumal die Dividendenrendite Aktien im Vergleich zu Bonds als Rendite-Asset interessant macht", so Ramberger.

Chancen für Anleger: Aktien aus Europa und Emerging Markets

"Im derzeitigen Umfeld raten wir den Anlegern, Aktien gegenüber Anleihen überzugewichten", erklärte Bruckner die Anlagestrategie der Allianz für das erste Quartal. Auf der Aktienseite empfiehlt die Allianz, USA und Japan unter- und Europa sowie Emerging Markets überzugewichten. In Europa habe der massive Eingriff der EZB die Finanzmärkte stabilisiert, fallende Zinsspreads sprechen für höhere Risikobereitschaft der Investoren. Unternehmen verfügen über solide Bilanzen und hohe Dividendenrenditen. In den Emerging Markets waren zuletzt massive Geldzuflüsse internationaler Investoren zu verzeichnen. "Innerhalb dieser Region bevorzugen wir bewertungsmäßig die osteuropäischen Märkte und Emerging Asia", so Bruckner. Die USA befinden sich bereits vier Jahre in einem Bullenmarkt, die Bewertungskennzahlen sind im relativen Vergleich teuer.
Auf der Anleihenseite empfiehlt die Allianz, Emerging Markets und Unternehmensanleihen gegenüber Staatsanleihen aus den USA und Europa überzugewichten. Staatsbilanzen und absolutes Wachstum sind in den meisten Emerging Markets besser als in Developed Markets. Unternehmensbilanzen befinden sich weiterhin in besserer Verfassung als jene der Staaten. In Europa sind nach der starken Spread-Einengung neben den deutschen Anleihen auch die anderen Kernländer wie Österreich, Frankreich oder Niederlande teuer geworden.

Als Risiken für das erste Quartal charakterisiert Bruckner Makrofaktoren und politische Events, wie zum Beispiel die Fortsetzung der Diskussion um die Fiskalklippe in den USA. Das Jahr 2013 sieht die Allianz besser als es die derzeitige Stimmung vermuten ließe: "Gerade die rasche Umsetzung koordinierter politischer Maßnahmen ist absolut positiv zu bewerten, es mehren sich die Anzeichen einer Belebung der Weltwirtschaft", so Bruckner abschließend.


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