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05.09.2010 09:57
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"US-Immos sind spottbillig; und schade, dass es keinen österreichischen Bausektor-ETF gibt"

Sieben BE-Mail-Fragen an "scherf.com", Dietmar Scherf: Jede Antwort würde eine Seite im BE-PDF füllen. Hier das ungekürzte Original, editieren wäre schade.

 MEINUNG 11    TAGESTHEMEN     BLOGS 
 
BE: Herr Scherf, Sie sind einer der meistgelesenen, fleissigsten, aber  auch - aufgrund mancher Wordings - kontroversiellsten Autoren auf be24.at. Sie schreiben unter "scherf.com" in der "wir"-Form. Wer steckt ausser dem Österreicher Dietmar Scherf noch hinter "scherf.com"?

Dietmar Scherf: scherf.com gehört zur Cascada Corporation deren Inhaber ich bin, und neben meiner Meinung wird dadurch auch die Meinung der Cascada Corporation vertreten, die unter anderem in gewisser Form auch im Meinungsbildungsbusiness tätig ist, und deshalb das "königliche" wir.
Meine Beiträge und Meinungen auf be24.at und auch in anderen Medien sind im Prinzip für mich selbst oft Selbstgespräche, wobei meine Standpunkte und Überzeugungen durch Veröffentlichung bestätigt und verstärkt werden. Dadurch wird auch eine Accountability geschaffen, da alles was im Internet geschrieben wird praktisch verewigt ist. Zugleich betrachte ich meine Beiträge als Tagebuch, das ich dann im Nachhinein begutachten kann, um zu sehen, ob meine Einschätzungen zu einer Aktie, dem Markt, usw. richtig oder falsch waren. Also reiner Selbstzweck, obwohl durch die gegebene Transparenz und Substanz klarerweise auch Leser davon profitieren können.
Kontroversiell sind die Aussagen nur deshalb, da ich eigentlich laufend extensive Recherchen mache (d.h. ich studiere dieses und jenes Thema ausführlich inklusive dem Input anderer Stimmen bevor ich meine Meinung bilde und die Schlussfolgerung dazu publiziere) um so die absolute Objektivität zu einem Thema auszuarbeiten. Klarerweise erregen meine Aussagen die eben auch meine Überzeugungen aufgrund der jeweiligen extensiven Recherchen reflektieren, dann oft viel Emotionen, da eben die Objektivität zu einem Thema nur sehr selten den allgemeinen Standpunkten entspricht. Aber es ist sehr gut, Dinge durchzudenken und der Sache auf den Grund zu gehen, denn im Investmentbusiness bzw. an der Börse hat man nur eine Chance jahrzehntelang Geld zu verdienen und somit erfolgreich zu sein, wenn man praktisch emotionslos den Kern einer Sache findet, sowie die Vogelperspektive beansprucht um das objektivste Gesamtbild zu betrachten und all dieses zur Investmententscheidung heranzieht.
Es gibt so viel Noise und gerade im Investmentbusiness werden laufend Selbstinteressen von den sogenannten "Experten", Banken und Marktteilnehmern zum Ausdruck gebracht, sodass man wirklich jeder Meinung bzw. z.B. Aktienempfehlung, usw. auf den Grund gehen muss wenn man eben objektive und somit gewinnbringende Investmententscheidungen treffen will. Und dabei steigt man vielen Leuten auf die Füsse, da eben deren Selbstinteressen meist indirekt offengelegt werden wenn z.B. die Objektivität und betreffende Transparenz definiert und publiziert wird. Und so werde ich oft als kontroversieller Autor gesehen, doch wer ehrlich ist und Transparenz und Objektivität sucht, der wird meine Aussagen bzw. Beiträge schätzen und kann eben davon profitieren. Und man sieht dies auch, da eben meine Beiträge zu den meistgelesensten Beiträgen auf http://www.be24.at zählen.


BE: Und warum ist ein Österreicher in die Staaten gegangen?

