www.be24.at www.foonds.com www.boerse-express.com/abo
User online: 51
pxp
main
sub
29.11.2012

Wenn drei Indizes versagen, löst der Airbag aus

(c)


Barclays emittiert Smart Airbag 2012 auf drei internationale Indizes, fünfjährige Laufzeit

Wenn man sich als Anleger dazu entschlossen hat, etwa aus Gründen der Diversifikation, in einen Index zu investieren, stellt sich die Frage, welcher es denn nun sein soll. Will man sich auf große europäische Unternehmen fokussieren, auf jene aus den USA oder doch auf Fernost?

Diese Frage beantwortet Barclays mit dem „Smart Airbag 2012“ mit Ja, Ja und Ja. Denn Anleger setzen bei diesem Produkt, das gerade zur Zeichnung angeboten wird, auf den Euro Stoxx 50, den S&P 500 und den Nikkei 225. Die Gewichtung wurden mit 50 Prozent Euro Stoxx 50, 30 Prozent S&P 500 und 20 Prozent Nikkei 225 gewählt.

Keine laufenden Erträge

Während der fünfjährigen Laufzeit warten keine laufenden Erträge auf Anleger. Vielmehr setzt man auf eine positive Entwicklung der drei Indizes. Die Berechnung dieser „positiven Entwicklung“ ist nicht ganz trivial. Am 7. Dezember 2012 werden die drei Schlussstände der Indizes festgehalten. Diese werden später als „Startwert“ Einfluss auf die mögliche Rückzahlung haben.

Wo ein Startwert ist, kann ein Endwert nicht weit sein. Für jeden der drei Indizes wird ein Durchschnittswert ermittelt, der sich aus fünf Indexständen (pro Index) zusammensetzt. Erstmals werden die Indizes am 7. Dezember 2016 auf Schlusskursbasis beobachtet, danach noch vier mal. Letztmals wird also am 7. Dezember 2017 geschaut, wo sich die Indizes befinden.

Diese fünf Indexstände (für jeden der drei Indizes) werden addiert und dann durch fünf dividiert. Das Ergebnis, also der Durchschnitt, ist der Endwert. Für jeden Index wird nun das Ergebnis berechnet. Für den Euro Stoxx lautet die Rechnung also Endwert/Startwert mal 50 Prozent. Beim S&P Endwert/Startwert mal 30 Prozent und für den Nikkei Endwert/Startwert mal 20 Prozent. Danach wird addiert. Die gewichteten Ergebnisse werden addiert.
Ist das Ergebnis positiv, wird die positive Entwicklung ausbezahlt. Ist die Entwicklung hingegen negativ, kommt der Airbag ins Spiel.

Airbag mit starkem Effekt

Verluste müssen Anleger nämlich nur dann hinnehmen, wenn die Wertentwicklung am „finalen Bewertungstag“ (7. Dezember 2017) unter der so genannten Airbag-Barriere liegt (liegt das Minus des Indexkorbes bei weniger als 30 Prozent, gibt es den vollen Nominalbetrag von 1000 Euro zurück). Diese Barriere wird bei 70 Prozent des Startwerts des Indexkorbs eingezogen. Dennoch müssen Anleger die Verluste auch in diesem „worst-case“ nicht voll tragen.

Errechnet sich etwa eine negative Performance des Indexkorbes von 33,5 Prozent, erfolgt die Rückzahlung nicht in Höhe von 665 Euro (1000 Euro minus 33,5 Prozent), sondern von 950 Euro (50 Euro bzw. 5 Prozent Verlust). Warum? Weil der Airbag-Faktor ins Spiel kommt, welcher bei 1/0,7 liegt. Die 665 Euro werden also durch den Faktor 0,7 dividiert, was 950 Euro entspricht.

Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 7. Dezember 2012, der anfängliche Verkaufspreis beträgt 1000 Euro (hinzu kommt ein Ausgabeaufschlag in Höhe von 25 Euro). Die ISIN lautet DE000BC6EHX0. Es gibt eine Quanto-Funktion. Die Börsennotierung erfolgt im variablen Handel im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse.