Die Wiener
Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der
ATX fiel 25,86 Punkte oder 0,99 Prozent auf 2.583,63 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 44 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.628 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ:
Dow Jones/New York +0,05 Prozent,
DAX/Frankfurt -0,19 Prozent, FTSE/London -0,10 Prozent und CAC-40/Paris -0,49 Prozent.
In einer eingetrübten europäischen Börsenstimmung hat auch der Wiener Aktienmarkt mit Verlusten geschlossen. Im Verlauf tastete sich der ATX knapp unter der Nulllinie entlang und rutschte erst im Späthandel noch deutlich ab. Die Fülle an Konjunkturdaten aus den
USA ist im Rahmen der Erwartungen ausgefallen und hat Marktbeobachtern zufolge keine wesentlichen Impulse zum Börsengeschehen gebracht.
In einem nachrichtenarmen Handel geriet eine Branchenstudie von Goldman Sachs zu den europäischen Ölwerten in den Blickpunkt. Die Wertpapierspezialisten von Goldman Sachs haben die Titel im Rahmen einer Sektorstudie zu den europäischen Ölwerten von "neutral" auf "sell" abgestuft. Im Vergleich zu den Branchenkollegen wurde das Kursziel überdurchschnittlich um 19 Prozent von 36 auf 29
Euro reduziert. Die
OMV-Titel gingen mit einem Abschlag von 1,93 Prozent bei 27,90 Euro aus dem Handel.
Indessen haben sich die Wertpapierexperten der
Raiffeisen Centrobank (RCB) zu
Schoeller-Bleckmann zu Wort gemeldet. Sie hoben das Kursziel von 30,50 auf 42,00 Euro deutlich an und erwarten für 2010 eine gute Auftragslage. Die
Aktien des Ölfeldausrüsters stiegen um 1,13 Prozent auf 39,49 Euro.
Bei der Österreichischen
Post ist die Entscheidung um die Gagenerhöhung für Aufsichtsratsmitglieder gefallen. Die Vergütung für die Aufsichtsräte rund um den Vorsitzenden
Peter Michaelis wird 2010 auf dem Niveau von 2009 bleiben. Zuvor hatte die Staatsholding ÖIAG mit Erhöhungsplänen für Aufregen gesorgt. Post-Titel schlossen um 0,33 Prozent höher bei 21,10 Euro.
Bewegung gab es auch bei den Bankenschwergewichten. Nach kräftigen Vortagesgewinnen ging es für die Aktien der
Raiffeisen International (minus 2,37 Prozent auf 35,44 Euro) und
Erste Group (minus 2,02 Prozent auf 30,10 Euro) jedoch bergab. Beide Geldinstitute werden in der kommenden Woche ihre Geschäftsberichte für das Jahr 2009 vorlegen.