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03.12.2012

Drei neue Mitglieder - DDV bekommt Zuwachs

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BayernLB, Helaba und LBB ergänzen den Verband

Die Bayerische Landesbank (BayernLB), die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und die Landesbank Berlin (LBB) werden dem Deutschen Derivate Verband (DDV) zum 1. Jänner 2013 beitreten. Damit repräsentieren die im Verband vertretenen Landesbanken nahezu die gesamte Sparkassen-Finanzgruppe. Sie wollen durch ihre Mitgliedschaft im DDV mehrere Ziele erreichen. „Als einer der größten Emittenten am deutschen Zertifikatemarkt wollen wir die Schlagkraft des Verbandes auch künftig sicherstellen. Daher ist es für uns selbstverständlich, nach der Übernahme des Zertikategeschäftes der ehemaligen WestLB unsere Stimme bei Regulierungsfragen aktiv einzubringen sowie die Verbandsinitiativen für mehr Produkttransparenz und Anlegerschutz zu unterstützen“, so Dirk Mewesen, Bankdirektor der Helaba, die Mitte des Jahres das Zertifikategeschäft der WestLB übernommen hat.

„Die LBB zählt zu den Top-Ten der Zertifikateanbieter in Deutschland. Daher ist für uns eine Mitgliedschaft im Branchenverband ebenso notwendig wie nützlich. Gleichzeitig wollen wir auch bei der Festlegung weiterer Branchenstandards, die im Interesse der Kunden liegen, eine aktive Rolle spielen“, so Stefan Caspari, Bereichsleiter für das Kapitalmarktgeschäft der Landesbank Berlin. Ingmar Alde, Direktor für das Zertifikategeschäft der BayernLB, nennt als Beweggrund für den Beitritt: „Die BayernLB ist bereits seit 14 Jahren als Emittent am Zertifikatemarkt aktiv. In dem sich schnell wandelnden regulatorischen Umfeld wollen wir durch eine stärkere Vernetzung im Verband eigenes Know-how einbringen und von der Expertise der Ausschüsse profitieren. Zugleich möchten wir die Interessen der Sparkassen und ihrer Kunden aktiv vertreten.“

Alle drei Banken sind für den DDV keine Unbekannten, da sie unter anderem seit geraumer Zeit Daten für die DDV-Marktstatistiken liefern. Hartmut Knüppel, geschäftsführender Vorstand des DDV, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Mit dem Beitritt der drei Landesbanken wird die Säule des öffentlich-rechtlichen Bankensektors im DDV enorm gestärkt. Das ist gerade auch für die politische Kommunikation ein nicht zu unterschätzender Faktor.“ Mit den drei Emittenten wird sich die Zahl der Verbandsmitglieder im nächsten Jahr erhöhen, auch wenn J.P.Morgan und Macquarie zum Jahresende ausscheiden. Während sich die amerikanische Investmentbank J.P.Morgan künftig auf institutionelle Kunden ausrichtet, hat die australische Bank Macquarie ihr europäisches Zertifikategeschäft ganz eingestellt.

Der Deutsche Derivate Verband ist die Branchenvertretung der 17 führenden Emittenten derivativer Wertpapiere in Deutschland. Der DDV will die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für strukturierte Produkte in Deutschland und in Europa verbessern und dazu beitragen, dass sich immer mehr Privatanleger für Zertifikate und Optionsscheine entscheiden. Zu den Zielen des DDV zählen deshalb die Verbesserung der Verständlichkeit und Transparenz der Produkte sowie der Schutz der Anleger.

Mit der Mitgliedschaft im DDV verpflichten sich die Emittenten von Zertifikaten, eine Reihe von Branchenstandards einzuhalten. Einer der wichtigsten ist der sogenannte Derivate Kodex, der Leitlinien für die Emission, die Strukturierung, den Vertrieb und das Marketing von derivativen Wertpapieren festlegt. Mit dieser freiwilligen Selbstverpflichtung schaffen die Emittenten zusätzlich Sicherheit für die privaten Anleger und stärken damit das Vertrauen in Zertifikate.