Die Jacht wird unter internationaler
Flagge mit Sofas und Fauteuils sowie Betten aus blau-gelber Erzeugung auf den sieben Weltmeeren unterwegs sein. Geschäftsführer Heinz Hofer-Wittmann beziffert das Auftragsvolumen mit 150.000
Euro. Mit Wittmann-Betten - sie sind neu im Produktionsprogramm - wird auch ein Schweizer Hotel ausgestattet. Hofer-Wittmann freut sich darüber, dass der Schweizer Hotelier 30 Stück sofort nach ihrer erstmaligen Präsentation auf der heurigen Möbelmesse in Köln geordert hat. Auch bei den Betten zählt das Eingehen auf die individuellen Wünsche der Kunden zur Strategie des Hauses. Aus 400 verschiedenen Elementen kann gewählt werden, die Preise bewegen sich ab einer Größenordnung von 5.000 Euro.
Die Erweiterung des Produktionsprogrammes um Qualitätsbetten für hohe Ansprüche begründet Hofer-Wittmann so: "Gut ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Erholsamer Schlaf wird durch ein optimales Bett sehr gefördert. Da aber jeder Mensch diesbezüglich andere Bedürfnisse hat, zahlt sich ein Qualitätsbett aus. Die stark gestiegenen Anfragen unserer Kunden und der zunehmende Wunsch, im Bett höher zu liegen, also nach Matratzenhöhen von 40 bis 65 cm, haben uns veranlasst, eine Bettenkollektion ins Programm zu nehmen." Ein aktuelles Großprojekt ist die Ausstattung des neuen Sofitel in der Wiener Praterstraße, das diesen November eröffnet wird, mit Sofas und Fauteuils. Die Entwürfe zu diesen Möbelstücken hat der französische Architekt und Designer Jean Nouvel beigesteuert. Das Auftragsvolumen Praterstraße beläuft sich auf 200.000 Euro.
Die Kollektion von Wittmann umfasst derzeit 80 Modelle, die mit 85 verschiedenen Arten echten Leders und 320 Stoffen bezogen werden können. Auch mitgebrachte Bezugsstoffe verarbeitet das
Unternehmen. "Da sind wir sozusagen der Möbelschneider, der auf die jeweilige Kundschaft individuell eingeht", so Hofer-Wittmann. Ein speziell gefertigtes Stück erfordert für die Herstellung sechs bis acht Wochen. Die Preise bewegen sich von 800 Euro für einen Fauteuil bis zu 10.000 Euro für ein Sofa. Bei einem Auftragsvolumen ab 5.000 Euro haben die Kunden die Möglichkeit, bei der "Geburt" ihrer Möbel mit dabei zu sein. "Diese Gelegenheit nimmt jede Woche ein Kunde mit durchschnittlich zwei Besuchern wahr", stellt Hofer-Wittmann mit Freude über die anhaltend positive Resonanz der Erlebniswerkstätte fest.
Die Wittmann Möbelwerkstätten in Etsdorf am Kamp haben 2009 mit 135 Mitarbeitern einen
Umsatz von fast 20 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist ein Rückgang um zwölf Prozent. Als Grund dafür nennt Hofer-Wittmann den Einbruch der Märkte in den osteuropäischen Staaten, wie
Russland,
Ukraine, Weißrussland,
Polen,
Kroatien,
Slowenien,
Tschechien und
Ungarn. Die wichtigen Auslandsmärkte sind derzeit Japan,
Deutschland, die
Schweiz, die
Niederlande und die
USA. Der Exportanteil des Unternehmens beträgt 70 Prozent.