Finanzminister: Höhere Gage angesichts des Sparkurses der Post "untragbar"
Nachdem der ÖIAG
-Aufsichtsrat am Montag eine Erhöhung seiner Vergütungen beschlossen hat, hat Finanzminister
Josef Pröll (V) den Chef des Kontrollgremiums nun schriftlich aufgefordert, davon Abstand zu nehmen. Dies berichtet die Tageszeitung
"Österreich" in ihrer Donnerstagsausgabe.
Die
Post-Vergütung von ÖIAG-Chef
Peter Michaelis selbst würde sich durch die beschlossene Erhöhung um 87 Prozent auf 49.000
Euro erhöhen. Die Eigentümer müssen in der
Hauptversammlung aber der Erhöhung zustimmen; mit über 50 Prozent der
Aktien wird die Post
-HV von der Republik dominiert.
In dem Brief erinnert Vizekanzler Pröll Michaelis an die laufenden "einschneidenden Rationalisierungsmaßnahmen" der Post, und meint, deshalb sei die geplante AR-Gagenerhöhung "untragbar". Im Gegensatz zur
SPÖ hatte Pröll Michaelis bisher nur unterschwellig kritisiert. SP-Staatssekretär Josef Ostermayer
(S) fordert Michaelis in der Zeitung einmal mehr zum Rücktritt auf: "Spätestens seit der
AUA-Situation haben sich die ÖIAG und ihr Aufsichtsratschef Michaelis erübrigt."