D.S.: Die USA haben mich schon als Kind immer interessiert, ... oft aufgrund diverser Filme aus den USA. Und als ich mit meiner Familie dann im Jahr 1990 aus Österreich in die USA auswanderte, wollten wir eigentlich ursprünglich nur ein paar Jahre in den USA bleiben. Aber je länger man in den USA ist desto mehr versteht man auch den riesigen philosophischen Unterschied im Lifestyle, der Einstellung, usw. zwischen Europa und den USA. Die persönliche Freiheit die einer Person in den USA gewährt wird, ist einfach für Österreicher nur sehr schwer zu verstehen. Und wenn man diese persönliche Freiheit nicht kennt, da sie eben in Österreich bzw. Europa eigentlich nicht in diesem Ausmass zur Verfügung steht, dann kann man sich das eben nicht wirklich vorstellen wie toll und welcher Segen diese Freiheit ist. Man will dann einfach nicht mehr zurück und sich einschränken lassen.
Damals im Jahr 1990 war es auch so, dass die Wiener Börse ihren gigantischen Run hatte und alles, was für uns zu verdienen war, verdient wurde. Meiner Meinung nach standen die USA damals vor einer langjährigen Hausse, da sich die Börsen gerade vom 1987er Crash langsam erholten und viele Aktien meiner Meinung nach in den USA damals spottbillig waren. Und wie viele Leser wissen, interessierte uns vor allem Dell Computer die wir laufend in unserem damaligen Newsletter empfohlen haben (diese Aktie stieg vom Herbst 1990 bis 1998 um fast 100.000% im Kurs, d.h. diejenigen die das Papier gehalten haben, konnten von jedem investierten Tausender innerhalb von 8 Jahren eine satte Million verdienen).
Ein weiterer Faktor zur Auswanderung in die USA war auch das Preisverhältnis und das Angebot in den USA, indem einfach die USA viel, viel billiger waren als Österreich und ein wesentlich grösseres Angebot offerierten. Sei es beim Kauf eines Hauses, oder eines Autos, oder z.B. bei der Eröffnung eines Büros mit Angestellten und den Büromaschinen, oder einfach die monatlichen Lebenskosten. Und auch die Bürokratie in den USA war damals minimal, insbesondere eben in geschäftlichen Dingen und natürlich gab es auch enorme Steuervorteile, die es übrigens heutzutage grossteils noch immer gibt. Wie erwartet könnte ich hier eine ganze Liste von Vergleichen aufzählen wozu allerdings der Platz fehlt.



BE: Sie widmen viel Zeit dem Beobachten der Märkte, natürlich mit leichtem Heimatmarkt-Blick, nehme ich mal an. Wie wird der Finanzplatz Wien in  den Staaten aktuell wahrgenommen?

D.S.: Das Beobachten der Märkte ist mein Job und ich muss dies jeden Tag für zumindest ca. 10 Stunden machen um eben in den Märkten laufend erfolgreich zu sein. Hinsichtlich dem Wiener Finanzplatz ist es leider so, dass der Wiener Finanzplatz kaum in den USA erwähnt wird. In letzter Zeit wurden wegen der Ungarnkrise mehrmals in den U.S. Medien Bemerkungen zu den österr. Banken und deren Exposure als grösster Gläubiger zu den Ungarnkrediten gemacht. Doch insgesamt betrachtet kann man sagen, dass der Finanzplatz Österreich bzw. Wien ziemlich unbekannt ist bzw. einfach ignoriert wird. Das ist schade, da es so viel Potential geben würde, doch dazu müsste Österreich einfach Business-friendly werden und die aufwendige Bürokratie abschaffen, da derzeit nach wie vor das Unternehmertum in Österreich durch so viele unnötige Gesetze und Vorschriften (Ladenschlussgesetz, Arbeitnehmergesetz, Wettbewerbsgesetz, usw.) behindert wird. Nach wie vor fehlt auch in der breiten Bevölkerung die Kenntnis und die Education in Sachen Börse und prozentuell gibt es nur sehr wenige Leute die sich in Österreich als Aktionäre engagieren. Der Börse Express und be24.at tragen jedoch sehr viel dazu bei um eben die Themen Börse und Aktien den Bürgern näher zu bringen, ... was übrigens auch ein Grund dafür ist, warum ich meine Beiträge auf be24.at publiziere.



