Die New Yorker Aktienbörse hat am Mittwoch im frühen Handel mit höheren Kursen tendiert. Bis 16.30 Uhr MEZ stieg der
Dow Jones Industrial
Index 98,40 Einheiten oder 0,92 Prozent auf 10.846,66 Zähler. Der S&P-500 Index gewann 10,35 Punkte oder 0,90 Prozent auf 1.166,14 Zähler. Der
Nasdaq Composite Index befestigte sich um 32,05 Punkte (plus 1,35 Prozent) auf 2.407,36 Einheiten. Unter den an der New York Stock Exchange gelisteten Titeln standen sich bisher 2.349 Gewinner und 502 Verlierer gegenüber. 83 Werte notierten unverändert. Bis zum oben genannten Zeitpunkt wurden rund 203,84 Mio.
Aktien umgesetzt.
Für Auftrieb sorgten positive Unternehmensberichte und die Ankündigung eines strikten Sparprogramms in
Spanien. 15 Milliarden
Euro sollen bis 2011 gespart werden, kündigte Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero im Parlament an. Die
Anleger dürften auch mit Interesse darauf schauen, dass der US-Senat die Verteilung der Milliardenkredite im Rahmen der staatlichen Bankenrettung während der
Finanzkrise überprüfen lassen will. Das geht aus einem Online-Bericht der "Washington
Post" hervor. Rick Meckler, Präsident des Investmentunternehmens LibertyView Capital Management, beurteilte den am Wochenende bekanntgewordenen Rettungsplan der
EU für angeschlagene Mitglieder der Eurozone positiv. Anleger dürften Parallelen zu staatlichen Rettungsmassnahmen in den
USA nach der Lehman-Pleite sehen, die sich damals als kurzfristig erfolgreich für die Märkte erwiesen hätten.
Neben Unternehmenszahlen stehen einmal mehr Finanzwerte im Blick. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" droht nach Goldman Sachs (plus 1,73 Prozent auf 144,42 Dollar) nun auch dem Konkurrenten Morgan Stanley eine Untersuchung. Die Bundesstaatsanwaltschaft prüft demnach, ob das Institut Investoren mit Hypothekenderivaten in die Irre geführt hat. Morgan Stanley dementierte die Gerüchte: "Wir haben keinerlei Kenntnis von irgendwelchen Ermittlungen des Justizministeriums", sagte Morgan-Stanley-Chef James Gorman auf einer Pressekonferenz in Tokio. Es gebe keinerlei Kontakte mit den Behörden wegen der in dem Artikel erwähnten Geschäfte. Morgan Stanley-Papiere fielen um 4,22 Prozent auf 27,18 Dollar.
Der grösste Chiphersteller der Welt, Intel, blickt positiv in die Zukunft. In den kommenden Jahren werde das Geschäft dramatisch wachsen, sagte Konzernchef Paul Otellini bei einer Investorenkonferenz in Silicon Valley. Ausgelöst werde dies durch eine Expansion in neue Märkte, neue Produkte und durch die überraschend hohe Nachfrage nach Computern. Die operative Marge wird laut Otellini zwischen 55 und 65 Prozent liegen - zuletzt hatte das
Unternehmen noch mit 50 bis 60 Prozent gerechnet. Intel-Papiere stiegen um 2,11 Prozent auf 22,75 Dollar an.
Die Anteilsscheine von Walt Disney gerieten nach Zahlen unter Druck. Zwar meldete der Unterhaltungskonzern ein positives Ergebnis für das zweite Geschäftsquartal und verdient wieder Geld im Filmgeschäft. Allerdings entwickelten sich nicht alle Sparten gleichermassen positiv. Im Fernsehgeschäft musste Disney mit dem Sender ABC wegen eines starken Rückgangs der Werbeeinnahmen erneut einen Verlust hinnehmen. Auch die Vergnügungsparks, die im zweiten Quartal weniger Besucher angelockt hatten, waren ein Verlustgeschäft. Walt Disney-Aktien notierten im frühen Handel unverändert bei 35,76 Dollar.
Deutlich bergab ging es auch für die Papiere von Electronic Arts (minus 5,90 Prozent auf 17,69 Dollar), obwohl die Geschäfte des Computerspiele-Entwicklers im vierten Geschäftsquartal (bis Ende März) besser als erwartet gelaufen waren. Allerdings lag der Ausblick des Unternehmens unter den Markterwartungen. Er fiel aber immerhin nicht so düster aus wie noch bei der Präsentation der letzten Quartalszahlen.