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23.12.2012

Zertifikate 2013: Es wird das Jahr der Teilschutz-Produkte

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Niedrigste Zinsen werden durch überschaubares Risiko kompensiert

Während ein Blick zurück sehr aufschlussreich sein kann, ist ein Blick nach vorne in der Regel sehr spannend. Doch was werden die Trends 2013 im Anlage- und Zertifikate-Bereich sein? Was wird die Volatilität bringen, was der Goldpreis und was passiert eigentlich mit dem Thema Social Media?

Der Teilschutz wird punkten

Das Thema Einfachheit und Transparenz ist im Zertifikate-Bereich seit der Lehman-Pleite vor über vier Jahren omnipräsent. Das wird sich laut Thomas Schaufler von der Erste Group Bank auch im Jahr 2013 nicht ändern. „Bedingt durch die neuen Prospektrichtlinien wird eine weitere Standardisierung und Vereinfachung des Produktangebots vollzogen werden.“ Der Produkttrend liegt für ihn auf der Hand: „Die Nachfrage nach Teilschutz-Produkten sollte auch im kommenden Jahr weiter zunehmen.“ Auch Jürgen Steindorfer von Volksbank-Investments erwartet „keine grundlegenden Änderungen im Vergleich zu 2012.“ Falls sich die jüngste Aktienrallye weiter fortsetzen sollte, rechnet Steindorfer aber „durchaus mit Zuwächsen im Teilschutzsegment.“

Auch Pedram Payami hat einen ähnlich Zugang: „Aufgrund der Unsicherheiten am Finanzmarkt gehen viele Anleger von stagnierenden Aktienmärkten aus. Daher kann erwartet werden, dass weiterhin Renditeoptimierungsprodukte wie Aktienanleihen oder auch Express-Zertifikate gefragt sein werden.“ Heiko Geiger sieht die Situation nüchtern: „Das Tiefzinsumfeld wird 2013 anhalten und Anleger werden zunehmend nach Alternativen Ausschau halten. So genannte Floored Floater Anleihen mit attraktivem Mindestkupon werden an Bedeutung gewinnen, aber auch Aktienanleihen und Bonus-Zertifikate werden weiterhin attraktive Produkte in volatilen Seitwärtsmärkten sein.“ Die Zinsen spielen auch für Frank Weingarts eine wichtige Rolle. „Wenn das Zinsniveau weiterhin so niedrig bleibt, könnten die Anleger in 2013 verstärkt zu Teilschutzprodukten, Aktienanleihen und Express-Zertifikaten greifen, um attraktivere Rendite zu erzielen. Bei Kapitalschutzprodukten werden Strukturen mit flexiblem Sicherungssystem weiterhin eine Rolle spielen.“

Indizes und der Goldpreis

Im Hebelprodukte-Bereich erwartet Christian-Hendrik Knappe eine Fortsetzung des Trends hin zu Faktor-Zertifikaten. Thomas Schaufler sieht bei den Basiswerten Indizes weiterhin vorne, erinnert aber auch an Rohstoffe. Diese waren in den vergangen Jahren immer große Schwerpunkte, wenn es um die bedeutendsten Basiswerte bei Zertifikaten ging. Wir haben die Emittenten auch nach ihrer Meinung zu Gold für das Jahr 2013 gefragt. Die meisten beriefen sich bei der Prognose auf die hauseigenen Analysten und sehen das gelbe Metall zwischen 1500 und 2000 US-Dollar. Durchaus eine Marktmeinung, die mit Zertifikaten darstellbar ist.

Mehr Volatilität und mehr Facebook

Beim Thema Volatilität in 2013 gehen die Meinungen hingegen auseinander. War man sich vor einem Jahr noch sicher, dass die hohe Volatilität aus 2011 auch im Jahr 2012 ein treuer Begleiter sein wird, ist man sich heuer nicht mehr ganz so einig. Jürgen Steindofer erwartet, dass die Schwankungsfreude „übers Jahr gesehen von den derzeit sehr niedrigen Levels wieder leicht ansteigen wird.“ Philipp Arnold erwartet, dass die Volatilität 2013 „zumindest zwischenzeitlich wieder von den aktuell sehr niedrigen Niveaus aus ansteigen wird“. Ausschläge wie 2008/09 bzw. 2011 erwarte er hingegen nicht. Frank Weingarts deklariert sich ganz klar: „Die unsicheren Phasen werden andauern und politische Einflüsse werden weiterhin einen starken Einfluss auf die Börsen haben.“

Zum Thema Social Networks, das heuer mit dem Facebook-IPO einen Höhepunkt fand, meint Weingarts. „Das Thema wird weiter an Bedeutung gewinnen.“ Das sehen auch Thomas Schaufler und Heiko Geiger ähnlich. Christian-Hendrik Knappe meint hingegen: „Das Thema wird an Beudeutung verlieren. Die Leute wollen wieder mehr Privatsphäre.

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