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11.01.2013

Investmentfonds: Privatanleger kehren zurück - Aktienfonds überzeugen

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Trendwende. Erstmals seit 2006 verzeichnen die heimischen Publikumsfonds wieder Zuflüsse. Im Jahr 2012 lagen die Nettomittelzuflüsse bei 552 Millionen Euro. Auch mit der Performance dürfen Anleger zufrieden sein. Vor allem Aktienfonds – allen voran die österreichischen, die im Schnitt ein Plus von 27,7 % verzeichneten – erzielten schön Zuwächse.

Die positive Entwicklung an den Finanzmärkten im abgelaufenen Jahr 2012 hat auch den heimischen Kapitalanlagegesellschaften einen Zuwachs beschert. Das Volumen der gesamten aufgelegten Fonds stieg per Ende Dezember im Vergleich zum Jahr davor um 7,3 Prozent oder 9,8 Mrd. auf 144,41 Mrd. Euro. Vom Zuwachs entfielen 12,3 Mrd. Euro auf Kursgewinne, 2,1 Mrd. Euro wurden ausgeschüttet und rund 391 Mio. Euro wurden netto aus der Fondsbranche abgezogen, teilte die Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) mit.

Der heimische Investmentfondsmarkt hat sich in den vergangenen 30 Jahren höchst dynamisch entwickelt. Im Jahr 1982 waren laut VÖIG-Daten nur 0,5 Mrd. Euro in Investmentfonds investiert. Bis 2006 stiegen die Fondsvolumina auf 167,3 Mrd. Euro, in der Wirtschaftskrise 2008 folgte dann aber ein Einbruch auf 126 Mrd. Euro.

Bei den Publikumsfonds gab es im vergangenen Jahr erstmals seit 2006 Nettomittelzuflüsse in der Höhe von rund 552 Mio. Euro, bei den institutionellen Fonds hingegen einen deutlichen Nettomittelabfluss von rund 942 Mio. Euro.

Österreichische Aktienfonds erzielten mit einer durchschnittlichen Performance von 27,7 Prozent den größten Kursgewinn, gefolgt von Eurozonen-Aktienfonds mit einem Plus von 21 Prozent, Aktienfonds aus Mittel- und Osteuropa (+19 Prozent) und US-Aktienfonds (+10 Prozent) und gemischten Fonds (+6 Prozent bis +8,72 Prozent). Trotz der Staatsschuldenkrise belief sich die Performance der Euro-Rentenfonds-Performance auf rund 7,8 Prozent.

Die 24 österreichischen Verwaltungsgesellschaften verwalteten per Ende Dezember 2.161 Wertpapierfonds, davon 1.146 Publikumsfonds, 234 Großanlegerfonds und 781 Spezialfonds. 2012 wurden laut VÖIG insgesamt 118 Fonds geschlossen und 4 fusioniert. Gleichzeitig wurden im vergangenen Jahr 121 Fonds neu aufgelegt, davon 76 Institutionelle Fonds und 45 Publikumsfonds.

Größter heimischer Fondsanbieter war weiterhin die Raiffeisen KAG. Sie verwaltete per Jahresende 2012 insgesamt 28,5 (Ende 2011: 27,7) Mrd. Euro. Ihr Marktanteil verringerte sich von 20,6 auf 19,74 Prozent. Die Erste Sparinvest verwaltete 26,4 (23,6) Mrd. Euro, der Marktanteil stieg von 17,6 auf 18,3 Prozent. An dritter Stelle folgt die ehemalige Bank-Austria-Fondstochter Pioneer Investments Austria mit 17,7 (17,1) Mrd. Euro, ein Marktanteil von 12,2 (12,7) Prozent.

Der Flucht in die Sachwerte hat traditionell auch die Immobilienfonds gepusht: "Wie bereits 2011 erkennbar, profitieren offene Immobilien- Investmentfonds von der Renaissance der Sachwertveranlagungen", betonte der Fondsverband. Das Gesamtfondsvolumen der fünf österreichischen Immobilien-Investmentfondsgesellschaften erhöhte sich per Jahresultimo 2012 deutlich um 503,8 Mio. Euro auf 3,41 Mrd. Euro (+17 Prozent). Die durchschnittliche 1 Jahres-Performance fiel mit 2,4 Prozent aber mager aus.

apa


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