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27.12.2012

Öl wird von Kohle als wichtigstem Energieträger abgelöst


Kohle reicht noch über 200 Jahre


Die bereits verfrüht vor Jahren totgesagte Kohle erlebt eine Renaissance. Dank des enormen Energiehungers der Schwellenländer wie China und Indien und der in einigen Ländern des Westens vollzogenen Abkehr von der Atomenergie steigt die Nachfrage nach Kohle stark an. In China gehen fast im Wochentakt neue Kohlekraftwerke ans Stromnetz. Weltweit befinden sich über 1000 Kohlekraftwerke im Planungsstadium.
Im Gegensatz zu Erdöl, wo viele Experten den Förder-Peak bereits überschritten sehen und die Exploration immer teurer wird (auch wenn jetzt durch die Schiefergas/öl-Förderung die Verfügbarkeit des Treibstoffs nochmals deutlich verlängert wird), sind die Kohlereserven noch weit von ihrer Erschöpfung entfernt. Laut der deutschen Bundesanstalt für Geowissenschaften sollen die weltweiten Steinkohlereserven für über 130 Jahre und die Braunkohlereserven gar für 230 Jahre ausreichen. Zudem sind die Kohlevorräte im Gegensatz zu Erdöl relativ gleichmäßig auf der Welt verteilt.
Dass Kohle Erdöl binnen 10 Jahren als wichtigsten Energieträger abgelöst haben wird, fürchtet die Internationale Energieagentur IEA. „Fürchten“ deshalb, weil Kohle als klimaschädlichster Energieträger gilt. Bereits in 5 Jahren soll Kohle gleichauf mit Erdöl liegen.

Der Kohlehunger ist nicht nur auf Schwellenländer beschränkt, auch in Spanien und Großbritannien legte der Kohleverbrauch Anfang 2012 stark zu und selbst in Deutschland stieg der Verbrauch um knapp 10%

Förderboom bei Kohle seit der Jahrtausendwende

Seit 1970 hat sich die Kohleförderung von knapp 3 Mrd. t/Jahr auf rund 7,5 Mrd.t verzweieinhalbfacht. Während die Förderung während der 90er Jahre relativ konstant blieb, kam es seit 2000 zu einem steilen Anstieg: In den letzten 10 Jahren stieg die weltweite Förderung um beinahe 60%. Neue Kohleminen schießen derzeit in vielen Ländern, von Australien bis Indonesien, aus dem Boden. Der große Zuwachs bei der Förderung seit dem Jahr 2000 ist fast ausschließlich auf China zurückzuführen, das inzwischen für rund die Hälfte der weltweiten Produktion steht. Derzeit entfällt rund ein Siebtel der Kohleförderung auf Braunkohle, der Rest auf Steinkohle. Die Steinkohlereserven werden mit rund 730 Mrd.t, die Braunkohlereserven mit 270 Mrd.t beziffert. Die vorhandenen, derzeit nicht wirtschaftliche abbaubaren Ressourcen betragen ein Vielfaches (15 bis 20x) der oben genannten Reserven (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Kohle... )

Rohstoffinteressierten Anlegern sollten daher Bergbaufirmen, bei denen Kohle einen wesentlichen Anteil am Förderportfolio ausmacht, einen Blick wert sein.

(cr)


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