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03.01.2013

2012 war erneut war ein schlechtes Jahr für Managed Futures


Die Verluste waren aber grosso modo etwas geringer als 2011


Das Jahr 2012 war für die Managed Futures Fonds erneut kein gutes. Zwar fielen die Verluste, gemessen am Barclays CTA-Index als Branchen-Benchmark mit 2,0% geringer aus als 2011, wo sie bei 3,1% lagen (http://www.barclayhedge.com/research/i... ). Das letzte gute Jahr war 2010, wo der Index 7% zulegte. 2008, als die Aktienbörsen wegbrachen, hatten Managed Futures eine Rekordperformance erzielt.
Die Subindizes des Barclays CTA Index lieferten 2012 ein gemischtes Bild: Der Systematic Traders Index schnitt mit –3,5% noch schlechter ab (voraussichtlicher Wert), und der Diversified Traders Index verlor 4,3%. Reine Währungs- und Agrar-Trader waren dagegen rund 1,3% und 5,9% im Plus. Die Assets under Management der CTA-Traders (also Managed Futures) zeigten 2012 ein nachlassendes Wachstum und legten von 314 auf 337 Mrd. USD um gut 7% zu. Damit haben sie sich seit 2006 verdoppelt (http://www.barclayhedge.com/research/i... ).

Erratische Märkte, Mangel an klaren Trends

Die Ursachen für die schlechte Performance sind relativ schnell genannt: Die Managed Futures litten unter erratischen Marktschwankungen, die oft keine klaren Trends aufkommen ließen. Stark gestört wurden die Märkte zudem durch ständige politische Interventionen und Zentralbank-Manipulationen an den Geld- und Devisenmärkten, die Trends über Nacht veränderten oder konterkarierten. Je nach Strategie und einbezogenen Assetklassen erzielten die Managed Futures Fonds sehr unterschiedliche Ergebnisse, die aber meist in der Verlustzone lagen. Auch ein Investment in einen Dachfonds auf Managed Futures Fonds führte nicht unbedingt zum Erfolg, wie der 20%ige Verlust beim Varengold Alternative Alpha R zeigte (ISIN: DE000A1C5D47), um einen herauszugreifen. Dieser UCITS-III-Fonds bildet die Wertentwicklung eines richtlinienkonformen Managed Futures-Index ab, der sich aus einem Portfolio von internationalen Top Asset Managern zusammensetzt.


Managed Futures-Fonds meist deutlich im Minus

Das Flagschiff unter den MF-Fonds, der Man AHL Diversified Markets EU (Euro) (ISIN NL0000319606), der seit seiner Erstauflage 1994 um 605% zugelegte und damit jährlich im Schnitt 11,3% gewonnen hat, ist 2012 um 2,2% im Minus, nach -7,5% im Vorjahr. 2010 konnte er noch nach einem stark negativen Jahr 2009 (-17%) um 14,8% zulegen.

Der SEB Asset Selection Fonds verlor 3,4% nach +1,6% im Jahr 2011. Die Defensive Variante verlor 3,0% und die aggressivere Opportunistic Variante 8,3%. Auf 5-Jahresbasis konnte der SEB Asset Selection Fonds immerhin trotz eines generell schwierigen Umfeldes 21% zulegen, in den letzten drei Jahren kommt ein Nullergebnis heraus (http://www.sebgroup.lu/pow/wcp/se... )

Verluste erlitten 2012 auch die Managed Futures Fonds von Superfund. Die in Euro notierten SICAV-Superfund Green Fonds verloren mit der Strategie A (traditionell) 12,8% (nach -21,7% im Vorjahr), mit der dynamischen Strategie B 17,1% (nach -29,4%) und mit der aggressiven Strategie C 22,1% (nach -33,7%). Der Superfund Q-AG (geschlossener Fonds) verlor auf Basis des österreichischen Genußscheines 7,7% (nach -17,3%). Seit Gründung des Superfund Q-AG beläuft sich der Ertrag auf 470% oder 10,9% p.a.

Der österreichische Anbieter FTC liegt mit dem FTC Futures Fund Classic B EURO 2012 rund 2,7% im Minus nach -14,9% im Vorjahr, die Dollar-Version verlor 1,6%. Seit 1998 gewann der erstgenannte Fonds 120%.

Völlig aus dem Ruder ist der Salus Alpha Managed Futures (AT0000A08QJ5) gelaufen, der 2012 satte 48% verlor. Mit einer Neuorientierung will man nun wieder mehr Erfolg haben.


Managed Futures erfordern Geduld

Dass Managed Futures-Anleger viel Geduld brauchen, ist inzwischen nichts Neues mehr. Nach Rekordjahren, wie etwa im Börsenkrisenjahr 2008, dauert es oft lange, ehe sich wieder deutliche Erfolge einstellen. Die Jahre 2011 und 2012 zählen sicher nicht zu den Erfolgsjahren, und wie der Fall des Salus Alpha Managed Futures Fonds zeigt, ist das Risiko bei kleineren Einzelfonds unter Umständen beträchtlich. Die Schwäche der Managed Futures Fonds im Jahr 2012 ist gerade angesichts des guten Börsenumfelds für Anleger besonders ärgerlich, aber aufgrund der negativen Korrelation mit Aktienmärkten nicht ungewöhnlich.
Man sollte nämlich nicht vergessen: Managed Futures sind gerade wegen ihrer Unkorreliertheit mit den Aktien- und Anleihemärkten ein äußerst wichtiges Instrument zur Portfolio-Diversifizierung und Risikominderung. Spannend wird sein, ob es auch beim nächsten Aktiencrash den Managed Futures wieder gelingt, wie 2008 gegen den Strom zu schwimmen.

(cr)


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