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22.12.2012

Zertifikate 2012: Anleger mussten ins Risiko gehen

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Sinkende Volatilität und niedrige Zinsen als Rahmenbedingungen

Der Anleger ist anpassungsfähig. Um das sein zu können, braucht er die richtigen Werkzeuge – die Zertifikate-Industrie liefert sie. In Teil 1 des Themenschwerpunkts Zertifikate blicken wir zurück auf das Zertifikatejahr 2012. In Teil 2 werfen wir gemeinsam mit Entscheidungsträgern der Zertifikate-Industrie einen Blick ins Jahr 2013.

Die 6. Zertifikate Awards Austria

Am 14. Mai wurden in Wien bereits zum sechsten Mal die Zertifikate Awards Austria für die besten Emittenten und Zertifikate Österreichs verliehen. Diesmal haben 18 Anbieter ihre Serviceleistungen und ihre Produkte zur Abstimmung angemeldet. Als Gesamtsieger über insgesamt sieben Kategorien ging zum wiederholten Male die Raiffeisen Centrobank vor BNP Paribas und der Royal Bank of Scotland hervor.

Aktienanleihen als Gewinner

Der Zertifikatemarkt teilt sich ja bekanntermaßen in die Kategorien „Anlage-Produkte“ und „Hebel-Produkte“. Wir haben nach den größten Trends im abgelaufenen Jahr gefragt und sehr homogene Antworten bekommen. So erklärt Peter Bösenberg von der Société Générale: „Zinsprodukte waren der größte Trend. Allerdings stellen wir seit einigen Wochen wieder größeren Appetit nach ‘equity linked’-Strukturen fest.“ Dabei handelt es sich beispielsweise um Aktienanleihen. Die gleich für mehrere Emittenten zu den großen Gewinner zählten. So gerät Heiko Geiger von Vontobel regelrecht ins Schwärmen: „Diese Produktgattung hat im vergangenen Jahr eine enorme Aufwertung beim Privatanleger erfahren.“ Das liegt unter anderem daran, dass Aktienanleihen ihre Versprechungen halten konnten „Viele Produkte konnten im Laufe des Jahres zu 100 Prozent getilgt werden“, so Geiger. Pedram Payami von EFG Financial Products führt den Erfolg der Aktienanleihe auf die Anlegererwartungen zurück: „Da viele Investoren von einem Seitwärtstrend am Aktienmarkt für das Jahr 2012 ausgingen, war vor allem diese Produktgattung bei den Anlegern gefragt.“

Faktor-Zertifikate im Trend

Auch wenn es um Hebel-Produkte geht, sind mehrere Emittenten ähnlicher Meinung. So erklärt Christian-Hendrik Knappe von Deutsche Bank db-X markets, die ja traditionell stark mit der Kategorie Hebel-Produkte in Verbindung gebracht wird: „Die Faktor-Zertifikate setzten 2012 ein Ausrufezeichen. Das Anleger-Interesse stieg kontinuierlich an.“ Ins selbe Horn stößt Frank Weingarts von UniCredit onemarkets: „Der größte Trend waren Faktor-Zertifikate auf Strategie-Indizes.“ Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand: „Anleger können stabil, also mit konstantem Hebel, an einem Auf- oder Abwärtstrend überdurchschnittlich partizipieren.“ Auch Philipp Arnold von der Raiffeisen Centrobank sieht hohe Hebel als einen starken 2012er-Trend. „Unsere Kunden griffen eher zu Indizes als zu Einzel-Aktien als Basiswert.“ Für Peter Bösenberg waren hingegen die hauseigenen Inline-Optionsscheine der Trend des Jahres.

DAX, Yen und auch der ATX

Zurück zu den Basiswerten: Hier fielen die Antworten sehr unterschiedlich aus. Lediglich beim Basiswert DAX im Hebelbereich ist man sich so gut wie einig. Das sieht auch Christian-Hendrik Knappe so: „Der DAX ist weiterhin mit großem Abstand die Nummer eins.“ Aber auch Währungen waren für Knappe starke Basiswerte. Das sieht auch Daniela Hofmann von der DZ Bank so: „Neben dem DAX wurden im Hebel-Bereich insbesondere Währungsturbos, die auf Abschwächung des Yen ausgerichtet sind, stark nachgefragt.“ Auch Frank Weingarts sieht eine übergeordnete Rolle von Indizes als Basiswerten – und zwar sowohl bei Anlage- als auch bei Hebel-Produkten. Bei letzteren konnten laut Weingarts vor allem die großen deutschen Indizes aber auch der Wiener Leitindex ATX bei den Anlegern punkten. Bei den Anlage-Zertifikaten sah Weingarts wiederum einige Austro-Aktien stark nachgefragt.

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