BE: Und als Investment? Kommen da österreichische Aktien für Sie auch in Frage? (haben Sie aktuelle Favoriten in Wien - aus dem Bauch raus?)

D.S.: Nein, Österreich kommt für uns als Investment mit z.B. einzelnen Aktien nicht in Frage. Die Ausnahme wäre vielleicht unter Umständen der Österreich ETF (Exchange Traded Fund) namens EWO, aber bei diesem besteht oft nur geringes Handelsvolumen und wir sind hauptsächlich auf gehebelte ETFs spezialisiert was der EWO nicht ist. Im Laufe der Zeit werden wahrscheinlich mehrere ETFs auch auf Österreich emittiert werden, wie z.B. uns würde ein Bausektor ETF auf Österreich interessieren, sowie z.B. auch ein Finanz ETF obwohl der EWO bereits sehr viele österr. Finanzwerte beinhaltet. Wie erwähnt, wären eben gehebelte ETFs interessant um so als Trader mehr Chancen zu nützen. Favoriten in Wien kann ich keine nennen, da ich den österr. Markt heutzutage einfach zu wenig beobachte bzw. keine der Unternehmen in letzter Zeit dort analysiert habe. Einzig interessant schien uns bwin nachdem das Papier die massive Korrektur hatte und wir den betreffenden Sektor laufend beobachten und recherchieren. Die bwin Aktie konnte seit der Korrektur auch kräftig zulegen, aber bwin ist jetzt eben in der Mergerphase und somit hinfällig.



BE: Sie sind Trader. Wie kann man sich da den Tagesablauf vorstellen?

D.S.: Wir sind in Las Vegas und daher zeitmässig auf der West Coast, d.h. wegen dem 3-Stunden Zeitunterschied zu New York, muss ich kurz nach 4 Uhr in der Früh aufstehen. Nach einem schnellen Shower geht es mit ein paar Minuten Besinnung (Medidation) los. Danach werden die E-mails kurz durchgesehen, der TV mit CNBC aufgedreht, sowie die Weltmärkte und die U.S. Futures und News durchgecheckt. Ab 5 Uhr in der Früh unserer Zeit beginnt die Vorbörse, sowie meist gegen 5:30 Uhr unserer Zeit gibt es die ersten wirtschaftlichen Daten wie z.B. Arbeitslosenrate, usw. Zwischendurch nehme ich mein Frühstück zu mir, was meist aus einem Kiwi und einer Schale Cheerios mit fettarmer Milch besteht. Weiters lese ich bis Börsebeginn (um ca. 6:30 Uhr unserer Zeit) eben kurz Blogs, Infos, News, usw. um eben das Marktsentiment einzuschätzen und Meinungen zu potentiellen Trades zu analysieren. Dabei schreibe ich dann meist meine eigenen Überlegungen auf Blogs oder dgl. um eben meine Gedanken zu möglichen Trades bzw. zu entsprechenden Themen zu koordinieren.
Ab 6:30 Uhr gibt es nur noch Trading bis ca. 13 Uhr unserer Zeit wenn dann die Börsen in New York schliessen. Zwischendurch recherchiert man natürlich laufend und verarbeitet geistig die News die laufend über die Bildschirme kommen, sowie diverse Infos und Meinungen zum Marktgeschehen und zu den potentiellen Trades.
Zwischen 13-14 Uhr gibt es Lunch und um 14 Uhr gibt es noch eine TV Show auf CNBC für Marktteilnehmer die "Fast Money" heisst und die ist oft interessant. Manchmal ergibt sich hier noch ein nachbörslicher Trade, insbesondere wenn die Earnings Season ist.
Um ca. 15:15 Uhr raste ich mich meist für eine Stunde oder so aus. Dann ab ca. 17 Uhr geht es weiter mit Meetings oder eben anderen geschäftlichen Belangen. Zwischen 20-21 Uhr bleibt dann Zeit sich für eine Stunde zum Entspannen (irgendeine TV Show ... meist eine Komödie oder dgl.) und spätestens um 22-23 Uhr geht's auf ins Bett. Davor schaut man sich nochmals die Weltmärkte an und die Futures und sucht ob es irgendeine wichtige Information für den nächsten Börsentag gibt. Übrigens, das Wochenende (ab Freitag ca. 13:30 Uhr) ist meist absolute Freizeit und meine Frau und ich besuchen dann öfters unsere Kinder und Enkelkinder, oder wir tätigen Einkäufe oder kurze Ausflüge und dgl. An Samstagen finden öfters auch Meetings statt, insbesondere wenn Klienten oder Freunde in Las Vegas vorbeischauen.



