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13.12.2012

Jetzt sprechen die deutschen Emittenten - Teil 2

(c)


Deutscher Derivate Verband hat sich bei den deutschen Emittenten umgehört

Der Deutsche Derivate Verband hat sich bei seiner jährlichen Umfrage bei insgesamt 21 Emittenten umgehört. Gestern haben wir die Ergebnisse zu den Fragen den DAX und das Zertifikate-Geschäft im Allgemeinen, sowie die Wettbewerbssituation im Speziellen präsentiert. Heute geht es um die Produkte.

Klassiker dominieren

Mit Blick auf die künftige Struktur der Anlageprodukte war sich die Hälfte der Befragten einig, dass einfach strukturierte Zertifikate das Produktangebot bestimmen werden. 43 Prozent gehen von keiner Änderung der bisherigen Struktur aus. Die gefragtesten Produkte werden nach Ansicht von mehr als 43 Prozent strukturierte Anleihen und Kapitalschutz-Zertifikate sein.

19 Prozent erwarten hingegen eine verstärkte Nachfrage nach Aktienanleihen, während 14 Prozent in den Discount-Zertifikaten die beliebteste Produktkategorie sehen.

Indizes sind bestimmend

Knapp zwei Drittel der Emittenten schätzen, dass Indizes als Basiswerte in der Anlegergunst ganz oben stehen werden. 24 Prozent gehen davon aus, dass sich die Anleger am häufigsten für Aktien entscheiden dürften. Keiner der Befragten glaubt, dass Rohstoffe oder Währungen zu den beliebtesten Basiswerten zählen werden.

Die Milliarde wird bleiben

Die derzeitige Zahl von gut einer Million Anlagezertifikaten und Hebelprodukten wird nach Einschätzung von mehr als drei Vierteln der Befragten im nächsten Jahr gleich bleiben. 19 Prozent gehen von einer weiteren Steigerung aus, während 5 Prozent erwarten, dass das Produktuniversum kleiner wird. Mitte Dezember 2012 waren an den Börsen etwa 450.000 Anlagezertifikate und 600.000 Hebelprodukte notiert.

Die Bonität entscheidet

Nach Einschätzung von rund 86 Prozent der Emittenten halten die privaten Anleger die Bonität des jeweiligen Zertifikate-Anbieters für ein sehr wichtiges bzw. wichtiges Kaufkriterium. Die meisten Anleger wissen inzwischen, dass beim Kauf eines Zertifikats die Bonität des jeweiligen Emittenten eine wichtige Rolle spielt. Der DDV bietet Anlegern entsprechende Informationen und veröffentlicht auf seiner Webseite die sogenannten Credit Spreads, die Aufschluss über die Kreditwürdigkeit eines Emittenten geben. Von allen DDV-Angeboten wird dieser Service von den Anlegern laut eigenen Angaben am meisten genutzt.

Die Mehrzahl der Privatanleger halten ihre Zertifikate durchschnittlich mehrere Monate bis zu einem Jahr im Depot, so die Einschätzung von 91 Prozent der Umfrageteilnehmer. Dabei beobachten 67 Prozent der Emittenten, dass der Großteil ihrer Kunden sicherheitsorientiert bzw. begrenzt risikobereit investiert. Mehr als die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer geht davon aus, dass höchstens ein Viertel ihrer Kunden Selbstentscheider sind. 33 Prozent halten einen Anteil an Selbstentscheidern von bis zu 50 Prozent für zutreffend. Für 14 Prozent zählen bis zu drei Viertel ihrer Kunden zu den Selbstentscheidern.