Frankfurt (BoerseGo.de) – Simon Ward, Chef-Volkswirt der britischen Fondsgesellschaft Henderson Global Investors sieht den japanischen Yen als möglichen Gewinner der Euro-Krise. „Nicht der US-Dollar, sondern der Yen könnte aus der Euro-Krise als großer Gewinner und internationaler Wertspeicher der Wahl hervorgehen.“
Laut einer aktuellen internationalen Studie von Merrill Lynch halten derzeit 51 Prozent der befragten Fondsmanager den Yen für überbewertet. Dass der Yen vielen teuer erscheint, liege am handelsgewichteten Wechselkurs, der momentan nur 3 Prozent unter dem historischen Höchstkurs vom Januar 2008 liegt. Aussagekräftiger sei jedoch der reale effektive Wechselkurs, mit dem der besonderen Inflationsentwicklung in Japan Rechnung getragen wird. Dieser Wert liege weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt.
Ein wichtiger Faktor für die Währungsentwicklung sei die Geldpolitik: Der offizielle Realzinssatz sei in Japan deutlich höher als in den restlichen G7-Staaten. Die Differenz von 3,2 Prozentpunkten zu den USA sei die größte seit 1980
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BörseGo AG 2010 - Autor: Tobias Krieg, Redakteur