BE: Welche Underlyings traden Sie am liebsten?

D.S.: Wir traden vor allem leveraged ETFs, meist die 3x Direxion ETFs, und dabei meist die Long ETFs bzw. je nach Marktsituation auch die Short ETFs zum hedgen. Im Jahr 2009 waren wir hauptsächlich im Finanzsektor via dieser ETFs wie z.B. dem FAS engagiert, und heuer sind wir vor allem im Immobiliensektor via z.B. DRN engagiert. Wir traden jedoch immer wieder auch Erdöl vor allem wenn der Ölpreis übertrieben hoch ist via z.B. dem DTO als eine Öl-Shortspekulation. Nebenbei traden wir vor allem den Russell  2000 Small Cap via z.B. dem TNA und hin und wieder den Nasdaq via TQQQ. Derzeit beobachten wir auch den Semi-Conductor Sektor wobei wir insbesondere am SOXL interessiert sind, sowie derzeit auch hinsichtlich Treasuries interessiert uns diese zu shorten was man via dem Short-ETF namens TMV machen kann.



BE: Abschliessend: 1 Mio. Dollar auf drei Jahre veranlagt. In welche Asset- Klassen bzw. Märkte würden Sie unter der Prämisse, dass das Portfolio zwar nicht laufend beobachtet werden kann, aber durchaus dynamische Aspekte beinhalten dar, investieren?

D.S.: Da gibt es nur eine Antwort für mich: U.S. Immobilien. Diese sind spottbillig und es entspricht meiner Meinung, dass es zu einem Immobilienengpass und damit rapide steigenden Immobilienpreisen in den USA in den kommenden Jahren kommen wird, .... wobei diese Phase dann wieder in einem Bubble enden wird. Für konservative Anleger würde daher der IYR (ein Immobilien ETF) interessant sein, bzw. wer mehr Action/Spekulation will und somit mehr potentielles ROI ermöglicht wird, sollte unbedingt den DRN in Erwägung ziehen (der DRN ist zwar ein gehebelter Daytrader ETF, doch aufgrund meiner Erwartungen im U.S. Immobilienmarkt kann man diesen ETF wahrscheinlich auch einfach ins Portfolio legen und zusehen wie dieser im Laufe der Zeit mit viel Volatilität nach und nach steigt). Dennoch sollte man meiner Meinung nach ein Portfolio laufend beobachten, um auch in einem passiven Portfolio z.B. die extreme Spikes bzw. das momentane Top in Uptrends für Gewinnmitnahmen auszunützen. Nichts geht kerzengerade nach oben und daher muss man zwischendurch mit Volatilität rechnen. Das Kurspotential im DRN vom jetzigen Kurzniveau liegt unserer Meinung bei ca. 300-400% im Laufe der kommenden 3-5 Jahre.


WORDRAP: Was wird bis Jahresende eher steigen oder fallen, Herr Scherf?

