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03.12.2012

Höhere US-Steuern als Gefahr für Dividendenaktien?


Viele amerikanische Unternehmen schütten derzeit Sonderdividenden aus, nicht zuletzt um der von US-Präsident George W. Bushs abgesetzten, aber 2013 vermutlich wieder eingeführten Kapitalertragssteuer ein Schnäppchen zu schlagen. Aber selbst wenn die Steuern auf Dividenden steigen sollten, spricht nach dem Dafürhalten der 100prozentigen Legg Mason-Tochtergesellschaft ClearBridge immer noch vieles für amerikanische Dividendentitel. „Denn sie bieten Vorzüge, die langfristig orientierte Anleger in anderen Anlageklassen nicht finden“ erläutert Hersh Cohen, CIO bei dem US-Aktienspezialisten.

So seien die Renditen festverzinslicher Wertpapiere im historischen Vergleich extrem niedrig, es bestehe wenig bis kein Schutz gegen Inflation, und die Chance auf Kapitalzuwachs sei begrenzt. „Dividendenaktien hingegen bieten Ausschüttungserträge, die zudem steigen können, die Möglichkeit des Kapitalzuwachses sowie einen gewissen Inflationsschutz, um nur einige der Vorteile zu nennen. Zudem stehen die meisten Unternehmen bilanziell so gut dar, wie seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr. Viele haben hohe Liquiditätsreserven, die ihnen die nötige finanzielle Flexibilität geben, ihre Dividenden zu erhöhen, um ihren Aktionären auf diesem Weg Kapital zurückzugeben“, kommentiert Cohen. „Auch wenn noch nicht genau feststeht, wie die Steuer- und Haushaltsdebatte nach der Wiederwahl von Präsident Obama weitergeht, wissen wir, dass hochwertige Dividendenpapiere weiterhin attraktiv bewertet sind, und zwar sowohl absolut als auch im Vergleich mit anderen Anlageklassen. Aus all diesen Gründen halten wir Unternehmen mit der Fähigkeit, nachhaltige und steigende Dividenden zu zahlen, heute und auch künftig für effiziente Investments“, sagt Cohen.

In dem Versuch, die Wirtschaft zu stützen und Liquidität zu erhalten, hat die US-Notenbank die Zinsen niedrig gehalten und zur quantitativen Lockerung gegriffen. „Damit wurden Anleger praktisch gezwungen, ihr Heil ausserhalb von Staatsanleihen und Einlagenzertifikaten zu suchen. Anleger auf der Suche nach Renditen haben sich deshalb auf riskantere Papiere eingelassen und auch zunehmend auf Dividendenaktien gesetzt. Es wäre gleichermassen kontraproduktiv und unfair, die Anleger erst in Dividendentitel zu treiben und dann den Steuersatz zu erhöhen. Wir rechnen nicht mit dem Worst-Case-Szenario, bei dem die Besteuerung der Dividenden wieder den höchsten Grenzsteuersatz erreicht, aber selbst im Fall der Fälle blieben Dividendentitel attraktiv“, erklärt Cohen.

„Ein Blick auf unsere favorisierten US-Unternehmen zeigt, dass viele wenn nicht gar die meisten bereits seit langem konsequent Dividenden zahlen. Einige bereits seit über hundert Jahren. Selbst als die marginalen Steuersätze deutlich über den heutigen oder den eventuell künftig geltenden Sätzen lagen erhöhten diese Unternehmen Jahr für Jahr ihre Dividenden“, erklärt Hersh Cohen.

„Nur in den 1990ern, die in unseren Augen eine Anomalie darstellen, fielen die Nachsteuer-Ausschüttungsquoten von einem historischen Durchschnitt von über 50 Prozent auf nur noch 25 Prozent. In den letzten Jahren wurden sie dann wieder in schneller Folge angehoben, liegen aber noch deutlich unter dem historischen Durchschnitt und dem Satz, den sie erreichen könnten. Nach ihren Geschäftsmodellen und Bilanzen zu urteilen, sollten viele unserer Unternehmen in der Lage sein, ihre Dividenden regelmässig zu erhöhen.“


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