Die besten CEOs und CFOs des Jahres 2009

Zum fünften Mal luden Deloitte und Börse Express die CEOs und CFOs der im Prime Market notierten Firmen ein, die Klassenbesten zu wählen
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Die Gewinner der "CEO/CFO Awards des Jahres 2009" stehen fest, unter den Preisträgern finden sich einige Stammgäste aus den Vorjahren, aber auch neue Gesichter. Bereits zum fünften Mal wurde diese Auszeichnung von Deloitte in Kooperation mit dem Börse Express vergeben.

Bei den CEOs ging der erste Platz an Andritz-Chef Wolfgang Leitner, gefolgt von Wolfgang Eder (voestalpine) und Thomas Fahnemann (RHI). Über den Titel "CFO des Jahres 2009" freut sich Robert Ottel von der voest- alpine, gefolgt von Willy van Riet (Wienerberger) und Hans Tschuden (Telekom Austria).

Die Verleihung fand am Mittwoch in Anwesenheit von rund 130 Gästen bei Deloitte statt.

Bilder finden Sie in der Diashow unter:
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Die Begründungen

Das Besondere am CEO/CFO Award ist eigentlich die Jury. Denn es sind weder Journalisten noch Analysten (es gibt ja Gerüchte, wonach beide Berufsgruppen im Laufe der Krise bei einigen Unternehmens-vorständen nicht gerade im Ansehen gestiegen sind), sondern die CEOs und CFOs der im ATXPrime Market notierten Unternehmen selbst. Dieses "Peer Voting" sorgt dafür, dass jene die Arbeit beurteilen, die ebenfalls an der Spitze eines börsennotierten Unternehmens stehen.

So hiess es etwa bei den Begründungen für Andritz-Chef Wolfgang Leitner, der zum zweiten Mal als "CEO des Jahres" (nach 2006) ausgezeichnet worden ist: "Die operative Entwicklung von Andritz im Jahr 2009 zählte zu DEN positiven Überraschungen in Österreich", oder "Er führt den Anlagebaukonzern mit ruhiger Hand durch stürmische Zeiten und trotzt mit Prestigeprojekten der schwierigen Branche."

voestalpine-Chef Wolfgang Eder wurde u.a. für sein "beispielhaftes Krisenmanagement" von seinen Kollegen gelobt. Eder ist quasi Stammgast bei den Awards, er erhielt auch bereits für die Jahre 2006, 2007 und 2008 Auszeichnungen.

Neu unter den Preisträgern ist RHI-Chef Thomas Fahnemann, der seit Anfang Jänner 2009 dem Feuerfestkonzern vorsteht und zum Einstand gleich ein knallhartes Restrukturierungsprogramm durchgezogen hat. Dafür zollen ihm nicht nur die CEOs anderer Unternehmen Tribut, auch "die Aktionäre dankten es ihm mit kräftigen Kurssteigerungen", wie angemerkt wurde.

Angetan von der voestalpine

Die Entwicklung der voestalpine hat es der Jury generell angetan: Sie kürte Robert Ottel zum "CFO des Jahres". Eine der Begründungen: "Er war zum widrigsten Zeitpunkt mit der schwierigen Refinanzierung des Böhler-Anteilskaufes konfrontiert und hat dies mutig mit der Begebung der voestalpine-Anleihe gelöst. Im Nachhinein gesehen war das zwar teuer, aber solide und ,ohne Wenn und Aber‘ - ausserdem sind wir nachher immer g'scheiter ..."

Wienerberger-Finanzchef Willy van Riet hat "mit grosser Gelassenheit einen Konzern in einer sehr schwierigen Lage innovativ finanziert", die Ende des Vorjahres durchgezogene Kapitalerhöhung sei "blitzsauber" gewesen, urteilten seine Kollegen.

Hans Tschuden ist "Garant dafür, dass die Telekom Austria trotz ihres Handicaps als ,politisches‘ Unternehmen in Finanzierungs- und Kapitalmarktfragen vorbildlich agiert" und wird "trotz Gewinnwarnung am Kapitalmarkt sehr geschätzt", urteilten seine Kollegen. Tschuden selbst relativiert bei der Verleihung freilich das vermutete Polit-Handicap, es habe niemals Einflussnahme gegeben. Alle drei Finanzchefs haben auch in der Vergangenheit bereits Awards erhalten.

In den kommenden Wochen wird der Börse Express Interviews mit den Preisträgern führen.


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© boerse-express.com 18.03.2010