Dow: Steigen
Nasdaq: Steigen
DAX: Wahrscheinlich leicht steigend, ... habe jedoch kaum Info/Ahnung zum DAX, da er für uns uninteressant ist;
ATX: Keine Ahnung, ... es gibt zu viele Unsicherheiten, aber sollte sich generell irgendwie nach dem DAX richten;
Nikkei: eher gleichbleibend
Gold: vorerst bis ca. Nov. leicht steigend, aber Vorsicht ist angebracht, wir befinden uns in einer Goldblase und eine massive Korrektur nach der 9-jährigen Goldhausse ist jederzeit möglich;
EUR/USD: Euro fallend; USD steigend
Öl: Range bound, d.h. traded alle paar Wochen zwischen ca. USD 70,- und USD 85,-
Langlaufende Bonds: Fallend, ... wir befinden uns in einem Bond Bubble.

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Postings zu diesem Artikel
pirro
223 Postings
seit 2006-01-11
> scherf im interview2010-09-05 10:09:53



, Nr. 2 
antworten
jjvie
1 Postings
seit 2010-09-06
> lingo2010-09-06 09:33:43


ich bitte um ein paar Übersetzungen für die Rookies unter uns. Was genau ist der DRN/IYR. Gibt es dazu einen WKN dazu?
Danke!

, Nr. 3 
antworten
scherf.com
1142 Postings
seit 2006-09-21
>> Re(1):lingo / ETF Erklärung2010-09-06 16:41:11


Der DRN und IYR sind Immobilien ETFs (Exchange Traded Funds) die auf den amerikanischen Börsen ganz normal wie Aktien notieren und gehandelt werden. Vor allem professionelle Hedgefonds verwenden ETFs.

ETFs (EXCHANGE TRADED FUNDS) - Kurze Erklärung:
ETFs (Exchange Traded Funds) sind meist Aktienkörbe die oft aus dutzenden bzw. auch hunderten verschiedenen Aktien von Konzernen, usw. bestehen, bzw. unter Umständen bei z.B. Gold, Getreide, Öl, usw. würde diese ETFs auch aus Futures bestehen, doch der ETF selbst wird eben ganz normal wie eine Aktie gehandelt.

LINKS zu den Immobilien ETFs:
Hier ist ein Link zum DRN (dieser ist ein 3x gehebelter Long ETF, d.h. eine Spekulation auf steigende Kurse im Immobiliensektor via REITs - REITs = Real Estate Investment Trusts die meist eben die Betreiber bzw. Inhaber von Einkaufszentren, Bürogebäuden und Apartmentkomplexen sind).

DRN Info unter:
http://www.google.com/finance?q=...

(Hinweis: Der DRN stieg nach unserem Interview in den letzten ca. 2 Tagen der vorigen Woche um 25% auf über USD 50,- und unser bevorzugter Kaufpreis liegt meist derzeit bei unter USD 40,- um die USD 40,-, obwohl für längerfristig orientierte Anleger dies nicht so wesentlich ist, doch wir wollen immer den günstigst möglichen Kurs. D.h., wir haben nach dem 25%igen Kursanstieg der letzten zwei Handelstage vorige Woche den DRN vorerst einmal verkauft und je nach Marktsituation am 7. Sept. werden wir sehen ob wir bei über USD 50,- einsteigen oder eben abwarten. Wir sind allerdings extreme Short-Term Trader, d.h. wir traden ein Papier auch mehrmals täglich und sichern so laufend Gewinne ab bzw. unsere Positionen sind in diverse Kontingente aufgeteilt um die bestmöglichen Trades laufend zu erzielen. Mit unseren Strategien erzielen wir bei a. 98-99% aller unserer Trades einen Gewinn inkl. den Hegde- bzw. Absicherungstrades, d.h. nur ca. 1% aller Trades hat leichte Verluste, da jene Trades oft die Hedgetrades sind in diversen Marktsituationen und diese nicht immer Gewinn erzielen können, sondern eine Art Versicherung sind).

Der IYR ist der eher konservative Immobilien ETF der auch mit erhöhtem Margin getraded werden kann, da er kein gehebelter ETF ist.
Hier der Link zu Infos zum IYR:
http://www.google.com/finance?q=...

Dazwischen gibt es im gleichen Sektor noch den URE, den wir nur sehr selten traden, aber der ein leicht gehebelter Immobilien ETF ist und daher so in der Volatilität in der Mitte von IYR und DRN liegt, ... Info Link unter:
http://www.google.com/finance?q=...

