www.be24.at www.foonds.com www.boerse-express.com/abo
User online: 81
pxp
main
sub
30.11.2012

Weltwirtschaft in bester Verfassung seit 18 Monaten

(c)


Die Weltwirtschaft befindet sich derzeit in der besten Verfassung seit 18 Monaten. Das ist das Ergebnis einer Bloomberg Umfrage unter Investoren weltweit. Die Aussichten in China hellen sich ebenso auf wie die Chancen, dass es den Vereinigten Staaten gelingt, ihr so genanntes “Fiscal Cliff” zu vermeiden.

Zwei Drittel der 862 Befragten beschrieben den Zustand der Weltwirtschaft als stabil oder auf dem Weg der Besserung. Das ist der höchste Wert seit Mai 2011 und ein Anstieg gegenüber der letzten Umfrage im September, als knapp mehr als die Hälfte dieser Einschätzung waren.

Zum achten Mal in Folge belegten die USA im Quartalsvergleich den ersten Rang unter Investoren bei der Frage nach dem Markt mit den besten Anlagemöglichkeiten über die kommenden zwölf Monate. China belegt dabei den zweiten Rang, nach Rang vier in der letzten Umfrage. Die Europäische Union belegte den letzten Platz.

“Die Weltwirtschaft verbessert sich, erholt sich, heilt, dank der USA und der Schwellenländer”, sagt Andrea Guzzi, Teilnehmer an der Umfrage und Vizedirektor bei der IST Investmentstiftung für Personalvorsorge in Zürich, “mehr Leute werden wohlhabend, immer weniger sind arm.”

Aktien waren die favorisierte Anlageklasse. Mehr als ein Drittel der am 27. November befragten erwartet in dieser Anlageklasse über die nächsten zwölf Monate die besten Erträge. An zweiter Stelle kommen Immobilien. Anleihen belegen in der Gunst der Investoren den letzten Rang.

Marktteilnehmer erwarten weiter eine lockere Geldpolitik. Bei der Fed rechnen zwei von fünf Befragten damit, dass die US- Notenbank bis ins Jahr 2014 hinein mit Hypotheken besicherte Papiere kaufen wird - die mittlerweile dritte Runde dieser Art wird im Händlerjargon als “QE3” bezeichnet.

Die Zuversicht für die Weltwirtschaft schlägt sich nicht in Optimismus für die Beurteilung der Finanzbranche nieder. Sieben von zehn Befragten erwarten bei großen Banken weitere Stellenstreichungen. Als Grund werden vom Großteil Veränderungen im regulatorischen Umfeld angeführt.

Gefallen in der Gunst der Investoren sind hingegen Rohstoffe. Zwölf Prozent der Befragten halten Rohstoffe auf Zwölfmonatssicht für die beste Anlageklasse, nach 18 Prozent im September.

Auch bei Anleihen bleiben Investoren pessimistisch. Hier äußerten 48 Prozent die Absicht, ihre Bestände an US-Treasuries auf Sicht der kommenden sechs Monate zu reduzieren - der höchste Wert seit die Frage im Mai 2011 in die Umfrage aufgenommen wurde. Nur knapp 50 Prozent gegenüber 45 Prozent gaben an, dass Treasuries eine sicherere Anlageform seien als Unternehmensanleihen mit “AAA“-Einstufung.

Die Skepsis der internationalen Investoren gegenüber Anlagemöglichkeiten in der Europäischen Union bleibt klar ausgeprägt. Zwei von fünf Befragten äußerten die Erwartung, dass in dieser Region die geringsten Anlagechancen auf Sicht der kommenden zwölf Monate bestehen. Keine andere Region wird stärker abgestraft. Für Japan sind 23 Prozent negativ eingestellt, für den Mittleren Osten 17 Prozent gegenüber sieben Prozent bei der letzten Umfrage.
(Bloomberg)


Gratis-PDF-Produkte

Hier haben Sie die Möglichkeit, sich für den Bezug unserer kostenlosen Newsletter & PDF-Produkte einzutragen.
"Börse Express free"
 

Ihre Email Adresse