Weitere Notiz/Hinweis:
Es gibt zu jedem dieser Long ETFs die eine Spekulation auf steigende Preise sind, einen Short ETF was z.B. zum Hedgen unter gewissen Marktsituationen (insbesondere bei überhitzten Preisen) oft sinnvoll ist, wobei jene ETFs eine Spekulation auf fallende Preise bzw. eine Korrektur sind. Der Vorteil bei der Verwendung von Short ETFs ist, dass man nicht etwas short verkaufen muss, sondern man geht einen Short ETF long, d.h. man kauft den betreffenden Short ETF und spekuliert so auf fallende Preise.
Ein Beispiel eines Short ETF wäre das Gegenstück zum DRN wobei dieser Short ETF die Bezeichnung DRV trägt. Wichtig: Insgesamt würden wir den U.S. Immobilienmarkt keinesfalls shortgehen, da wir eben einen Immobilienboom erwarten.
Doch hier zum Vergleich und zur Information ein Link zum gehebelten Short ETF für den Immobiliensektor namens DRV:
http://www.google.com/finance?q=...

Hier ist auch noch ein Link zu häufig verwendeten ETFs bzw. gehebelten ETFs die öfters von Hedgefonds im täglichen Trading verwendet werden, bzw. wir traden oft diese Direxion ETFs (darauf findet man auch Informationen hinsichtlich der Natur bzw. der Eigenart von ETFs, insbesondere gehebelte ETFs die nicht unbedingt für jeden Trader geeignet sind):
http://direxionshares.com/etfs

UNSERE TRADING-/INVESTMENTSTRATEGIEN ERKLÄRT:
Unsere Trading- und Investmentstrategien kann man in Deutsch auf der folgenden Web Page auf unserer Internetseite nachlesen bzw. studieren. Dabei wird z.B. unsere Short-Term Trading Strategie erklärt, sowie auch unser Position Trading, usw., sowie es gibt darauf unzählige Links zu den fast 1000 ETFs die es derzeit in den USA gibt (weltweit gibt es bereits fast 2000 ETFs):
http://scherf.com/fond.htm

, Nr. 4 
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scherf.com
1142 Postings
seit 2006-09-21
>>> REITs Super Rebound ....2010-09-14 19:01:48


Fast verdoppelt haben sich die Investitionen in weltweiten Gewerbeimmobilien heuer gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2009, ... von etwas mehr als USD 70 Mrd. im Jahr 2009 liegen die Investitionen nun bereits auf über USD 130 Mrd. für 2010.

Dazu erleben in den USA REITs (Real Estate Investment Trusts) geradezu eine Renaissance. REITs sind die Hauptinvestoren bei Gewerbeimmobilien (d.h. Einkaufszentren, Büros, usw.) und auch bei Apartmentgebäuden.
Derzeit liegen REITs noch immer ca. 30% unter dem 2007er Niveau, doch die Aufholjagd die bereits vor einem Jahr begonnen hat, verstärkte sich in den vergangenen Monaten. Im weiteren wirtschaftlichen Recovery wird es REITs in dem neuen Bullenzyklus wesentlich besser gehen als vielen anderen Sektoren, da die Occupancy Rates bereits jetzt oft über ca. 95% liegen, und durch den zu erwartenden Immobilienengpass die Rate fast die 100% erreichen wird, sowie die Mieten steigen werden, da nicht ausreichend neue Projekt rechtzeitig auf den Markt gebracht werden können.
Wie hier mehrmals erwähnt, ist der DRN ein interessanter gehebelter U.S. Immobilien ETF mit Schwergewicht REITs, der zwar viel Volatilität aufweist, doch auch viel Kurspotential bei einem weiteren Anstieg der zugrundeliegend REITs.

Hier noch ein Link zu einem aktuellen Artikel hinsichtlich REITs:
http://www.cnbc.com/id/3915688...

, Nr. 8 
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scherf.com
1142 Postings
seit 2006-09-21


93% Anstieg in Immobilienkäufen im Vergleich zum vorigen Jahr hinsichtlich Condos in Manhattan, zeigt ein heutiger (7. Spet. 2010) Bericht von Diana Olick (CNBC Realty Check).
Auch Preise stiegen um 10%. Als Käufer tauchen vor allem Ausländer auf (aus Osteuropa, Saudi Arabien und Asien), wobei die Condos in New York's Metropole sich meist in einer Preislage so um die ca. USD 2 Mio. bis USD 5 Mio. befinden.

Diana Olick, die notorisch pessimistisch ist und immer sogar bei sehr guten Immobiliendaten bzw. -indikatoren die schlechtesten Punkte herausstreicht und sich anscheinend sogar darüber freut, war bei diesem Bericht über den Manhattan Condo Market Recovery durchaus enthusiastisch und konnte dabei nichts Negatives finden. Sie wies sogar darauf hin, dass ähnliche Szenarios auch in anderen U.S. Städten stattfinden, wie z.B. der Zulauf von kanadischen Investoren die die Foreclosure Properties in Phoenix (Arizona) nach und nach aufkaufen.

Hier der Link zum Bericht:
http://www.cnbc.com/id/3899594...

, Nr. 5 
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scherf.com
1142 Postings
seit 2006-09-21


93% Anstieg ... Video zum betreffenden Artikel:
http://www.cnbc.com/id/1584023...

, Nr. 6 
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scherf.com
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seit 2006-09-21


Starker August für U.S. Eigenheimmarkt/Häuslbauer. Ara Hovnanian (HOV - notiert an der NYSE; Ara ist der CEO von Hovnanian) bestätigte soeben (11. Sep. 2010) in einem Interview, dass der U.S. Eigenheimmarkt für sein Unternehmen schon im Juli 2010 wesentlich besser war als noch im Juni, und jetzt im August 2010 die Käufer in sogar grösseren Scharen wieder den Bau von U.S. Eigenheimen in Auftrag gaben.

Besonders niedrige Hypothekarzinsen und extrem günstige Eigenheimpreise bewegen lt. Hovnanian den Markt. Der Boden im U.S. Immobilienmarkt wurde bereits vor einiger Zeit erreicht und sieht bereits dort und da erhöhte Kaufaktivität sowie sogar Preissteigerungen (auch gemäss der jüngsten Daten des Case/Shiller Homeprice Index).

Hovnanian (HOV) ist einer der populärsten U.S. Homebuilders, und die Aktie zählt neben Ryland (RYL), Toll Brothers (TOL), sowie Beazer Homes (BZH) zu unseren Favoriten im Eigenheimsektor.
Davon hat HOV unserer Meinung nach im Laufe der kommenden Jahre weiterhin enormes Kurspotential und insbesondere bei einem Aktienkurs von ca. USD 3,60 bis USD 3,90 scheint die HOV Aktien nach wie vor eine Mezie zu sein.

, Nr. 7 
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scherf.com
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seit 2006-09-21


Nun bestätigen weitere offizielle Daten, dass der U.S. Immobilienmarkt nicht nur längst den Boden erreicht hat, sondern dass die Wende nach oben im U.S. Immobilienmarkt bereits begonnen hat.

Da die Building Permits vor allem positiv im Multi-Family Home Sektor zu finden waren, ist zu bemerken, dass in diesem Bereich vor allem REITs (Real Estate Investment Trusts) aktiver werden, da die Auslastung der REIT eigenen Immobilien (Apartments, Condos, Shopping Malls, Büros, usw.) ziemlich hoch ist. Damit werden REITs im Kursniveau umso mehr ansteigen, da auch konservatives Geld in REITs investiert, da eben REITs oft hohe Dividenden ausbezahlen.
Wie hier mehrmals erwähnt kann man von dieser positiven U.S. Immobilienentwicklung am besten via spezifischer REIT Immobilien ETFs (Exchange Traded Funds) profitieren wie z.B. dem IYR, URE oder dem stärker gehebelten DRN ... die alle an den U.S. Börsen notieren.

P.S. Auch der notorische Shortseller und Hedgefond Manager Jim Chanos (Kynikos Associates ca. USD 6,7 Mrd. Hedgefond - http://en.wikipedia.org/wiki/James... ) der normalerweise immer negativ ist, gab heute (21. Sept. 2010) seinen eher seltenen positiven Kommentar auf CNBC zur positiven Wende des U.S. Immobilienmarktes ab, indem er z.B. die positive Entwicklung mit der Tatsache von stark steigenden Condokäufen und Apartmentauslastung in Miami (Florida) verzeichnete. Laut Chanos agiert der Immobilienmarkt in Miami immer um ca. 1-2 Jahre im Voraus gegenüber dem Rest der wesentlichen Immomärkte in den USA.

Ein weiteres positives Zeichen war auch der letzte Case/Shiller Index der generell Preissteigerungen über's Jahr im U.S. Immosektor verzeichnete.

, Nr. 9 
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scherf.com
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seit 2006-09-21


Weitere positive Kommentare zum Immobilien Recovery mit sachlicher Begründung zum U.S. Immobilienmarkt von William Wheaton, der ein Immobilienexperte und Professor bei MIT ist:
http://www.cnbc.com/id/1584023...

Prof. Wheaton meint übrigens, dass der U.S. Eigenheimbausektor sich bis 2014 verdreifachen wird und erklärt dies im betreffenden Interview.

, Nr. 11 
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scherf.com
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seit 2006-09-21


Unsere favorisierte BIDU (Baidu) Aktie konnte per dato (23. Sept. 2010) unser langfristiges Kursziel von USD 95,- erreichen. Somit stieg die BIDU Aktie vom Jan. 2009 Low (ca. USD 10,50) innerhalb von ca. 20 Monate um ca. +806%.
War ein schöner Gewinn auch für passive Investores die einfach zusehen konnten wie das Papier unser einst von vielen als "unrealistisches" Kursziel bezeichnet nun in diesen gigantischen Höhen schneller als erwartet erreichte.

Uns scheint das Papier jetzt ziemlich hoch bewertet zu sein und es ist höchste Zeit zumindest vorrübergehend Gewinne zu realisieren.
DOCH man darf die Baidu (BIDU) Aktie dennoch nicht vergessen, sondern man muss sie weiter beobachten, da in den kommenden Wochen Baidu unzählige Mobile-Phone Apps für den chinesischen Markt startet und so der Baidu Websitezugriff erst richtig in Fahrt kommen sollte.
Es wäre nicht verwunderlich wenn die Aktie sich vom derzeitigen Niveau gleich nochmals verdreifachen würde und die USD 300,- irgendwann in den kommenden Jahren erreichen würde. Aber Vorsicht ist angepasst und es wäre sinnvoller wenn es einmal jetzt eine kräftige Korrektur im Papier geben würde. Der wichtigste Faktor: Momentum ... ist jedoch nach wie vor im Unternehmen sowie in der Aktie.

Also, Gewinne absichern und somit sicherstellen und einmal durchatmen und schau'n wie es weitergeht. Weiteres Kurspotential besteht, aber eben die Bewertung ist nun schon ziemlich hoch, ... aber in der verrückten chinesischen Wachstumseuphorie ist alles möglich und da Baidu geradezu ein Monopol in China hat und als die beliebteste Search Engine und Portal für die Einheimischen gilt, und jetzt noch mit den neuen Mobile-Phone Apps könnte das Umsatz- und Gewinnwachstum noch für ein paar Jahre fortsetzen.

, Nr. 10 
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scherf.com
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seit 2006-09-21


Laut Wikileaks Co-Founder Julian Assange ist guter Journalismus von seiner Natur her immer kontroversiell. (25. Juli 2010, Guardian.co.uk)

, Nr. 12 
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* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.
Alle Kursinformationen sind nach den Bestimmungen der jeweiligen Börse mindestens 15 Minuten oder mehr verzögert. ISIN US2605661048

 
 
 
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